Sieben Thesen vor dem Bundesliga-Start

Spannende Spitze, talentierte Neue: Sieben Thesen vor dem Bundesliga-Start

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Talentiert: Christopher Nkunku.

Nach dem Pokal ist vor der Bundesliga: Am Freitag startet die neue Saison mit der Partie der Bayern gegen Hertha BSC - sieben Thesen.

Wer wird Meister, wer steigt ab? Was wird ein Aufreger-Thema und protestieren die Fans weiterhin? Wir stellen sieben Thesen auf, die wir dann am Ende der Spielzeit überprüfen.

These 1: Für die Bayern wird es noch enger im Kampf um den Titel. Klar, die Münchner haben einen überragenden Kader. Aber reicht der auch in der Breite, um die Belastung in drei Wettbewerben wegzustecken? Dortmund hat mit Mats Hummels, Thorgan Hazard, Nico Schulz und Julian Brandt mächtig aufgerüstet, auch Leverkusen verpflichtete mit Kerem Demirbay, Nadiem Amiri und Moussa Diaby drei echte Kracher. Die Konkurrenz für den FC Bayern ist nicht kleiner geworden.

These 2: Die Aufsteiger werden es schwer haben. Mit dem 1. FC Köln, dem SC Paderborn und Union Berlin haben es gleich drei Teams aus der 2. Liga ins Fußball-Oberhaus geschafft. Die Erfahrung der Vergangenheit zeigt, dass die Diskrepanz zwischen Klassenerhalt und gefährdeter Zone immer größer geworden ist. Auch wenn die erste Runde im DFB-Pokal kein wirklicher Gradmesser ist, so zitterten sich Köln und Paderborn erst nach Elfmeterschießen weiter. Union hingegen siegte 6:0 und setzt bei seiner Transferpolitik vor allem auf viel Bundesliga-Erfahrung.

These 3: Es wird kein Ende der Diskussionen bei strittigen Entscheidungen geben. Irgendwann hat der Videobeweis ja ganz ordentlich funktioniert, so richtig gewöhnen will sich der eingefleischte Fußballfan daran aber nicht. Zwar wurde zuletzt die Handspielregel noch einmal reformiert, trotzdem wird wie auch bei Elfmeter-Situationen genug Gesprächsstoff für Stammtische übrig bleiben.

Neuer Coach: Oliver Glasner. 

These 4: Es wird wieder mehr Trainerwechsel als in der vergangenen Saison geben.Sechs Vereine tauschten in der Spielzeit 2018/19 ihren Coach aus, Stuttgart sogar zweimal. Ab Freitag debütieren mit David Wagner (Schalke), Marco Rose (Mönchengladbach), Ante Covic (Hertha BSC), Alfred Schreuder (Hoffenheim), Oliver Glasner (Wolfsburg), Achim Beierlorzer (Köln), Steffen Baumgart (Paderborn) und Urs Fischer (Union Berlin) gleich acht neue Trainer in der Eliteklasse des deutschen Fußballs. Nicht jeder von ihnen wird die nötige Eingewöhnungszeit bekommen.

These 5: Die Fans werden weiterhin lautstark ihre Meinung verkünden.Es ist ja die Entwicklung des Fußballs allgemein, die vielen Anhängern sauer aufstößt. Die stetige Kommerzialisierung, die Abkehr von der Basis, die TV-Freundlich- und Fan-Unfreundlichkeit. Mit der Abschaffung der Montagsspiele ab 2021 gab es einen ersten Teilerfolg. Aber die eben genannten Themen bieten noch genug Platz für Proteste. Und nicht nur zuletzt wie die der Schalker gegen den eigenen Vereinsboss Tönnies sind diese oft angebracht.

These 6: Die Bundesliga wird wieder einige Sterne aufgehen sehen.Deutschland bleibt Entwicklungsland für junge Fußballer. Thuram von Gladbach, Nkunku von Leipzig und der bereits genannte Diaby von Leverkusen – sie könnten Spaß machen.

These 7: Auf dem Transfermarkt wird es noch rundgehen. Bis zum 2. September haben die Teams Zeit, Spieler zu verpflichten. Und nicht nur die Bayern werden noch zuschlagen. Auch Frankfurt ist zum Beispiel auf Stürmersuche. In drei Wochen werden einige neue Gesichter in der Bundesliga zu sehen sein.

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