An der Seitenlinie

Quo vadis Pep? Über die wichtigste Personalie der Bundesliga

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Pep Guardiola tritt am Samstagabend mit dem FC Bayern auf Schalke zum Topspiel an.

Nach dem 2:0 gegen Hertha BSC Berlin steht der FC Bayern in der Fußball-Bundesliga zwar kurz vor der Herbstmeisterschaft, die wichtigste Personalie ist aber nach wie vor ungeklärt.

Immerhin: In Bälde soll es Gespräche mit Pep Guardiola über die Zukunft des Trainers geben – Ausgang offen.

Wobei: Spanische Medien meldeten bereits, Guardiola trainiere ab der kommenden Saison Manchester City. Die englische Zeitung „Daily Mail“ dagegen will wissen, dass Guardiola ein heißer Kandidat bei Manchester United ist. Schon im Februar waren Gerüchte aufgekommen, Guardiola würde ab Sommer 2016 die Nationalmannschaft Katars auf die WM 2022 vorbereiten. Und angeblich ist ja auch eine Vertragsverlängerung in München wahrscheinlich. Das alles klingt nach einem ziemlichen Kuddelmuddel, in Wahrheit sind die Meldungen Ausläufer eines lange geplanten Coups Guardiolas. Der Katalane nämlich plant, in Zukunft als Trainer das vorzuleben, was er von seinen Spielern permanent verlangt. Demnach will er universell einsetzbar sein, was konkret bedeutet: Er wird ab der kommenden Saison offiziell Trainer bei Bayern München, Manchester City, Manchester United und der Nationalmannschaft Katars sein und innerhalb einer Woche in München, Manchester und Katar gleichzeitig in das Geschehen eingreifen.

Spannend wird das Projekt vor allem dann, wenn es zum Derby in Manchester und - in der Endphase der Champions League - zum Halbfinale zwischen München und Manchester United (oder Manchester City?) kommt. Dann will Guardiola zwischen den beiden Coaching-Zonen agieren und von jeder seiner Mannschaften einen Ballbesitzanteil von mindestens 80 Prozent verlangen. Damit er das Ziel erreicht, ist in Spielen zweier Guardiola-Mannschaften der Einsatz mehrerer Bälle vorgesehen. Die Spieler sollen zudem während der 90 Minuten nicht nur verschiedene Positionen innerhalb ihrer Mannschaft einnehmen, sondern auch innerhalb des gegnerischen Teams. Funktioniert das Ganze, will Guardiola ab 2017 auch noch die Trainerämter bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool übernehmen. Darüber hinaus ist nicht ausgeschlossen, dass er auch noch die Nationalmannschaft Gibraltars auf die Weltmeisterschaft 2030 einstimmt.

Über den Autor

Florian Hagemann schreibt die Fußball-Kolumne "An der Seitenlinie"

An der Seitenlinie ist eine Kolumne über den kleinen und großen Fußball, weil Fußball überall funktioniert. Florian Hagemann (40) ist Redakteur der HNA und macht das, was einem nicht ausreichend talentierten Fußballer bleibt, wenn er kein Schiedsrichter werden will: Er schreibt über Fußball. Immer montags erscheinen seine Beobachtungen an der Seitenlinie.

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