1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Besonderer Auftakt für Labbadia und Streich: Spiel eins hier, Spiel 420 da

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Bruno Labbadia.
Wieder mal neu dabei, schon lange dabei: Für die beiden Trainer Bruno Labbadia (links) und Christian Streich war der erste Spieltag im Jahr 2023 ein besonderer in der Fußball-Bundesliga. © Imago/Eibner

Der eine verteilte Komplimente, der andere stellte klar, dass seine Mannschaft chancenlos gewesen sei: Für die beiden Trainer Bruno Labbadia und Christian Streich war dieser 16. Spieltag in der Fußball-Bundesliga, der erste nach mehr als zweimonatiger Pause, kein ganz gewöhnlicher.

Bei Labbadia lag das nicht am 1:1 (1:1) seines VfB Stuttgart zuhause gegen den FSV Mainz 05. Nach dem Führungstreffer durch Serhou Guirassy hatte der 56-Jährige noch ausgelassen gejubelt. (36.). Nur vier Minuten später stand es aber 1:1, nachdem Naouirou Ahamada den Mainzer Leandro Barreiro im Strafraum gefoult hatte, Marcus Ingvartsen vom Punkt die Nerven behielt. Nein, für Coach Labbadia war es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte in Baden-Württemberg nach beinahe zehn Jahren. Im Sommer 2013 hatte der gebürtige Darmstädter den VfB nach zweieinhalb Jahren und 119 Partien verlassen.

Einmal führte Labbadia die Schwaben damals ins internationale Geschäft. Viel interessanter aber: Nach seinem Abgang ging es beim VfB immer weiter bergab – bis hin zum Abstieg 2016. Doch bei keinem Klub blieb Labbadia bis heute länger als damals in Stuttgart (119 Partien). Weder davor bei seinen Stationen in Darmstadt, Fürth, Leverkusen und Hamburg. Und auch danach nicht bei der Rückkehr nach Hamburg, in Wolfsburg oder bei Hertha BSC. Bis heute gilt: Er ist wohl einer der unterschätztesten Übungsleiter. Besser wurden die Vereine selten, wenn er ging. Nun hofft der VfB auf seine Qualität im Abstiegskampf. Mit dem 1:1 zum Debüt war der Trainer jedenfalls durchaus zufrieden.

Ganz anders sah die Gefühlslage bei Freiburgs Streich aus. Der steht seit mittlerweile 420 Spielen beim SC Freiburg an der Seitenlinie, erstmals am 21. Januar 2012 – also auf den Tag genau elf Jahre vor dem Gastspiel in Wolfsburg am vergangenen Samstag. Damals, 2012, gab es ein 1:0 gegen Augsburg für die Freiburger. Elf Jahre später setzte es in Niedersachsen beim 0:6 die höchste Niederlage seiner Amtszeit. Der 57-Jährige meinte hinterher am TV-Mikrofon: „Am besten sage ich nichts, dann sage ich nichts Falsches.“ (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare