Das Achtelfinale beginnt 

Tischfußball-EM: Kein gutes Wochenende für den Gastgeber

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Spannendes Duell: Ralf Geisel (links, Finnland) trat gegen Frank Ziemke (Portugal) an. 

Kassel – Der Gastgeber ist raus – und damit ist nicht Deutschland gemeint, das in Person von Thorsten Schönewolf erst morgen im Einsatz ist.

Bei der Tischfußball-EM unserer Zeitung sind am Wochenende gleich zwei – und damit die einzigen beiden – Mitarbeiter des Veranstalters ausgeschieden. In den ersten vier Achtelfinals setzten sich die Favoriten durch.

Italien - Ukraine 5:2, 5:2

Weiter: Jan-Niklas Falkenhain und Italien.

Veranstalter-Drama, erster Teil. Sportredakteur Max Bülau für die Ukraine war gegen Italien ohne Chance, schwankte zudem zwischen Fairnesspreis und schlechter Verlierer. Bei 1:3 im ersten Satz spielte Bülau den Ball zu Jan-Niklas Falkenhains Italien zurück, dem die Kugel beim Anstoß versprungen war. Nach der glatten Niederlage, bei der Italien mit seiner Mittelreihe glänzte, schimpfte Bülau scherzhaft: „Der kann´s nur mit der Mitte.“ Falkenhain konnterte gelassen: „Den Sturm habe ich ja nicht gebraucht.“

Schweiz - Belgien 0:5, 0:5

Weil hier zwei Gruppenzweite aufeinandertrafen, war allgemein ein spannendes Duell erwartet worden. Dem war aber nicht so. Björn Sauers Belgier ließen Peter Stohlers Schweizern keine Chance – und gönnten ihnen nicht einmal einen Treffer. Etwas offen war diese Partie nur zweimal: Nachdem Sauer das schnelle 1:0 gemacht hatte, dauerte es lange, bis er den zweiten Treffer nachlegte. Dann sprudelten die Tore aber – bis zum 4:0 im zweiten Satz. Und wieder dauerte es, bis der Viertelfinal-Einzug perfekt war.

Finnland - Portugal 3:5, 5:2, 5:3

Klarer Favorit in diesem Duell war Ralf Geisel/Finnland, der als Vereinsspieler in jedem Duell seine Vorteile haben sollte. Noch dazu sprang Sportredakteur Frank Ziemke kurzfristig für den angeschlagenen Udo Maikranz/Portugal ein. Deutliche Sache also? Ziemke gab sich vorab jedenfalls nicht geschlagen, ging morgens extra noch ins Fitnessstudio. Auch die Verbindung zu Portugal war durch einige Urlaube da. Und: Ziemkes Frau schwärmte früher für Luis Figo. Zu Beginn sah es dann so aus, als würde er in seinem Gegner Figo sehen. Mit schnellem Umschalten überraschte er Geisel und nahm dem Favoriten den ersten Satz im Turnier überhaupt ab.

Geisel war sichtlich nervös, stellte dann aber seine Schusstechnik um. Immer wieder überwand er nun mit dem sogenannten „Jet“ Ziemkes Torhüter. Mit etwas Glück hätte dem trotzdem eine Überraschung gelingen können. Letztendlich setzte sich Geisel aber durch.

Niederlande - Spanien 5:1,5:1

Weiter: Michael Lattemann und die Niederlande.

Was in der Realität durchaus zu einem Endspiel getaugt hätte – und 2010 ja auch das Finale der WM war – entpuppte sich am Kicker als einseitige Angelegenheit. Michael Lattemanns Niederländer siegten gegen Spanien und Adrian Bravo Sanchez klar. Spaß hatten aber trotzdem beide. Lattemann: „Du spielst beim KSV Hessen? Ich bin Baunataler. Da weißt du Bescheid.“ Bravo Sanchez: „Verdammt, ich kann dich nicht umhauen.“

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