Kasseler Trainer mit traumhafter Premiere

Schnellcheck: Schubert gewinnt Bundesligaspiel mit Mönchengladbach 

Das 2:0 ist gefallen: Andre Schubert feiert mit der Siegerfaust. Foto: dpa

Kassel. Der Kasseler Fußball-Trainer Andre Schubert hat eine traumhafte Premiere gefeiert und sein erstes Bundesligaspiel als Coach von Borussia Mönchengladbach gegen den FC Augsburg 4:2 (4:0) gewonnen.

Wie war das Spiel zwischen der Borussia und dem FC Augsburg?

Die Borussia hat so gespielt, als wäre Andre Schubert ein Wundermann. Die Spieler konnten plötzlich wieder alles, was sie zuletzt mit Lucien Favre als Trainer verlernt zu haben schienen. Zunächst ließen sie sich in bester Bayern-München-Manier gar nicht vom Ball trennen, später ließen sie in bester Borussia-Mönchengladbach-Manier den Gegner auch mal kommen, um dann schnell zu kontern. Die Gladbacher Überlegenheit wird auch dadurch unterstrichen, dass Torwart Sommer in der 38. Minute erstmals am Ball war. Zu Beginn der zweiten Halbzeit aber änderte sich das Bild, denn Augsburg kam besser ins Spiel, und die Borussia war bei weitem nicht mehr so dominant wie in den ersten 45 Minuten.

Welchen Anteil hat Andre Schubert an dem grandiosen Sieg?

Den Mut zur Veränderung und die flexible Taktik darf sich der Kasseler gutschreiben. Schubert hatte mit Korb, Dominguez, Dahoud, Herrmann und Johnson fünf neue Spieler in die Startelf beordert, und Johnson sowie Dahoud bedankten sich prompt mit Toren.

Wie und wann fielen die Tore?

Das 1:0 fiel bereits in der fünften Minute, als Johnson den Ball aus halblinker Position im langen Eck versenkte. Das 2:0 (17.) resultierte aus einem Kopfball Xhakas. Das 3:0 erzielte Stindl mit einem gefühlvollen Schuss von der Strafraumgrenze (19.), und das 4:0 von Dahoud (21.) war die Krönung der tollen Anfangsphase. Die zweite Halbzeit aber war geprägt von zwei Elfmetern, die der Augsburger Spezialist Verhaegh verwandelte (52. und 75.). Gladbach dagegen hatte nur noch zwei Torchancen, als Traore und Raffael an den Pfosten beziehungsweise an die Latte schossen.

Wie reagierte Schubert auf die Tore?

Verhalten. Bei allen Treffern nutzte der Trainer die kurze Verschnaufpause zu einem Schluck aus der Wasserflasche. Säge, Siegerfaust und ungläubiges Kopfschütteln waren die Zugaben. Bei den Gegentreffern zeigte Gladbachs neuer Trainer gar keine Reaktionen. Der Vorsprung war ja auch beruhigend.

Wie verhielt sich Schubert in der Coaching-Zone?

Meistens ruhig, aber manchmal ermunterte er seine Spieler, miteinander zu reden und auf die Mitspieler zu hören. Selbst bei den beiden umstrittenen Strafstoß-Entscheidungen gegen seine Mannschaft hielt sich Schubert zurück. Kritik am Schiedsrichter gab es nicht. Beim Schlusspfiff klatschte sich der Trainer mit Manager Eberl und den Ersatzspielern kurz ab.

In welcher Formation ließ Schubert seine Mannschaft auflaufen?

Es war ein 4-4-2-System mit Stindl und Raffael als Sturmspitzen.

Von Gerd Brehm

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