Klarer Erfolg in zwei Sätzen

Schnellcheck zur Tischfußball-EM: Italien siegt klar zum Auftakt

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Beim Eröffnungsspiel: Jan-Niklas Falkenhain (links) und Enver Gül standen sich im ersten Duell der Tischfußball-EM gegenüber. 

Kassel – Der Auftakt ist gemacht, das erste Duell gespielt.

Zum Start der ersten Tischfußball-EM in Nordhessen und Südniedersachsen – organisiert und ausgerichtet von unserer Zeitung – stand gestern Abend die Partie zwischen Italien und der Türkei an. Der Schnellcheck:

Wer war dabei?

Die Italiener hätten eigentlich ein Heimspiel in Rom gehabt. Nun hatte unser Teilnehmer für Italien eine der weitesten Anfahrten aller Spieler. Jan-Niklas Falkenhain, 29 Jahre alt, kam extra aus Katlenburg in Südniedersachsen für die Auftaktpartie nach Kassel. Sein Leitsatz: „Ich muss das Turnier gewinnen, um das Anfahrtsgeld rauszuhaben.“ Für Italien wäre es nach 1968 der zweite EM-Titel.

Für die Türkei geht Enver Gül ins Rennen. Früher bei Baunatal, Süsterfeld und Türkgücü aktiv, spielt der 34-Jährige derzeit für Rengershausen. Das beste Ergebnis der Türkei bei einer EM bislang? Das Halbfinale 2008 gegen Deutschland (2:3).

Warum diese beiden?

Bei Gül schnell erklärt: Er hat türkische Wurzeln. Falkenhain bewarb sich dagegen als Allrounder für Europa. In seiner Kindheit verbrachte er Urlaube am Gardasee, stellte fest, dass Männer auch Andrea heißen können. Rom kennt er von Seminarfahrt und Dan Browns Buch Illuminati. Ein Heimvorteil?

Wie verlief die Partie?

Sagen wir es mal so: Wie ein Eröffnungsspiel eben oft so ist. Es begann abwartend. Die Türkei ging schließlich 1:0 in Führung. Doch das Blatt wendete sich schnell. Auf einmal stand es 3:1 für Italien, allerdings kommentierte Gül nicht zu Unrecht: „Wir haben bislang nur Kullertore gemacht.“ Gül hatte seine Stärke in der Unberechenbarkeit ausgemacht, Falkenhain dagegen beschrieb sich als fingerfertig, mit einem starken zentralen Mittelfeld und einem Hang zum Trashtalk. Zumindest Letzteres brachte ihm aber nichts, da Ablenkung verboten ist.

Dafür zeigt sich das zentrale Mittelfeld in Topform. Und das Spiel nahm langsam Fahrt auf. Zwei schnelle Treffer brachten Italien das 5:1 und damit auch den ersten Satz ein. Eine Vorentscheidung? Dieses Mal schon. Denn der zweite von maximal drei Durchgängen wurde zu einer eindeutigen Angelegenheit. 5:0 für Italien. Der perfekte Start ins Turnier ist geglückt. Die Türkei steht dagegen nun vor Spiel zwei schon unter Druck.

Welche Erkenntnisse hinterlässt dieses Duell?

Nach der verpassten WM 2018 zeigen sich die Italiener deutlich verbessert. Die perfekte Qualifikation mit zehn Siegen aus zehn Spielen war kein Zufall. In dieser Form sind die Italiener ein ernstzunehmender Kandidat auf den Titel. Und dazu als Turniermannschaft schon in einer bestechenden Frühform. Das macht Sorgen.

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