Drittligist besiegt Ingolstadt

"Überragend": Paderborn erstmals im Pokal-Viertelfinale

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Der Paderborner Ben Zolinski (l, verdeckt) trifft zum 1:0 gegen Ingolstadts Torwart Örjan Nyland. Foto: Friso Gentsch

Paderborn hat für die nächste Überraschung im Pokal gesorgt. Nach einem 1:0-Sieg gegen Ingolstadt steht der Drittligist erstmals im Viertelfinale und schlug im laufenden Wettbewerb mit Ingolstadt, Bochum und St. Pauli bereits drei Zweitliga-Clubs.

Paderborn (dpa) - Das Pokal-Märchen des SC Paderborn geht weiter: Der Tabellen-Zweite der 3. Fußball-Liga steht erstmals im Viertelfinale des DFB-Pokals. Denn am Dienstagabend verlor mit dem FC Ingolstadt erneut ein Zweitligist bei den Ostwestfalen, diesmal mit 0:1 (0:0).

Ben Zolinski (56. Minute) erzielte vor 14 800 Zuschauern den entscheidenden Treffer für den letzten verbliebenden Drittligisten im Wettbewerb. "Das war überragend", lobte SC-Manager Markus Krösche.

Schon in den ersten beiden Runden hatte Paderborn die Zweitligisten St. Pauli (2:1) und VfL Bochum (2:0) ausgeschaltet. Und gegen Ingolstadt war es wieder ein aufopferungsvoller Kampf, obwohl die Partie über weite Strecken ausgeglichen war. Ein Klassenunterschied war nicht zu sehen. "Wir waren körperlich überlegen, aber dafür mussten wir auch an unsere Grenzen gehen", sagte Mittelfeldspieler Robin Krauße.

Die Ingolstädter, für die der Viertelfinal-Einzug ebenfalls ein Novum gewesen wären, versuchten auf dem rutschigen Rasen ein schnelles Kombinationsspiel aufzuziehen. Paderborn kämpfte um jeden Ball und agierte oft über die Flügel. Aber erst in der zweiten Hälfte wurde die Partie rasant.

Erst vergab Hauke Wahl (48.) per Kopfball die mögliche Ingolstädter Führung, wenig später traf Zolinski für Paderborn. Sven Michel (64.) und Srbeny (73.) hatten die Chancen zur Vorentscheidung, aber Michels Schlenzer parierte Örjan Nyland. Dennis Srbeny traf aus wenigen Metern nur den Pfosten.

Pech für Ingolstadt, dass der Kopfballtreffer von Marvin Matip (71.) zurecht nicht anerkannt wurde. Der im Abseits stehende FCI-Stürmer Dario Lezcano machte noch eine aktive Bewegung zum Ball - dabei wäre Torwart Michael Ratajczak auch ohne Lezcanos Eingreifen geschlagen gewesen. "Wir müssen uns an die eigene Nase fassen", sagte FCI-Kapitän Matip.

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