3:1 Sieg bei der TSG Hoffenheim 

Schnellcheck zum Rückrunden-Auftakt: Zweimal Goretzka = sechster Sieg für die Bayern

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Da kommt Freude auf: Die Münchner (von links) David Alaba, Kingsley Coman, Robert Lewandowski und Leon Goretzka freuen sich nach dem 2:0 gegen die TSG Hoffenheim. 

25 Tage Ruhe. 25 Tage ohne Videobeweis. 25 Tage keine Bundesliga. Es reicht! Schluss damit! Am Freitag ging es endlich wieder los.  Die Bayern mussten zur TSG Hoffenheim. 

Seit Julian Nagelsmann Trainer der Hoffenheimer ist, haben die Münchner in Sinsheim nur verloren. Blieb das auch so?

Nein. Bislang hatte Hoffenheim unter Nagelsmann nicht mal einen Gegentreffer im eigenen Stadion gegen die Bayern kassiert. Diese Serie hatte nach 34 Minuten ein Ende. Und in seinem 100. Spiel als TSG-Trainer verlor Nagelsmann dann auch das erste Mal in Sinsheim gegen den Rekordmeister. Alles hat ein Ende.

Gab es Besonderheiten bei der Aufstellung des FC Bayern?

Mittlerweile ist ja die spannendste Frage: Wer darf neben Niklas Süle spielen – Mats Hummels oder Jérome Boateng? Unsere Erkenntnis: Boateng hat zu selten „Ich bin ein guter Verteidiger“ getwittert. Und zack, ab ging’s auf die Bank.

Wie verlief das Spiel in der ausverkauften Pre-Zero-Arena?

So heißt das Stadion in Sinsheim ja seit wenigen Tagen. Die Firma bietet Entsorgungsdienstleistungen an. Entsorgt wurden die Bayern aber nicht. Vielmehr entsorgten die Gäste schnell alle Hoffnungen der Hoffenheimer. Waren dann also eher Keinhoffenheimer. Der Schuldige: Leon Goretzka. Nach 34 Minuten flankt Kingsley Coman, Robert Lewandowski köpft, TSG-Torwart Oliver Baumann hält. Der Ball springt aber vor die Füße von Goretzka, und der schießt eigentlich ziemlich ungefährlich. Weil Kevin Vogt aber abfälscht, ist Baumann machtlos – auch wenn es nach Torwartfehler aussieht. 1:0.

Gab es einen psychologischen Zeitpunkt?

Ja, und zwar einen guten. Wer sich im Fußball auskennt, der weiß, dass dieser dann häufig kurz vor der Pause stattfindet. Nachspielzeit: Hoffenheim hat einen Eckball – München schießt das Tor. Weil es nach dem Ballgewinn ganz schnell geht. Coman läuft auf der linken Seite über das halbe Feld, flankt auf Goretzka, der grätscht den Ball über die Linie. 2:0.

Kontern ist doch eigentlich etwas für die Hoffenheimer, oder?

Absolut. Und die können das auch. 59. Minute, Ecke Bayern – Konter Hoffenheim. Über drei Stationen kommt der Ball am Ende zu Nico Schulz. Der legt ihn sich noch einmal mit dem Kopf vor und vollstreckt mit links ins lange Eck. 1:2. Das gelang aber nur einmal. Und weil Lewandowski vier Minuten vor dem Ende zum 3:1 abstaubt, nützt dieser Konter auch nichts.

Wie viel Mathematik steckte dann noch in dem Rückrunden-Auftakt?

Zunächst einmal wissen wir nun, dass runde Spieljubiläen nicht immer eine runde Sache sein müssen. So viel zur Geometrie. Dann gab es aber auch noch ganz einfache Additionsrechnung: Goretzka + Goretzka - Schulz + Lewandowski = der sechste Bayern-Sieg in Folge.

Wie war die Übertragung im TV?

Zwei Möglichkeiten: ZDF und Eurosport Player. Also natürlich kostenloses ZDF. Dort kommentierte Béla Réthy. Dachte wohl, das sei ein Länderspiel. Obwohl, vorbereitet war er. Réthy: „Neuer mit einer durchwachsenen Hinrunde. Nur 58 Prozent abgewehrte Bälle. Das ist der zweitschlechteste Wert der Liga.“ Durchwachsen also. Und was ist dann schlecht?

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