Ausgeglichen wie lange nicht

Start der 2. Liga: Aufstiegsanwärter im Check

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Trainer Maik Walpurgis will mit dem FC Ingolstadt schnell wieder zurück in die erste Liga. Foto: Armin Weigel

Wer absteigt, will auch wieder hoch: Der FC Ingolstadt und Darmstadt 98 starten mit klaren Vorstellung in die nächste Zweitliga-Saison. Doch auch dem Vorjahres-Dritten Braunschweig und weiteren Clubs wird der Aufstieg zugetraut.

Berlin (dpa) - Ausgeglichen wie lange nicht startet die 2. Fußball-Bundesliga in ihre neue Saison. Neben den Absteigern FC Ingolstadt und SV Darmstadt 98 zählen auch eine Reihe weiterer Clubs zu den möglichen Aufstiegsanwärtern.

Ein Blick auf die Vereine mit den vermeintlich größten Chancen:

FC INGOLSTADT: Wie schnell gewöhnt sich der Absteiger wirklich an das neue Umfeld 2. Bundesliga? Das ist eine große Sorge von Trainer Maik Walpurgis. "In den letzten Jahren hat man gesehen, wie schwer es Absteiger haben, auch mental anzukommen", mahnte der 43-Jährige. Die Schanzer wollen aber sofort zurück. Der Kader um Romain Brégerie oder Dario Lezcano verfügt über Qualität. Speziell im Mittelfeld konnte eine Stütze wie Almog Cohen jedoch verletzungsbedingt nur Teile der Vorbereitung mitmachen. In der Offensive muss der FCI noch mehr Durchschlagskraft entwickeln.

EINTRACHT BRAUNSCHWEIG: Nach dem verpassten Aufstieg in den Relegationsspielen gegen den VfL Wolfsburg haben die Braunschweiger ruhig weitergearbeitet. Das Duo mit Trainer Torsten Lieberknecht und Manager Marc Arnold hat wenig im Kader geändert und gerade einmal vier neue Spieler geholt. Die Braunschweiger werden von der Konkurrenz wieder weit oben erwartet, sind selber aber zurückhaltend. "Viele Mannschaften lassen sich nicht richtig einschätzen, da müssen erst ein paar Spieltage absolviert werden", sagte Lieberknecht.

1. FC UNION BERLIN: Nach der besten Saison seiner Zweitliga-Geschichte mit Rang vier ist die Euphorie bei Union groß. Präsident Dirk Zingler spricht offen vom Ziel Aufstieg, der "nächste Schritt" soll ein Platz unter den Top-Drei sein. Auch der geplante Ausbau des Stadions An der Alten Försterei bis 2020 zur 37 000-Zuschauer-Arena zeigt die Ambitionen. Der Kader von Coach Jens Keller erscheint breiter als in der Vorsaison. Offensiv soll der frühere Dresdner Akaki Gogia für Gefahr sorgen, vom SC Freiburg wurde der erfahrene Marc Torrejon für die Innenverteidigung geholt.

SV DARMSTADT 98: Der frühere Bayern-Profi Hamit Altintop im zentralen Mittelfeld, Weltmeister Kevin Großkreutz auf dem Flügel, Profis wie Jan Rosenthal und Peter Niemeyer im Team: Für Zweitliga-Verhältnisse ist der Darmstädter Kader sehr prominent besetzt. Besser sogar als im vergangenen Bundesliga-Jahr, sagen viele. Vom direkten Wiederaufstieg spricht aber zumindest bei den "Lilien" niemand. "Man darf nicht vergessen, dass Darmstadt noch vor vier Jahren in der Dritten Liga gespielt hat", sagte der nicht minder prominente Trainer Torsten Frings dem HR. "Viele Vereine haben einen jahrelangen Vorsprung, was das Finanzielle oder die Infrastruktur und das Stadion betrifft."

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