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Vom dritten zum einzigen Innenverteidiger: Marvin Friedrich zeigt, wie schnell es gehen kann

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Von: Maximilian Bülau

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Marvin Friedrich.
Saß zuletzt viel auf der Bank, wird jetzt aber gebraucht: Gladbachs Verteidiger Marvin Friedrich. © Imago/fohlenfoto

Wie schnelllebig der Profifußball ist, hat Marvin Friedrich gerade am eigenen Leib erfahren. Seit dem Wechsel des 26 Jahre alten Innenverteidigers, der aus dem nordhessischen Guxhagen stammt, von Union Berlin zu Borussia Mönchengladbach im Winter wurde er immer wieder zurückgeworfen.

Erst stoppte ihn ein grippaler Infekt, dann die zweite Coronainfektion innerhalb weniger Monate. In der Sommervorbereitung bremste ihn nun ein Muskelfaserriss aus.

Und so schnell kann es gehen: Der neue Gladbacher Trainer Daniel Farke stellte Nico Elvedi in Friedrichs Abwesenheit die eigentlich fürs Mittelfeld vorgesehene Neuverpflichtung Ko Itakura an die Seite. Die Fohlen blieben in der Bundesliga viermal in Folge ungeschlagen, trotzten den Bayern ein 1:1 ab – kein Grund also für den Coach, etwas umzustellen. Friedrich kam gegen Schalke (2:2), Hertha (1:0) und München (1:1) nur zu Kurzeinsätzen und 16 Minuten Spielzeit.

Aber so schnell kann es gehen: Auch gegen Mainz saß Friedrich am Sonntagabend zunächst auf der Bank. Zur Pause wurde er für Elvedi eingewechselt, der einen Tritt aufs Sprunggelenk bekommen hatte. In der 53. Minute musste dann auch Itakura vom Feld – Rote Karte nach einer Notbremse. Aus dem dritten Innenverteidiger Friedrich wurde plötzlich der einzige Innenverteidiger Friedrich. Der konnte die erste Saisonniederlage in Unterzahl dann aber auch nicht verhindern. Aaron Martin erzielte das einzige Tor des Spiels für Mainz (55.).

Bei Elvedi ist offen, wie lange er ausfallen wird. Bei Itakura ist klar, dass er wohl mindestens zwei Partien gesperrt fehlen wird. Heißt: Marvin Friedrich kann sich ziemlich sicher sein, dass er in den kommenden Wochen in der Startelf steht. Und so schnell kann es gehen: Sollte er überzeugen, dann muss demnächst vielleicht ein anderer auf der Bank Platz nehmen, vielleicht zieht Farke Itakura auch weiter nach vorn ins Mittelfeld.

Auf jeden Fall zeigt die Situation von Friedrich in Mönchengladbach, wie schnell sich die Voraussetzungen im Profifußball ändern können. Das hat auch der Kasseler Niklas Schmidt erlebt, der bei Bremens 2:0-Sieg gegen Bochum erstmals in der Bundesliga für Werder in der Startelf zu finden war – und häufig vor dem Abschied stand. (Maximilian Bülau)

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