Tischfußball-EM nimmt Fahrt auf 

Erster Sieg:  Deutschland hält dem Druck stand

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Die Gruppe A: (von links) Jan-Niklas Falkenhain (Italien), Peter Stohler (Schweiz), Wayne Thomas (Wales) und Enver Gül (Türkei).

Deutschland hat bei der Tischfußball-Europameisterschaft in Kassel den ersten Sieg eingefahren – und damit ein frühes Ausscheiden erst einmal abgewendet.

Thorsten Schönewolf landete gegen Portugal, gespielt von Udo Maikranz, einen 2:1-Sieg und steht in der Gruppe F vor einem Endspiel gegen Island.

Dabei hatte das zweite Gruppenspiel für Deutschland nicht gut begonnen. „Diesmal will ich von Beginn an hellwach sein“, hatte Schönewolf angekündigt. Doch wie schon bei der Auftakt-Niederlage gegen Frankreich geriet der 47-Jährige schnell in Rückstand. Die Folge: Satz eins ging mit 5:3 an Portugal. „Dumme Gegentore“, ärgerte sich Schönewolf.

Doch mit der Bärenruhe, die den Innenverteidiger auch bei Abwehrschlachten wie dem 1:0-Aufstiegstriumph mit seinem KSV Hessen Kassel beim FSV Frankfurt auszeichnete, hielt Schönewolf dem jetzt schon immensen Druck stand. Obwohl Maikranz, der sich am Kickertisch für die entgangene Portugal-Rundreise entschädigen möchte, verbissen Widerstand leistete, setzen sich Deutschlands Offensiv-Qualitäten durch. Nach dem letztlich souveränen 5:2, 5:1 jubelte Schönewolf: „Mitte des zweiten Satzes war ich zuversichtlich, dass ich das Ding drehe, und gewinne.“

Island - Frankreich 2:5, 3:5

Im zweiten Spiel der Gruppe landete Favorit Frankreich seinen zweiten Sieg. Island mit Jan Purkert aus Udenhausen tat aber das, was er angekündigt hatte: „Ich bin hier der Außenseiter, gebe aber alles.“ Die Partie blieb so immer packend. Doch gegen den turniererfahren Detlef Ronnenberg (Northeim) blieb die Hoffnung auf eine Überraschung unerfüllt. Frankreich setzte sich mit dem zweiten Sieg an die Tabellenspitze.

GRUPPE A

Die erste Entscheidung ist gefallen: Mit drei Siegen ist Italien in das Achtelfinale gestürmt. Die Schweiz folgte als Gruppenzweiter, die Türkei darf noch hoffen.

Italien - Wales 5:0, 5:0

Eine Machtdemonstration der Italiener. Jan-Niklas Falkenhain feierte seinen dritten Sieg im dritten Spiel. Für Wayne Thomas und Wales ist dagegen das Aus nach drei Niederlagen besiegelt. Thomas: „Wales hat noch nie etwas gewonnen.“ Zumindest für diese Tischfußball-EM ist das absolut zutreffend.

Schweiz - Türkei 4:5, 5:3, 5:3

Ein umkämpftes Duell zwischen Peter Stohlers Schweiz und Enver Güls Türkei. Es ging um Platz zwei. Und es war zunächst eine Abwehrschlacht. Dann ging Gül 2:0 in Führung, Stohler drehte die Partie. 3:2 für die Schweiz. Dann 4:2. Doch Gül blieb cool und sicherte sich den ersten Satz mit 5:4. Doch Stohler blieb nervenstark und entschied die nächsten beiden Sätze mit 5:3 für sich.

Schweiz gegen die Türkei, da war doch mal was. In der WM-Qualifikation 2005 trafen beide Nationen in der Relegation aufeinander. Das Hinspiel gewannen die Schweizer 2:0, dann kam die Schande von Istanbul. Die Türken siegten im Rückspiel 4:2, dank der Auswärtstorregel durfte die Schweiz zur WM. Nach dem Spiel gab es Schlägereien zwischen Mitgliedern beider Teams.

GRUPPE E

Spanien - Polen 2:5, 0:5

Adrian Bravo-Sanchez, auf dem Platz die Lunge des KSV Hessen, ist von Beginn an atemlos gegen Florian Bittner (Polen). Klare Sache. 

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