Trainerwechsel bei Juve: Zaccheroni ersetzt "Rocky" Ferrara

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Alberto Zaccheroni übernimmt

Turin - Ciro Ferrara ist Vergangenheit, Alberto Zaccheroni die Gegenwart und Rafael Benitez die Zukunft des italienischen Fußball-Rekordmeisters Juventus Turin.

Nach der schwarzen Serie von neun Niederlagen in den letzten 12 Spielen hat Juve am Freitag den jungen Ferrara von seinem Traineramt entbunden und Routinier Zaccheroni als Übergangs-Coach verpflichtet. Im Sommer soll dann Wunschkandidat Benitez vom FC Liverpool geholt werden. 

Für den Posten des Interimstrainers bekam Zaccheroni den Vorzug vor dem zunächst favorisierten ehemaligen U-21-Nationaltrainer Claudio Gentile. Dem früheren Juve-Star fehle die Club-Erfahrung, hieß es in Turin. Diese bringt der 56-jährige Zaccheroni dagegen zu Genüge mit: “Zac“ hatte den AC Mailand mit Oliver Bierhoff im Sturm 1999 zur Meisterschaft geführt und zuvor erfolgreich bei Udinese Calcio gearbeitet. Außerdem trainierte er den Top-Club Lazio Rom. Seit seiner Entlassung beim AC Turin vor drei Jahren hatte Zaccheroni allerdings kein Team mehr geführt.

In Turin steht der ruhige Trainer vor einer schwierige Aufgabe: Die vom Verletzungspech verfolgte Mannschaft ist verunsichert. Im Dezember war Turin mit einer bitteren 1:4-Heimpleite gegen Bayern München aus der Champions League geflogen. Am Donnerstagabend schied Juve dann auch noch mit einer 1:2-Viertelfinalniederlage gegen Inter Mailand aus dem italienischen Pokal aus. Damit hat Turin alle Titelchancen verspielt. In der Serie A ist Juve mit einem Rückstand von 13 Punkten auf Spitzenreiter Inter Mailand auf Platz sechs abgestürzt. Zaccheroni soll nun wenigstens den Einzug in die Champions League sichern.

Champions-League: Das sind die erfolgreichsten Mannschaften

Champions-League Rekordhalter
Platz 6: Der FC Porto mit zwei Finalsiegen (1987, 2004). © dpa
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Ebenfalls Platz 6: Juventus Turin mit zwei Finalerfolgen (1985, 1996). © dpa
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Ebenfalls Platz 6: Nottingham Forest. Der Verein gewann den Titel „Europapokal der Landesmeister“ zweimal hintereinander (1979, 1980). Heute spielt Forest in der zweiten englischen Liga. Auf dem Bild ist Bayern-Spieler Jürgen Klinsmann zwischen Nottinghams Scot Gemmill (links) und Stuart Pearce. © dpa
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Ebenfalls Platz 6: Benfica Lissabon gewann den damaligen Europapokal zweimal hintereinander (1961, 1962) mit Portugals Fußball-Legende Eusebio.  © dpa
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Platz 5: Manchester United. Der aktuelle Titelhalter gewann den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions-League dreimal (1968, 1999, 2008). © dpa
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Ebenfalls Platz 5: Inter Mailand hat den „Europapokal der Landesmeister“ 1964 und 1965 gewonnen. 2010 folgte dann ein weiterer Triumph in der Champions League. © dpa
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Platz 4: Der FC Bayern München gewann den Europapokal der Landesmeister dreimal hintereinander (1974, 1975, 1976). Erst ein Vierteljahrhundert später (2001) gewannnen die Bayern wieder die spätere Champions-League. © dpa
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Ebenfalls Platz 4: Der FC Barcelona holte die Trophäe vier Mal (1992, 2006, 2009, 2011). © dpa
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Ebenfalls Platz 4: Ajax Amsterdam holte viermal die Trophäe (1971, 1972, 1973, 1995).    © dpa
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Platz 3: Der FC Liverpool mit 5 Titelgewinnen (1977, 1978, 1981, 1984, 2005). © dpa
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Platz 2: Der AC Mailand holte die Trophäe sieben Mal (1962, 1969, 1989, 1990, 1994, 2003, 2007). © dpa
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Platz 1: Real Madrid. Sensationelle neun Mal gewannen die „Galaktischen“ die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinsfußball. (1956, 1957, 1958, 1959, 1960, 1966, 1998, 2000, 2002) © dpa

Ferrara hatte dies offenbar niemand mehr zugetraut, obwohl sich Juve-Stars wie Kapitän Alessandro Del Piero und Torwart Gianluigi Buffon vor ihren Coach gestellt hatten. Auch Italiens Nationaltrainer Marcello Lippi hatte seinem Ex-Club empfohlen: “Lasst Ciro in Ruhe weiterarbeiten!“. Die Turiner Presse forderte dagegen seit Wochen: “Ferrara muss weg!“.

Freiwillig ging der aber nicht: “Ich bin wie Rocky. Ich kann einstecken“, betonte Ferrara, der Ende vergangener Saison den entlassenen Claudio Ranieri ersetzt hatte, bis zuletzt seine Kämpferqualitäten. Freitagmittag aber unterzeichnete Juve-Präsident Jean-Claude Blanc dann den Vertrag mit Zaccheroni und brachte ihn persönlich zum ersten Juve-Training am Nachmittag.

Nach Überzeugung der italienischen Sportzeitungen wird “Zac“ jedoch nur ein kurzes Gastspiel im Piemont geben. Nach der Saison solle Benitez kommen. Der beim FC Liverpool am Ende einer Ära angelangte Spanier soll bereits mit den Italienern über seinen Wechsel verhandeln.

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