Uefa will den Weg freimachen

Torlinientechnik für EM und Europacup soll kommen

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Seit Anfang der laufenden Saison gibt es die Torlinientechnik auch in der deutschen Bundesliga. Foto: Annegret Hilse

Paris - "Grazie a la tecnologia" - dank der Torlinientechnologie, so die "Gazetta dello Sport", ist Juventus Turin ins Viertelfinale des italienischen Pokals eingezogen.

Beim 1:0-Siegtreffer des Schweizers Stephan Lichtsteiner bei Lazio Rom war der Ball so knapp hinter der Torlinie, dass es schon einer genaueren Überprüfung bedurfte. Solche Szenen könnte es auch bei der Fußball-EM im Sommer in Frankreich geben: Bei seiner Sitzung in Nyon soll das UEFA-Exekutivkomitee nun den Weg für die Torlinientechnologie auch auf europäischer Ebene freimachen.

In der Bundesliga wird das sogenannte Hawk Eye seit dieser Saison eingesetzt - auch in Italien und England kommt das "Falken-Auge" zum Einsatz. Der Weltverband FIFA hatte die Technik in Brasilien 2014 erstmals bei einer WM zugelassen. Die Europäische Fußball-Union (UEFA) war bisher einen anderen Weg gegangen: Bei Spielen der Champions League und Europa League standen zwei zusätzliche Torrichter am Platzrand. Der inzwischen gesperrte UEFA-Präsident Michel Platini hatte die Torlinientechnologie immer abgelehnt.

Jetzt aber will die UEFA doch nachziehen. Generalsekretär Gianni Infantino, der als Präsidentschaftskandidat beim Weltverband FIFA die Unterstützung aus Deutschland hat, deutete bereits an: "Es gab positive Signale im Exko."

Allerdings soll es die zwei Torrichter laut Infantino auch in Zukunft geben. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte diese stets abgelehnt. Die Torlinientechnik wird wahrscheinlich schon bei der EM und von der kommenden Saison auch in der Champions League und Europa League zum Einsatz kommen. Dafür müssen europaweit etwa 80 Stadien kostspielig ausgerüstet werden. "Das ist eine logistische Herausforderung", sagte Infantino.

dpa

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