Nach Ärger bei Partie gegen Bayern

Nagelsmann fordert Videobeweis-Änderung - und nimmt Löw in Schutz

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Julian Nagelsmann.

Bundesliga-Trainer Julian Nagelsmann von der TSG Hoffenheim hat sich für eine Änderung beim Videobeweis ausgesprochen. Außerdem nahm er Bundestrainer Joachim Löw in Schutz.

Sinsheim - 1899 Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann hat sich dagegen ausgesprochen, dass Schiedsrichter weiter anhand der Videobilder am Spielfeldrand Entscheidungen treffen. „Ein entscheidender Punkt ist, dass es nicht funktionieren wird, wenn der Referee an den Screen geht. Der Druck ist immens, es wird immer komplizierter für den Schiedsrichter“, sagte Nagelsmann am Donnerstag in Sinsheim. Stattdessen forderte der 31-Jährige dazu auf, die Szenen künftig im Kölner Video-Center final zu bewerten. „Die müssen in der Lage sein, diese Dinge zu entscheiden.“

Gleich beim ersten Saisonspiel beim FC Bayern München (1:3) war der Videobeweis mehrere Male zum Einsatz gekommen. Ein höchst strittiger Elfmeter für die Münchner, als Franck Ribéry zu Fall kam, wurde dagegen nicht überprüft. „Die Umsetzung ist das Entscheidende“, sagte Nagelsmann, der sich deutlich für die Beibehaltung des Videobeweises aussprach. Sein Appell an die Verantwortlichen: „Bitte entscheidet das an den sieben Screens und schaut nicht so viel Fernseher im Stadion!“

Nagelsmann verteidigt Löw: Finde es nicht richtig, wenn man da draufhaut

Außerdem verteidigte er Bundestrainer Joachim Löw gegen mediale Kritik nach dessen WM-Analyse: „Der DFB arbeitet bei der Analyse sehr gewissenhaft. Ich finde es nicht richtig, wenn man da draufhaut und sagt, das war ein bisschen Wischiwaschi. Ich finde, wir sollten warten und die Arbeit bewerten“, sagte der 31 Jahre alte Coach.

Löw hatte am Mittwoch in München seine WM-Aufarbeitung präsentiert und seinen Kader für die Länderspiele gegen Frankreich und Peru in der kommenden Woche verkündet. Nagelsmann erzählte, er habe nicht so viel gesehen, sondern „mehr gelesen“.

„Er hat sehr, sehr viel gute Dienste geleistet. Wir sollten nicht vorweg schon draufhauen“, sagte der Trainer der Kraichgauer über Kollege Löw. Die erstmalige Nominierung seines Profis Nico Schulz erfreut Nagelsmann. „Das hat er sich auch verdient. Seine große Waffe ist die Körperlichkeit und die Wucht mit seinem Tempo“, sagte er.

Die gesamte Pressekonferenz von Bundestrainer Jogi Löw können Sie in unserem Ticker nachlesen.

dpa

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