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Schwungvoll aus der Pause: Sechs Tore in Wolfsburg, sieben sogar in Köln

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Von: Maximilian Bülau, Frank Ziemke

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Steffen Tigges.
Erfolgreich ins Jahr gestartet: (von links) Keven Schlotterbeck, neu in Bochum und gleich Torschütze. Der Kölner Steffen Tigges (im Hintergrund Ellyes Skhiri), der gegen Bremen doppelt traf. Und Wolfsburgs Jonas Wind, ebenfalls Doppelpacker. © Imago/Norbert Schmidt

Das sah so aus, als hätte es die lange Winterpause nie gegeben. Oder war es etwa gerade diese Pause, die für frischen Wind sorgte?

Egal wie: Diese Teams starteten schwungvoll in das neue Fußballjahr. Wir schauen auf ein Bundesliga-Quintett mit überzeugenden Siegen – allen voran Wolfsburg und Köln.

Ein Ritt auf der Welle

Seit neun Spielen ungeschlagen, fünf Siege in Folge – und bei diesen fünf Erfolgen nur ein Gegentor kassiert: Der VfL Wolfsburg reitet eine Welle, die nicht am Strand ankommen möchte. Überraschend war der Sieg des Teams von Trainer Niko Kovac zum Start ins neue Jahr da auch gegen den so starken SC Freiburg nicht. Dass das Endergebnis aber 6:0 lautete, das schlägt hohe Wellen – um im Bild zu bleiben.

Wolfsburg will nach Europa. Das war schon vor dem Saisonstart so gesagt worden. Doch passte der Beginn nicht zu den forschen Forderungen. Nach fünf Partien hatten die Wölfe gerade einmal zwei Zähler auf dem Konto. Doch mittlerweile sind es eben 26 und damit nur vier Punkte Rückstand auf Rang zwei. Trainer Niko Kovac ist angekommen beim VfL. Gegen die bemitleidenswerten Freiburger traf zunächst der starke Patrick Wimmer (2.). Jonas Wind (28. und 37.), Yannick Gerhardt (56.), Ridle Baku (80.) und der Ex-Freiburger Luca Waldschmidt (90.+4/Foulelfmeter) sorgten mit ihren Toren für den Kantersieg.

Ein Karnevalstanz

Noch einen Treffer mehr als den Wolfsburgern gelang dem 1. FC Köln. Bereits zur Pause führte das Team vom wieder einmal im T-Shirt coachenden Trainer Steffen Baumgart 5:1. Mann des Tages: Steffen Tigges. Zwei Tore sowie zwei Vorlagen gelangen dem 24 Jahre alten Angreifer, der nun bei fünf Saisontreffern steht. Besonders war natürlich sein 3:0 aus 46,7 Metern – fast von der Mittellinie also (21.). Auch das 2:0 hatte der Ex-Dortmunder erzielt (15.). Die Führung ging auf das Konto des überragenden Linton Maina (9.). Zudem trafen Ellyes Skhiri (30. und 54.), der Ex-Offenbacher Denis Huseinbasic (36.) und der Bremer Marco Friedl (76.), Letzterer ins eigene Tor.

Einziges Erfolgserlebnis für Werder: das 1:5 (38.). Dafür war WM-Überraschung Niclas Füllkrug verantwortlich, sein elftes Tor in dieser Spielzeit. Wirklich gefreut haben wird sich der Nationalspieler nicht. Die Kölner legten dagegen einen Karnevalstanz hin.

Ein Sieg der Effektivität

Es muss auch mal ohne berauschenden Fußball gehen – das dachten sie sich wohl bei der Frankfurter Eintracht. Das 3:0 gegen Schlusslicht Schalke war alles andere als glanzvoll, nicht einmal unbedingt verdient. Aber es war ein Sieg der Effektivität. In jeder Beziehung. Auf dem Rasen machten die Gastgeber aus vier Chancen drei Tore. In der Tabelle kletterten sie auf Platz zwei und sind nun erster Bayern-Verfolger.

Die Gäste, mit nun 36 Auswärtsspielen ohne Sieg unrühmlicher Rekordhalter, spielten mutig und phasenweise überlegen. Eintracht-Trainer Oliver Glasner gratulierte sogar zu einer zu einer „sehr, sehr guten Leistung.“ Nutzt aber nichts. Zig Chancen, zweimal Pfosten, keine Punkte – das war die Bilanz der Gäste. Die Hessen machten es besser: Jesper Lindström (22.) sowie in der Schlussphase Rafael Borré und Aurélio Buta (84./90.+1) nutzten fast jede Chance.

Ein Hoch im Westen

Existenzkampf auf Schalke, Abstiegssorgen auch beim Nachbarn Bochum. Dort, wo einst das „Tief im Westen“ besungen wurde, herrscht aber ein Hoch. Das 3:1 gegen Hertha BSC war der vierte Heimsieg in Folge. Und: Der VfL verließ damit die Abstiegsränge, auf die der Gast abrutschte. Einer der Gründe: In puncto Leidenschaft hatten die Gastgeber der Hertha etwas voraus. Etwas Glück kam auch dazu, denn die frühe Führung der Gäste durch Lucas Tousart (11.) hielt dem Videobeweis nicht stand. Die Treffer von Philipp Hofmann (2) und Winterzugang Keven Schlotterbeck zählten.

Ein eiserner Wille

Keine Frage, Union Berlin spielte gut gegen Hoffenheim. Angreifer Jordan Siebatcheu vergab früh einen Handelfmeter (25.). Und kurz vor der Pause schlug die TSG dann zu, führte durch ein Tor von Ihlas Bebou (43.). Union bewies einen eisernen Willen – musste aber lange warten. Erst in der 73. Minute gelang Danilho Doekhi der Ausgleich. Wiederum Doekhi traf in der 89. Minute zur Führung. Jamie Leweling machte mit dem 3:1 schließlich alles klar (90.+6). (Frank Ziemke und Maximilian Bülau)

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