Mit 35 ist Schluss

Schweinsteiger beendet seine Karriere: Danke, Basti!

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Das hat er sich verdient: Bastian Schweinsteiger bei seinem Abschiedsspiel in München. 

Es war spät geworden an diesem 13. Juli 2014. An dem Abend, als Bastian Schweinsteiger die Herzen aller Deutschen eroberte.

Selbst wer bis dahin nicht von ihm überzeugt war – vielleicht auch wegen seines Bayern-Anstrichs – kam nicht umhin, Bewunderung und Dankbarkeit für eines der Aushängeschilder des deutschen Fußballs der vergangenen Jahre zu empfinden.

An diesem 13. Juli fand das WM-Finale gegen Argentinien statt. Es stand 0:0. Es hätte in beide Richtungen gehen können. Doch einer war entschlossen wie keiner sonst auf dem Feld: Bastian Schweinsteiger. Kein Zweifler, kein Nörgler, niemand kann die Leistung schmälern, die er an diesem Tag für dieses Land vollbracht hat. Schweinsteiger warf sich in die Zweikämpfe, er blutete aus einem Cut am Auge – er machte immer weiter. Er wollte gewinnen. Er hat gewonnen. Vielmehr als nur einen Titel. Deswegen wird er nie vergessen werden.

Gezeichnet: Bastian Schweinsteiger und Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt während des WM-Finals 2014 in Rio de Janeiro. 

Es sind diese zwei Dinge, über die immer wieder gesprochen wird: Das Tor von Mario Götze. Und der Kampfgeist von Bastian Schweinsteiger. Doch Schweinsteiger ist noch viel mehr.

Als die deutsche Nationalmannschaft gerade so unattraktiv wie selten zuvor daherkam, für das Ballgeschiebe in der Viererkette ausgepfiffen wurde – da kam Schweinsteiger mit seinem Kumpel Lukas Podolski und einem Grinsen auf dem Gesicht um die Ecke und hat einer Fußball-Nation wieder Leben eingehaucht. Poldi und Schweini – das stand sinnbildlich für den Aufschwung der Heim-WM 2006.

Natürlich gab es nicht nur die Nationalmannschaft. Aber auf diesen Nenner konnte sich Deutschland immer einigen. Lange war Schweinsteiger auch eine der Größen beim FC Bayern. In der Triple-Saison 2013 war er unumstrittener Stammspieler. 90 Minuten im Champions-League-Finale? Selbstverständlich. 500 Einsätze für München, 121 Länderspiele – immer torgefährlich, immer den Blick für den Mitspieler. Das macht ihm so schnell keiner mehr nach.

Die Liebe: Bastian Schweinsteiger und seine Frau Ana Ivanovic bei der kirchlichen Hochzeit am 13. Juli 2016 in Venedig. 

Große Skandale sucht man vergeblich. Mittlerweile hat Schweini auch sein privates Glück gefunden. Er ist gerade zum zweiten Mal Vater geworden. Jetzt macht er Schluss. Schluss mit Fußball. Das alles hat er sich verdient. Zum Abschied bleibt nur zu sagen: Danke, Basti!

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