Schaubühne für Arnold, Meyer und Co. 

U-21-EM: Das Sprungbrett für die besten deutsche Talente

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U 21-Nationalmannschaft im EM-Trainingslager. 

Die U21-EM wird für die deutschen Jungstars zur Schaubühne. Max Meyer und Maximilian Arnold können ihren Marktwert erhöhen, Jonathan Tah musste dagegen kurzfristig passen.

Frankfurt/Main - Als die Jungstars der deutschen U21 am Dienstag in Frankfurt versammelt waren, schwor DFB-Trainer Stefan Kuntz seine Mannschaft noch einmal auf das große Ziel ein. Auch ohne den verletzten Jonathan Tah hat der Traum vom Titel bei der am Freitag beginnenden EM oberste Priorität, für zahlreiche Spieler geht es in Polen aber auch um die eigene Zukunft. Begehrte Profis wie Max Meyer, Maximilian Arnold oder Jeremy Toljan wollen das Turnier für Werbung in eigener Sache nutzen.

Als Vorbild dient dabei Serge Gnabry. Vor einem Jahr nutzte der in Deutschland fast vergessene Wirbelwind die Olympischen Spiele als Schaubühne und startete anschließend voll durch: Von der Reserve des FC Arsenal ging es zu Werder Bremen und nun sogar zu Bayern München. "Für mich könnte Serge auch bei Barcelona spielen", sagte Gnabrys Olympia-Trainer Horst Hrubesch unlängst bei Sky.

Max Meyers Zukunft ist noch offen

Zu einem ähnlichen Sprungbrett könnte die EM für Max Meyer werden. Während Gnabry, Davie Selke (zu Hertha BSC) und Maximilian Philipp (zu Borussia Dortmund) kurz vor der EM noch Klarheit schufen, schlug der Schalker eine Offerte der Königsblauen auf vorzeitige Vertragsverlängerung aus. Seither wird wild spekuliert, 1899 Hoffenheim soll interessiert sein. Schalke gibt sich derweil geduldig. Nicht ohne Grund: Spielt Meyer eine gute EM, steigt der Preis.

Das gilt auch für anderes Spieler, etwa Jeremy Toljan von 1899 Hoffenheim. Während Klubkollege Nadiem Amiri kurz vor dem Abflug seinen bis 2018 laufenden Vertrag vorzeitig bis 2020 verlängerte, zögert Toljan. "Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Was darüber hinaus passiert, wird man sehen", sagte er vor der Abreise nach Polen der Bild, Interesse an Toljan besteht angeblich in In- und Ausland. Auch die U21-Nationalspieler Felix Platte (zuletzt von Schalke an Darmstadt ausgeliehen) und der vom HSV umworbene Torhüter Julian Pollersbeck (Kaiserslautern) sind begehrt.

Arnold ist der Kaptiän der Mannschaft

Stört die Ungewissheit innerhalb Teilen der Mannschaft also die deutsche EM-Mission? Stefan Kuntz, der am Dienstag das EM-Aus für Innenverteidiger Tah (Adduktorenverletzung) verkraften musste, bleibt da gelassen. "Wir gehen locker mit diesen Geschichten um. Wir wissen, dass nicht alles vor der EM geklärt sein kann", sagte Kuntz dem SID. Das Trainerteam stehe jederzeit als neutrale Ratgeberstelle zur Verfügung.

Vielleicht auch für Maximilian Arnold? Der Kapitän der deutschen U21 bleibt ebenfalls gelassen. Der in Wolfsburg zuletzt nicht mehr gesetzte Mittelfeldspieler wird vor allem mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht. Arnold glaubt nicht, dass vor der EM noch etwas passiert. "Ich schlafe momentan ganz ruhig", sagt der 23-Jährige. Viel wichtiger sei für ihn ohnehin die EM: "Für mich zählt nur das Hier und Jetzt."

SID

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