Neue Vorwürfe

Sunday Times: Katar betrieb Sabotage gegen WM-Mitbewerber

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Das Khalifa International Stadium in Doha (Katar) aufgenommen am 04.01.2018.

Katar sieht sich erneut schweren Vorwürfen ausgesetzt. Eine Zeitung beruft sich auf Emails eines Whistleblowers.

London - Katar sieht sich erneut schweren Vorwürfen ausgesetzt. Nach einem Bericht der Sunday Times soll der Gastgeber der Fußball-WM 2022 bei seiner Bewerbung mit Geheimoperationen gezielt falsche Informationen über die Konkurrenten Australien und USA in Umlauf gebracht haben.

Die Zeitung beruft sich auf Emails eines Whistleblowers. Daraus soll hervorgehen, dass Katar eine PR-Firma und frühere CIA-Agenten engagiert hatte, um seine Gegenkandidaten zu sabotieren. Diese sollten etwa verbreiten, dass die Bewerbungen keine Unterstützung in ihren Ländern hätten.

Katar will von derlei Praktiken nichts wissen. "Das Supreme Committee weist alle Vorwürfe der Sunday Times zurück. Wir haben alle FIFA-Regeln im Rahmen der Bewerbung eingehalten", hieß es in einer Stellungnahme. Der Whistleblower soll an der Bewerbungskampagne Katars beteiligt gewesen sein.

Der Weltverband FIFA verwies auf die eigene und längst abgeschlossene Ermittlung durch den US-Anwalt Michael Garcia, im Zuge derer Katar vom Korruptionsvorwurf freigesprochen worden war. Ob die vermeintlich neuen Anschuldigungen da schon bekannt waren, blieb zunächst offen. Zudem verwies die FIFA auf das Meldesystem, wo potenzielle Verstöße gegen den Ethikkodex anonym angezeigt werden können.

Die Vergabe der WM 2022 bleibt dennoch höchst umstritten. Seit der Entscheidung des Exekutiv-Komitees der FIFA am 2. Dezember 2010 in Zürich hat es in regelmäßigen Abständen teilweise eindeutige Anzeichen für das Fehlverhalten der damaligen Wahlleute im Exko gegeben.

sid

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