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Potsdam erreicht Champions-League-Finale

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Die Potsdamerin Fatmire Bajramaj (l) und die Duisburgerin Annemieke Kiesel kämpfen um den Ball. © dpa

Potsdam - London calling: Der deutsche Frauenfußball-Meister Turbine Potsdam ist nur noch einen Schritt vom erneuten Champions-League-Sieg entfernt.

Der von Nationalspielerin Fatmire Bajramaj angeführte Titelverteidiger gewann das Rückspiel des deutschen Halbfinal-Duells gegen den FCR Duisburg 1:0 (1:0) und zog nach dem 2:2 im Hinspiel souverän ins Finale der Königsklasse ein. Dort treffen die „Torbienen“ am 26. Mai in London wie im Vorjahr auf Olympique Lyon.

Vor 4600 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion sorgte die Japanerin Yuki Nagasato nach einem kapitalen Abwehrfehler der Duisburgerinnen noch vor der Pause für das entscheidende Tor für Potsdam (40.). „Wir waren in der Defensive einfach nicht aggressiv genug“, sagte FCR-Coach Marco Ketelaer.

Die Gäste aus Duisburg konnten im Halbfinal-Rückspiel personell aus dem Vollen schöpfen. Dagegen mussten die Potsdamerinnen im Vergleich zum Hinspiel vor allem in der Defensive improvisieren. So musste Josephine Henning wegen einer Steißbeinprellung passen. Zudem fehlte Bianca Schmidt nach ihrer zweiten Gelben Karte.

Doch das war dem Team von Trainer-Urgestein Bernd Schröder nur in der Anfangsphase anzumerken, als die japanische Nationalspielerin Kozue Ando frei vor dem Tor des zu Beginn noch schlecht organisierten Meisters auftauchte, dann aber an Turbine-Schlussfrau Anna-Felicitas Sarholz scheiterte (10.). Nach einer guten Viertelstunde übernahmen allerdings die Potsdamerinnen vor heimischer Kulisse das Kommando.

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Angetrieben von Bajramaj, die nach der Saison zum 1. FFC Frankfurt wechseln wird, drängten die Gastgeberinnen den FCR im Laufe der ersten Halbzeit immer mehr in die Defensive. Zunächst verpassten Anja Mittag (11.), Jennifer Zietz (28.), Viola Odebrecht (29) und Bajramaj (33.) trotz guter Möglichkeiten die Führung für Potsdam. Dann aber stand Nagasato nach einem Patzer der FCR-Defensive goldrichtig und erzielte aus sieben Metern das verdiente 1:0.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Mannschaft von Trainer Schröder über weite Strecken spielbestimmend. Mittag (50.), Bajramaj (51./73./87.) und Odebrecht (70.) hatten die größten Chancen für Turbine nach der Pause. Auf der anderen Seite verpasste Ando (58.) den möglichen Ausgleich. Wirklich in Bedrängnis bringen konnten die Gäste aus Duisburg Potsdam aber nicht mehr.

Beste Spielerinnen aufseiten von Potsdam waren Bajramaj und Nagasato. Bei Duisburg überzeugten Ando und Linda Bresonik.

sid

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