Neuer Vertrag bis 2023

Thomas Müller: Der Typ mit den Storchenbeinen verlängert

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So kennen ihn die Fans: Im November 2019 reagiert Münchens Thomas Müller nach einem Foul etwas ungehalten. 

Wer bei Google die Begriffe Thomas Müller und Sprüche eingibt, der bekommt zig Treffer angezeigt.

Über die Belastbarkeit seiner Beine sagte der Fußballer zum Beispiel: „Wo keine Muskeln sind, kannst du dir auch nicht wehtun.“ Ein klassischer Müller. Nun steht fest, dass der Typ mit den Storchenbeinen noch mindestens drei Jahre für den FC Bayern München aktiv sein wird. Der 30-Jährige verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2023.

Damit besteht die Hoffnung, dass der Weltmeister von 2014 noch viele Schenkelklopfer hinausposaunt. Müller und die Mikrofone – das hat stets hohen Unterhaltungswert. Der Wortwitz und die Fähigkeit, sich selbst auf die Schippe zu nehmen, haben Müller auch fernab der Säbener Straße hohe Popularität verschafft.

Hinzu kommt die grundsolide Ehe mit Jugendfreundin Lisa und überhaupt seine bodenständige Art, die eine erfrischende Abwechslung in der glamourösen Fußballwelt bieten. Und erst sein Spielstil. Kein Schnickschnack, keine Kabinettstückchen. Nein, Müller steht für ehrlichen Fußball, für Zielstrebigkeit und Einsatz. Dass bei ihm alles manchmal etwas unorthodox aussieht – geschenkt. Mit diesen Eigenschaften erobert er die Herzen der Fußballfans. „Langsam habe ich das Gefühl, dass ich mit meinem linken Fuß mehr anfangen kann, als nur Bier zu holen.“ Wer solche Sätze sagt, muss sich um die eigene Beliebtheit keine Sorgen machen.

Der Spruch allerdings, der einem als Erstes in Bezug auf Müller in den Sinn kommt, stammt gar nicht von ihm, sondern von Louis van Gaal. Der einstige Förderer prägt jenen Satz, der zu einer Redensart wird: Müller spielt immer. Denn auch bei späteren Trainern ist der Angreifer gesetzt. In der Nationalmannschaft bringt er es auf 100 Einsätze und 38 Tore. Für die Bayern, zu denen er 2000 im Alter von zehn Jahren stößt, absolviert er bis heute 521 Pflichtspiele. Seit 2009 spielt Müller bei den Profis und hat 195 Treffer auf dem Konto. Müller wächst in München zur Identifikationsfigur.

Aber er muss Rückschläge wegstecken. Joachim Löw streicht Müller aus dem DFB-Team, und unter Nico Kovac kommt der, der eigentlich immer spielt, kaum noch zum Einsatz. Statt Lausbubencharme zu versprühen, erzeugt der Vollblutprofi fast schon Mitleid. Doch er übersteht die schwierigste Phase seiner Karriere. Unter Hansi Flick blüht er wieder auf. Und da der Trainer kurz zuvor ebenfalls bis 2023 verlängert hat, sieht es für Müller auch in Zukunft bei seinem FC Bayern gar nicht schlecht aus.

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