SGE siegt dank Stendera erstmals seit 1987 in Hannover

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Marc Stendera dreht mit einem Doppelpack das Spiel für Frankfurt. Foto: Peter Steffen

Hannover (dpa) - Eintracht Frankfurt hat dank eines Doppelpacks von Marc Stendera erstmals seit mehr als 27 Jahren wieder in Hannover gewonnen.

Der hessische Fußball-Bundesligist siegte nach einer lange enttäuschenden Leistung 2:1 (0:0) bei den Niedersachsen, wo zuletzt im November 1987 ein Erfolg gelang. Durch den Dreier liegt die Eintracht nun vier Zähler vor den Hannoveranern.

Die Frankfurter gewannen vor 44 200 Zuschauern dank der Tore des erst 19 Jahre alten Stendera (57., 65). Für die Gastgeber traf Felix Klaus (51.). Eintracht-Trainer Armin Veh bleibt dadurch auch im siebten Duell mit 96-Coach Michael Frontzeck ungeschlagen.    

Das Publikum sah zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten. Beide Mannschaften agierten in der ersten Halbzeit äußerst vorsichtig und mieden jedes Risiko. Sicherheit hatte bei den Trainern offensichtlich Priorität. Lieber wurde der Ball nach hinten oder zur Seite gespielt als nach vorne. Erst nach der Pause und dem 96-Führungstreffer von Klaus änderte sich das Geschehen.

Bei den wenigen Offensivaktionen fielen Hannover und Frankfurt zunächst durch technische Unzulänglichkeiten auf. Selbst Hannovers Spielmacher Hiroshi Kiyotake verstolperte einige Bälle, ehe er später das 1:0 vorbereitete.

Spielerische Höhepunkte und Torchancen boten die Teams vor dem Wechsel überhaupt nicht, so dass die erste Halbzeit an Langeweile kaum zu überbieten war. Durch das Tor von Klaus nach Kiyotake-Pass wurde es dann deutlich unterhaltsamer.

Die Eintracht bot eine Woche nach dem 1:5-Desaster gegen Gladbach eine kompakte Vorstellung. Armin Veh hatte die Mannschaft dafür gleich auf vier Positionen verändert und auch die taktische Aufstellung geändert. Marc Stendera lief als zweiter Sechser neben Stefan Reinartz auf und glänzte später mit seinen Toren.

Als Kiyotake kurz nach dem Seitenwechsel zu einem Dribbling im Strafraum ansetzte, schauten die Eintracht-Verteidiger allerdings nur zu. Von dem Schock erholten sich die Frankfurter freilich schnell.  

Die zuletzt verbesserte 96-Defensive, die gegen Bremen und Köln ohne Gegentreffer blieb, hatte gegen Frankfurt lange Zeit überhaupt nichts zu tun. Mit dem Japaner Hiroki Sakai für den verletzten Oliver Sorg als Rechtsverteidiger stand die Defensive sicher, bis sie beim Ausgleich durch Stendera nach Ablage von Alexander Meier erstmals schlecht aussah - vor allem der ausgetanzte Salif Sane. Den zweiten Treffer des Frankfurter Mittelfeldspielers bereitete Constant Djakpa vor.

Hannovers zuletzt überragender Torwart Ron-Robert Zieler verlebte bei einem ganz besonderen Spiel einen frustrierenden Nachmittag: Zieler stellte mit dem 152. Spiele in Folge den Vereinsrekord von Heinz-Josef Hellingrath ein und kassierte dabei völlig unnötige Treffer.

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