Traumtore und Tumulte: Das waren die Aufreger der WM-Qualifikation

Harte Partie: Im Spiel zwischen Bosnien und Griechenland gab es insgesamt 30 Fouls. Hier beackern sich Tasos Bakasetas (links), Alexandros Tziolis (Mitte) und Toni Sunjic. Fotos: dpa

Fulminante Freistöße beim "Battle of Britain" zwischen Schottland und England, ein 50-Meter-Tor in Schweden und eine Schlägerei nach dem Spiel Bosnien gegen Griechenland: Der sechste Spieltag der WM-Quali hatte einiges zu bieten.

Es gibt Spannenderes als den sechsten Spieltag einer WM-Qualifikation. Doch trotz deutscher B-Elf und unspektakulärer Paarungen wie Gibraltar gegen Zypern (1:2) zeigte das Wochenende auch: WM-Quali kann packend und schmerzhaft sein. Wir haben die größten Aufreger des sechsten Spieltages zusammengestellt:

Schwedens 50-Meter-Tor

(Das Tor ist ab 1:52 Minute zu sehen)

Fernschusstore sind im modernen Fußball Mangelware. Doch zwei, drei Mal im Jahr fasst sich doch irgendwer ein Herz, vergisst sämtliches vom Trainer gepredigtes Kurzpass-Tiki-Taka und hält aus unmöglicher Entfernung einfach mal drauf. So geschehen am Freitag im Topspiel der Gruppe A zwischen Schweden und Frankreich. Es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit, als Frankreichs Keeper Lloris beim Stand von 1:1 außerhalb des Strafraums ungenau in die Füße von Schwedens Ola Toivonen klärte. Der Angreifer vom FC Toulouse nahm den Ball an der Mittellinie direkt und traf aus 50 Metern zum 2:1 - und zu Schwedens Tabellenführung.

Schottlands Freistöße

In Glasgow kam es am Samstag in der Gruppe F zum „Battle of Britain“ - Schottland empfing England. 86 Minuten lang passierte wenig. Nach Oxlade-Chamberlains Treffer für die Engländer (70.) hatten sich wohl viele mit einem Arbeitssieg der Three Lions abgefunden. Nur Schottlands Leigh Griffiths nicht. Der 26-jährige Celtic-Stürmer mit dem Lächeln eines schottischen Whiskybrenners versenkte gleich zwei direkte Freistöße aus rund 25 Metern im Kasten von Joe Hart (87., 90.). Während der Glasgower Hampden Park vollkommen eskalierte und ganz England wehmütig an David Beckham zurückdachte, schoss Harry Kane mitten in die schottische Glückseligkeit hinein auch noch das 2:2 (90.+3) und setzte einer verrückten Schlussphase die Krone auf.

Bosniens Prügel-Trainer

Apropos eskaliert: Der Spieltag hatte auch negative Höhepunkte. Schon vor Anpfiff der Partie zwischen Bosnien und Griechenland in der Gruppe H quittierten bosnische Fans die griechische Nationalhymne mit Pfiffen. Gäste-Fans wüteten daraufhin gegen die Polizei. Nach einem ruppigen Spiel (sieben gelbe Karten) gerieten Edin Dzeko und Kostas Manolas aneinander. In der folgenden Massenkeilerei schlug Bosniens Co-Trainer Stephan Grilli Griechenlands Ersatzspieler Giannis Gianniotas zwei Zähne aus. Die Gastgeber, aber auch die Gäste, müssen nun wohl mit empfindlichen Strafen rechnen. Das Spiel endete übrigens 0:0.

Und sonst?

Der 186. der Fifa-Weltrangliste Andorra siegte in Gruppe H überraschend mit 1:0 gegen den 33. Ungarn. Ungarns deutscher Coach Bernd Storck kann die WM bei acht Punkten Rückstand auf den Zweiten Portugal wohl abhaken.

Polens Robert Lewandowski und Portugals Cristiano Ronaldo sind die Toptorschützen der WM-Quali. Der Bayern-Stürmer traf dreifach gegen Rumänien und CR7 zwei Mal gegen Lettland. Beide haben jetzt elf Tore. Ronaldo benötigte dafür aber nur fünf Spiele, Lewandowski sechs.

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