In der kommenden Saison

RB Leipzig in der Champions League? Jetzt hat die UEFA entschieden

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RB Leipzig darf in der Champions League spielen.

Jetzt ist die Lizenz für RB Leipzig da: Die UEFA hat entschieden, dass die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl künftig in der Champions League spielen darf.

Die rechtsprechende Kammer der UEFA-Finanzkontrollkammer für Klubs (FKKK) entschied, dass sowohl der Bundesliga-Zweite als auch der ebenfalls vom Red-Bull-Konzern unterstützte österreichische Meister FC Salzburg in der Königsklasse spielen dürfen.

Da Red Bull nicht nur Leipzig, sondern auch Red Bull Salzburg sponsert, war bis zuletzt nicht klar, ob der Vizemeister in der Champions League antreten darf - eigentlich dürfen zwei Clubs mit dem gleichen Besitzer nicht teilnehmen. Clubchef Oliver Mintzlaff und Sportdirektor Ralf Rangnick sagten jedoch, beide Clubs seien mittlerweile komplett entflochten. Red Bull hält in Leipzig 99 Prozent der Eigentumsanteile der Rasenballsport GmbH und 49 Prozent der Stimmen.

Red Bull in Salzburg nur noch Hauptsponsor

Der Artikel 5 des Wettbewerbsreglements (Integrität des Wettbewerbs) werde nicht verletzt, teilte die UEFA mit. Die UEFA hatte geprüft, ob der Mäzen Dietrich Mateschitz zwei Vereine gleichzeitig in der Champions League kontrolliert und die Klubs zu eng verflochten sind. Red Bull hat sich in Salzburg aber offiziell aus der Vereinsführung zurückgezogen und tritt nur noch als Hauptsponsor auf. 

Laut UEFA seien bei beiden Klubs "bedeutende Management- und strukturelle Änderungen hinsichtlich Unternehmensfragen, Finanzen, Personal, Sponsoring usw." vorgenommen worden. Es werde nach Ansicht der Kammer durch "keine natürliche oder juristische Person entscheidenden Einfluss auf mehr als einen an einem UEFA-Klubwettbewerb teilnehmenden Verein" genommen.

In einem zweiten Schritt bewertet die UEFA, ob RB gegen das Financial Fair Play verstoßen hat. Dabei geht es um die vielleicht noch brisantere Frage, ob die Sponsoringzahlungen von Red Bull an RB Leipzig, die bereits in der 2. Liga bei 50 Millionen Euro lagen, marktüblich sind. Laut Experten machten die Sponsor-Zahlungen schon im Unterhaus das Achtfache eines üblichen Sponsor-Engagements aus. 

Rangnick widmet sich bereits der Kaderplanung

Während Leipzig auf das grüne Licht aus Nyon wartete, widmete sich RB-Macher Ralf Rangnick bereits intensiv der Kaderplanung. Durch die Mehrfachbelastung muss der aufstrebende Brause-Klub die Qualität seiner Mannschaft deutlich verbessern. Fünf bis sechs Neuzugänge hatte der deutsche Vizemeister angekündigt, bislang wurden vier Spieler verpflichtet, deren Namen und Qualität der breiten Öffentlichkeit nicht so bekannt sind. 

Zuletzt nahmen die Leipziger den portugiesischen U21-Nationalspieler Bruma von Galatasaray Istanbul für fünf Jahre unter Vertrag. Der Offensivspieler soll zwölf Millionen Euro gekostet haben. Zuvor sicherte man sich die Dienste von Innenverteidiger Ibrahima Konaté (18/FC Sochaux-Montbéliard) sowie der Torhüter Philipp Köhn (19/VfB Stuttgart) sowie Yvon Mvogo (22/Young Boys Bern). 

Nach den Abgängen von U21-Nationalspieler Davie Selke zum Ligarivalen Hertha BSC und Rani Khedira zum FC Augsburg sollen noch ein Stürmer sowie ein zentraler Mittelfeldspieler kommen. Hartnäckig halten sich Gerüchte um einen Weggang von Spielmacher Emil Forsberg, der mit dem AC Mailand in Verbindung gebracht wird. Rangnick hatte schon vor Wochen erklärt, dass kein Top-Spieler abgegeben werden solle, bislang behielt er recht.

pak/SID

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