Schweizer nach Krankenhausbesuch

Blatter: "Ich war kurz davor, zu sterben"

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Wurde Anfang November wegen gesundheitlicher Probleme ins Krankenhaus eingeliefert: der suspendierte FIFA-Präsident Sepp Blatter.

Zürich - Der suspendierte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat zu Beginn des Monats aufgrund gesundheitlicher Probleme um sein Leben gefürchtet.

„Ich war kurz davor zu sterben. Ich war zwischen den Engeln, die gesungen haben, und dem Teufel, der das Feuer angezündet hat. Aber es waren die Engel, die gesungen haben“, sagte er in einem Interview des Schweizer Radio- und TV-Senders RTS, das am kommenden Mittwoch ausgestrahlt wird.

In dem Interview, aus dem einige Auszüge bereits vorab veröffentlicht wurden, bezeichnete der 79 Jahre alte Blatter den derzeit ebenfalls suspendierten UEFA-Präsidenten Michel Platini (60) als einen „ehrlichen Mann“. Auf die Frage, ob dieser auch ein guter FIFA-Präsident wäre, sollte er denn zur Wahl am 26. Februar 2016 zugelassen werden, antwortete der Schweizer: „Ja!“ Sollte Platini rechtzeitig zurückkommen, dann „wird er gewählt“, ergänzte Blatter.

Blatter war zu Beginn des Monats in ein Krankenhaus eingeliefert worden. „Der Druck war enorm“, berichtete er, „an einem bestimmten Punkt sagt der Körper: nein, genug ist genug.“ Gegen ihn läuft seit 24. September in der Schweiz ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Untreue und ungetreuen Geschäftsbesorgung. Am 8. Oktober wurden er und Platini von der FIFA-Ethikkommission für 90 Tage gesperrt, ihre Einsprüche wurden abgewiesen.

Es geht um eine Zahlung von umgerechnet 1,8 Millionen Euro von Blatter an Platini, deren angebliche Rechtmäßigkeit Blatter betonte. „Es gibt einen Vertrag ... auch in den FIFA-Regularien steht, dass ein Vertrag schriftlich oder mündlich abgeschlossen werden kann. Es ist ein mündlicher Vertrag, ein Arbeitsvertrag“, sagte er zu der Zahlung. Das Geld wurde 2011 überwiesen - fast zehn Jahre nach Abschluss der angeblichen Beratertätigkeit von Platini.

SID

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