Wegen Ätz-Tweet

Brasilien-Weltmeister kontert Toni Kroos-Tweet

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Frustriert: Brasiliens Fernandinho im WM-Halbfinale gegen Deutschland.

München - Was als Gag geplant war, schlug hohe Wellen: An Neujahr postete Toni Kroos ein süffisantes Bild - und wurde dafür kritisiert. Jetzt kontert ein brasilianischer Weltmeister.

Es hatte eine nicht ganz ernst gemeinte Spitze gegen Mitspieler Marcelo sein sollen und löste einen riesigen Shitstorm aus: Reals Madrids Mittelfeldstar Toni Kroos postete am Neujahrstag dieses Foto bei Twitter:

Natürlich bezieht sich der Tweet auf die Niederlage Brasiliens im WM-Halbfinale gegen Deutschland. Damals, im Juli 2014, setzte es für den Gastgeber eine herbe 1:7 Klatsche - ein ganzes Volk trauerte und Deutschland wurde schließlich Weltmeister.

Kredit verspielt?

Das deutsche Team erntete damals dennoch Applaus. Der Grund: Brasilianische Spieler und Funktionäre lobten das Verhalten der deutschen Mannschaft während und nach dem Spiel.

Jetzt aber der Kroos-Tweet. Verspielt er damit den Kredit, den sich die Mannschaft erspielte? Denn: Ersetzt man die Flaggen beider Länder durch die Tore, die sie im WM-Halbfinale erzielten, heißt es: „Feliz 2017!!“, was so viel heißt, wie „frohes 2017“ - ein fieser Neujahrsgruß.

Weltmeister Ronaldo kontert

Den Post von Kroos konnte einer nicht auf sich sitzen lassen: Ronaldo, der Weltmeister von 2002. Sie erinnern sich: Damals besiegten die Brasilianer Deutschland im Finale mit 2:0. Doppel-Torschütze damals: Ronaldo. Ebenjener Ronaldo postete dieses Foto auf Facebook: 

Ersetzt man hier die beiden Flaggen durch die Anzahl der erzielten Treffer kommt ebenfalls das 2:0 von damals heraus. Dazu schrieb Ronaldo süffisant: „Auf Aufforderung... FROHES NEUES JAHR, Toni Kroos.“

Teamkollege Marcelo reagiert verschnupft

Weniger humorvoll nahm Kroos-Kollege Marcelo dessen Botschaft auf. Er setzte diesen Tweet wenige Stunden später ab:

Zu Beachten: Respeto, also Respekt in Versalien geschrieben - ergänzt um fünf (!) Brasilien-Flaggen. 

Kroos rudert zurück

Kroos selber hat offenbar eingesehen, dass sein Tweet etwas über das Ziel hinaus schoss. Er ruderte zurück: „Sehr viel Aufmerksamkeit für einen kleinen Witz“, twitterte der 26-jährige Ex-Bayer schließlich.

mae

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