BVB siegt, Liverpool verliert 

Schnellcheck zur Champions League: Schon wieder dieser Haaland 

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Dortmunder Freude: (von links) Giovanni Reyna, Raphael Guerreiro und Erling Haaland. 

Endlich nicht mehr Gruppenphase. Endlich alles oder nichts. Endlich K.o.-Runde in der Fußball-Champions-League.

Zum Auftakt der Achtelfinal-Hinspiele gab es Borussia Dortmund. Paris St. Germain. Atletico Madrid. Und dazu Titelverteidiger Liverpool. Wer den besseren Start hatte? Die Antwort gibt der Schnellcheck:

Der BVB gegen Ex-Trainer Thomas Tuchel – wer hatte da das bessere Ende?

Das letzte Mal waren diese beiden Parteien ja nicht ganz so friedlich auseinandergegangen. Damals, als Tuchel den BVB als Trainer verlassen hatte. Auch dieses Mal reiste Tuchel nicht zufrieden ab. Damals ging er mit einem Pokalsieg, nun mit einer 1:2-Niederlage.

Paris ist nicht nur Tuchel, Paris ist auch Neymar. Fiel der Superstar auf?

Zunächst fiel er vor allem hin. Nach 15 Minuten stellte Sky-Reporter Wolff-Christoph Fuss bereits entnervt fest: „Neymar fällt bei nahezu jedem Kontakt. Das ist bisher die Geschichte des Spiels.“ Und trotzdem ja nichts Neues. Auch wenn der Brasilianer mit Vollbart und ohne Farbe im Haar kaum auffällt, fällt er eben. Für Freistöße. Für Frust beim Gegner. Spielerisch? Fiel er nicht auf. Wer macht also den Ausgleich zum 1:1 (76.)? Ja, klar. Weil er stand. Und zwar goldrichtig nach Mbappés Vorarbeit.

Hatten die anderen Stars der Franzosen auch etwas zu bieten?

Sagen wir mal so: Die Tempo-Offensive wollte nicht so richtig laufen, sie lag mehr auf dem Boden. Denn was für Neymar galt, das galt auch für seine Kollegen Kylian Mbappé und Angel Di Maria. Das war sehr theatralisch. Und schläfrig. Paris hatte am Wochenende gegen den Tabellenvorletzten Amiens in der Liga 0:3 zurückgelegen, am Ende 4:4 gespielt. Dass es in Dortmund zur Pause nicht 3:0 für den BVB stand, sondern 0:0, das war reines Glück. Und es lag daran, dass die Borussia ihre Chancen nach schnellem Umschalten nicht konsequent ausspielte. Die beste Möglichkeit hatt Jadon Sancho so durch einen Distanzschuss (27.).

Gab es einen Hallo-Wach-Effekt?

Zumindest wachte Paris ein wenig auf. Und die bessere Mannschaft blieb nach wie vor die aus Dortmund. Und die nutzte dann ihre Vorteile. Das ging so: Achraf Hakimi schlägt eine scharfe Flanke, Raphael Guerreiro versucht es, der Ball springt zu Erling Haaland. Abstauber, 1:0 (69.). Damit stellte der Norweger übrigens eine neue Bestmarke auf. Neun Tore in den ersten sieben Spielen der Königsklasse gelangen vor ihm keinem. Und nach dem 1:1 war der BVB nicht geschockt. Zwei Minuten später spielt der 17 Jahre alte Giovanni Reyna auf den 19 Jahre alten Haaland, der aus 16 Metern abzieht und trifft. Schon wieder.

Und wie schlug sich Titelverteidiger Liverpool?

Er wurde geschlagen. Weil Atletico Madrid ganz früh zuschlug. Das kam so: Ecke für die Spanier in der 4. Minute, die Reds irgendwie unsortiert, Saul Niguez dafür umso aufmerksamer – drin ist der Ball. Danach tat sich Jürgen Klopps Team ungeheuer schwer. Denn defensiv dicht machen, seine Zweikämpfe gewinnen, einfach unbequem sein, das kann die Mannschaft von Diego Simeone. Liverpool machte Druck, aber kam kaum durch. Das verspricht viel Spannung fürs Rückspiel.

Wie war die Übertragung im TV?

Das kam drauf an, wo man wohnt. Und was man so guckt. Vom Kollegen B. aus C. kommt die verzweifelte SMS in die Redaktionsgruppe kurz nach Anpfiff: „Habt ihr auch nur Standbild Hummels?“ Antworten von „Schlechtes Internet auf dem Land“ über „Einfach mal auf Hummels klicken“ zu „Hummels bewegt sich ja auch kaum“. Als Kollege B. wieder Bewegbild hat, läuft in Dortmund Minute 30. Bei B. der Vorbericht. Aber der knallharte Konter auf die Empfehlung „Vorspulen“: „Nix da, jetzt will ich auch alles sehen“. So sieht sie aus, die Fußball-TV-Welt zwischen Dazn und Sky. Wir haben ihm das Endergebnis nicht verraten.

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