Fußball-Bundesliga: Hannover nach 1:2 in Hamburg 2015 weiter sieglos

96 taumelt dem Keller entgegen

Strafstoß: Hamburgs Slobodan Rajkovic (oben) und Hannovers Salif Sane im Zweikampf, der zum Elfmeter für Hannover führt. Foto: dpa

Hamburg. Er war am Ende die tragische Figur, brachte den 2:1 (1:0)-Sieg für den Hamburger SV im Nordderby gegen Hannover 96 auf den Weg. Kurioserweise aber spielt Marcelo nicht für die Hamburger, sondern erzielte mit einem Eigentor das 0:1 (26.) für die Gastgeber, als er eine Flanke von Zoltan Stieber unhaltbar für seinen Torwart Ron-Robert Zieler als Bogenlampe abfälschte, und fälschte beim 0:2 (50.) einen eher harmlosen 25 m-Schuss von Marcell Jansen ebenfalls unhaltbar für Zieler ins eigene Tor ab.

Gleichwohl wollten 96-Trainer Tayfun Korkut und auch Sportdirektor Dirk Dufner nicht den Stab über den Innenverteidiger brechen. „Damit muss Marcelo leben, das gehört zum Fußball dazu. Er ist stark genug im Kopf“, meinte Korkut. Und Dufner: „Niemand wird ihm einen Vorwurf machen.“ Unglücklich zudem, dass Schiedsrichter Manuel Gräfe vor dem 0:2 noch ein klares Foulspiel an Manuel Schmiedebach übersah. Möglicher Trost für die 96er: Das Pech müsste nun aber endgültig verbraucht sein.

Joselu verschießt Elfer

Allerdings müssen sich die Gäste aus der niedersächsischen Landeshauptstadt selbstkritisch hinterfragen, was denn gewesen wäre, wäre Joselu in der 23. Minute mit einem Foulelfmeter nicht an HSV-Keeper Jaroslav Drobny gescheitert. So wie schon beim 0:1 vor einer Woche gegen Schalke 04 wurde den Hannoveranern auch gegen den HSV eine starke Leistung bescheinigt. „In der ersten Halbzeit war 96 die klar bessere Mannschaft“, gab denn auch Jansen zu. Aber auch nach dem Wechsel spielten die Hannoveraner weiter nach vorn. Doch nur ein Mal konnten sie den starken Drobny überwinden. Nachdem Marcelo einen Kopfball an den Querbalken gesetzt hatte, schaffte der eingewechselte Artur Sobiech im Nachsetzen ebenfalls per Kopf den 1:2-Anschlusstreffer. Und in der Schlussminute setzte 96-Kapitän Lars Stindl einen Freistoß an den Außenpfosten.

„Wir haben ein Ergebnisproblem. Wir hätten weder gegen Schalke noch gegen den HSV verlieren müssen“, meinte 96-Boss Martin Kind. Fakt aber ist, dass Hannover in diesem Jahr in drei Spielen lediglich einen Punkt beim 1:1 gegen den FSV Mainz 05 geholt hat

Seit dem elften Spieltag läuft es gleichwohl bei den Roten nicht mehr. Nur der SC Paderborn, nächster Gegner der 96er am kommenden Sonntag, ist schlechter. (wg/gsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.