32. Spieltag, Teil eins

Schnellcheck zur Fußball-Bundesliga: Der 30. Titel – die Bayern feiern

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Wieder feiern die Bayern. Torschütze Robert Lewandowski wird hier von Jerome Boateng beglückwünscht. 

Die nächste Englische Woche in der Fußball-Bundesliga. 32. Spieltag – Teil eins. Und vor allem eine Frage stand im Mittelpunkt: Machen die Bayern in Bremen den Meistertitel perfekt?

Sonst gab es viel Kampf ums internationale Geschäft. Der Schnellcheck:

Durften die Bayern schon feiern?

Ja, so viel sei verraten. Dafür benötigten die Bayern einen Sieg in Bremen. Die Jungs von der Weser hätten dagegen ein paar Überraschungspunkte im Abstiegskampf gut gebrauchen können. Doch auch sie konnten den Serienmeister auf dem Weg zum 30. Titel nicht stoppen. Deutlich wurde es aber nicht.

Gab es einen Aufreger in einer sonst eher unspektakulären ersten Halbzeit am drittletzten Spieltag?

Zur Beantwortung dieser Frage bleiben wir in Bremen. In der 19. Minute gab es einen Zweikampf zwischen Münchens Alphonso Davies und Leonardo Bittencourt. Was Davies am Ende dieses Duells machte, das hätte man gut und gern als Nachtreten auslegen können. Schiedsrichter Harm Osmers gab Gelb, der Videobeweis kam nicht zum Einsatz. Wohl, weil Osmers keine klare Fehlentscheidung unterlief. Man könnte aber auch sagen: Das war eine klare Fehlentscheidung. In der 79. Minute musste Davies dann doch vom Feld, weil er Gelb-Rot sah. Die zweite Gelbe war dann ziemlich übertrieben, der Platzverweis insgesamt aber natürlich verdient. Ach so, kurz vor der Pause machte Robert Lewandowski das 1:0 für die Bayern.

Wurde wirklich so wenig Unterhaltsames geboten?

Überwiegend. Es gab aber auch zwei Glanzstücke, die aus unterschiedlichen Gründen keinen Weg in die Statistik fanden. In Freiburg ging Hertha BSC in der 51. Minute in Führung. Scheinbar. Dodi Lukebakio hatte einen Konter mit einem grandiosen 25-Meter-Schuss abgeschlossen. Dann aber zeigte der Videobeweis ein Foul von Berlins Darida an Freiburgs Schmid. Nichts war es mir der Führung. Fast zeitgleich erhöhte Lewandowski für die Bayern auf 2:0. Wunderschön mit der Hacke. Aber eben auch im Abseits.

Wie feierten die Bayern?

Coronamäßig nüchtern, Bier floss erst mal nicht. Dafür gab es innige Umarmungen, das muss dann mal erlaubt sein. Die obligatorischen Meister-T-Shirts waren schnell übergezogen. Aber ohne Fans war es dann doch eher komisch.

Gab es noch weitere Entscheidungen?

Paderborn ist nun auch rechnerisch sicher abgestiegen. Bei Union Berlin verlor die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart 0:1. Der einzige Treffer war dabei ein Eigentor von Ben Zolinski (27.). Die Paderborner müssen also das zweite Mal direkt in der Saison nach dem Aufstieg den Gang zurück in Liga zwei antreten. Und das jeweils als Tabellenletzter. Union hat dagegen den Klassenerhalt sicher.

Was gibt’s Neues im Duell um die Königsklasse?

Gestern waren neben den schon sicher qualifizierten Bayern nur die Gladbacher im Einsatz. Und die legten gegen Wolfsburg richtig gut vor – auch ohne ihr Sturmduo um Alassane Pléa und Marcus Thuram, das verletzt ausfiel. Dafür sprang Jonas Hofmann ein, der die Borussia per Doppelpack 2:0 in Führung brachte (10. und 30.) Lars Stindl machte den Sieg mit dem 3:0 (65.) perfekt.

Und was ist mit der Europa League?

Im Wettrennen um diesen Wettbewerb mussten die Wolfsburger eben einen Rückschlag einstecken. Und die Freiburger holten dagegen mit dem 2:1-Erfolg gegen Hertha BSC ordentlich auf. Da darf sich das Team aus dem Breisgau artig bedanken, denn das 1:0 war ein Eigentor von Herthas Keeper Rune Jarstein nach einem frechen Vincenzo-Grifo-Freistoß. Nachdem Vedad Ibisevic per Elfmeter ausgeglichen hatte, vertendelte Darida den Ball am eigenen Strafraum – der eingewechselte Nils Petersen spritzte dazwischen und blieb eiskalt – 2:1.

Wie war die Übertragung im TV?

Die abendliche Dreier-Konferenz bei Sky plätscherte lange etwas vor sich hin. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Als die Schaltung nach Bremen ging, war dieses Plätschern sogar zu hören. „Ein Starkregen geht nieder“, erklärte Reporter Frank Buschmann. Und schob hinterher: „Jetzt mache ich hier noch einen auf Kachelmann.“ Wetterfrosch Buschmann stellte dann auch auch noch sportlich fest: „Es ist eher frühlingshaft, was Werder hier bietet.“ Das Spiel ging für die abstiegsbedrohten Gastgeber aber doch den Bach runter.

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