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„Ziele fahrlässig in Gefahr gebracht“: Stefan Effenberg kritisiert Manuel Neuer scharf

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Von: Antonio José Riether

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Der Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg richtet deutliche Worte an Manuel Neuer, der sich in seinem Urlaub schwer verletzt hatte und die restliche Saison ausfällt.

München - Am kommenden Dienstag startet der FC Bayern in die Vorbereitung auf die Rückrunde, ehe es am 6. Januar ins Trainingslager nach Katar geht. Manuel Neuer, der sich am 9. Dezember beim Skitourengehen einen Unterschenkelbruch zuzog, bleibt selbstverständlich daheim und wird nach seiner Operation an seinem Comeback arbeiten. Nach vielen Genesungswünschen für den Bayern-Kapitän richtete sich Ex-Bayern-Profi Stefan Effenberg mit einer Standpauke gegen Neuer, wie tz.de berichtet.

Name: Stefan Effenberg
Geboren: 2. August 1968 in Hamburg
Profi-Stationen: Borussia Mönchengladbach, FC Bayern, FC Florenz, Al-Arabi SC
Pflichtspiele für den FC Bayern: 234 (48 Tore, 51 Assists)
Länderspiele: 35 (5 Tore)

Stefan Effenberg: Meisterschaft noch nicht entschieden – wegen Verletzungen beim FC Bayern

In seiner Kolumne bei t-online fasste der 54-jährige ehemalige Nationalspieler die bisherige Spielzeit zusammen und gab einen Ausblick auf das, was die Bundesliga-Fans in der zweiten Saisonhälfte erwarten könnte. Effenberg sprach von einer „spannenden Restsaison“, auf die sich die Zuschauer freuen können.

„Der Kampf um die Meisterschaft ist noch lange nicht entschieden“, so die These des gebürtigen Hamburgers, der vor allem Verletzungen bei den Münchnern für diese Ausgangslage verantwortlich macht. „Die Ausfälle von Manuel Neuer, Lucas Hernández und Sadio Mané stellen die Bayern nämlich vor große Probleme. Ihre Saisonziele sind damit gefährdet“, stellt der 234-fache Bayern-Spieler fest.

Stefan Effenberg kritisiert Manuel Neuer hart: „Hat die Ziele des FC Bayern in Gefahr gebracht“

Besonders auf Neuer schießt sich „Effe“ ein und kritisiert den Kapitän der deutschen Nationalelf scharf für dessen folgenschweren Skiausflug. „Neuers Ausfall ist eine Riesenbaustelle, die sie schließen müssen. Er hat die Ziele des FC Bayern fahrlässig in Gefahr gebracht“, so das harte Urteil von Effenberg.

Dieser denkt auch an die Arbeit, die nach Neuers Verletzung auf seine ehemaligen Mitspieler Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn zukommt. „Für die Verantwortlichen um Salihamidzic und Kahn ist das nicht weniger als die größte Herausforderung, seit sie im Amt sind, weil die Verletzung unvorhergesehen kam“, meint Effenberg und ergänzt: „Da müssen sie jetzt schnell die passenden Antworten geben.“

Manuel Neuer fällt nach seinem Ski-Unfall für die restliche Saison aus. Stefan Effenberg kritisierte den Bayern-Kapitän dafür deutlich.
Manuel Neuer fällt nach seinem Ski-Unfall für die restliche Saison aus. Stefan Effenberg kritisierte den Bayern-Kapitän dafür deutlich. © Matthias Koch/Sven Simon/imago

Für Stefan Effenberg ist der FC Bayern „einer der größten Verlierer der WM“

Seit dem Schock um Leistungsträger Neuer sind die Bayern-Verantwortlichen seit Wochen auf der Suche nach einem geeigneten Torwart. Zuletzt gab es einen Korb des derzeit verliehenen Alexander Nübel, auch Mönchengladbach-Keeper Yann Sommer soll eine ernsthafte Option sein.

Für Effenberg ist der FC Bayern „insgesamt einer der großen Verlierer der WM“, viele Akteure gingen ernüchtert aus dem Turnier. „Fast alle Spieler kommen enttäuscht aus Katar zurück: Die Deutschen sowieso, aber auch die Franzosen, die das Finale auf tragische Art und Weise verloren haben“, meint Effenberg. Die Reservisten wie Matthijs de Ligt, der Großteile der WM von der Ersatzbank verfolgte, erwähnt der ehemalige Paderborn-Coach nicht einmal.

Stefan Effenberg stand zweimal mit dem FC Bayern im Champions-League-Finale

Effenberg, der heute als Klubrepräsentant für den FC Bayern tätig ist, lief zwischen 1990 und 1992 und 1998 und 2002 für den deutschen Rekordmeister auf und holte neben drei Meisterschaften und einem Pokalsieg in der Saison 2000/2001 die Champions League. Im selben Jahr wurde er zu Europas Fußballer des Jahres gewählt.

Doch der „Tiger“ erlebte mit den Münchnern auch durchaus dunkle Kapitel, etwa das Champions-League-Finale 1999, in dem die Bayern ihre 1:0-Führung gegen Manchester United in den Schlussminuten aus der Hand gaben und verloren. (ajr)

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