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„Gibt fast keinen Verein in der Bundesliga, dem von uns nicht geholfen wurde“: Hoeneß erinnert an Retter-Bayern

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Von: Alexander Kaindl

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Ehrenpräsident des FC Bayern München: Uli Hoeneß.
Ehrenpräsident des FC Bayern München: Uli Hoeneß. © Future Image / Imago

Der FC Bayern München hat das Image des reichen Alles-Gewinners. Ehrenpräsident Uli Hoeneß erinnerte nun daran, dass der Klub der Konkurrenz schon etliche Male geholfen hat.

München - Uli Hoeneß ist im Ruhestand. Selbigen interpretiert der einstige Macher des FC Bayern München aber natürlich auf seine ganz eigene Weise. So ganz abschalten und nicht mehr an seinen Klub denken? Keine Option für den Patron. 2019 war Hoeneß als Präsident des Rekordmeisters zurückgetreten, zuvor war er fast 50 Jahre lang in verschiedensten Funktionen für seine Bayern tätig und tüchtig.

Natürlich verfolgt der ehemalige Spieler, Manager und Präsident auch noch heute das Geschehen bei seinem Verein. Schließlich ist er als Aufsichtsratsmitglied immer noch ein wichtiger Bestandteil - und als Ratgeber ohnehin. Für Hoeneß war schon immer klar: Es geht niemals allein, das Wort „Hilfe“ hat für ihn seit jeher eine große Bedeutung, wie tz.de berichtet.

Uli Hoeneß spricht über Hilfe für Klubs in Not

Im Sport-Bild-Interview geht der inzwischen 70-Jährige nun auf dieses zentrale Thema ein. Es sei ihm immer ein Anliegen gewesen, Denjenigen, „die schwach sind und am Boden liegen“, zu helfen.

So hat der FC Bayern beispielsweise mit etlichen Benefizspielen schon dazu beigetragen, anderen Vereinen unter die Arme zu greifen. Mit den Eintrittsgeldern wurden so viele Pleiten abgewendet - sei es in Offenbach, Aachen, Dresden oder Darmstadt.

FC Bayern und die „Retter“-Spiele: Etliche Insolvenzen abgewendet

Darüber hinaus gab es von den Bayern immer wieder weitere Aktionen, um andere Klubs zu unterstützen. Hoeneß, der zuletzt nicht mit Lob für Hasan Salihamidzic sparte, weiß: „Es gibt fast keinen Verein in der Bundesliga, dem von uns nicht geholfen wurde. Rostock, Cottbus, Magdeburg. Allein die Tatsache, wie populär der FC Bayern in St. Pauli ist, da kann er stolz drauf sein. Dass es uns mit dieser Maßnahme, denen in größter Not zu helfen, gelungen ist, die Meinung über den ganzen Klub entscheidend zu verändern.“

Die Bayern waren 2003 zu einem Benefizkick in Hamburg angetreten und verzichteten dabei wie üblich auf eine Gage. An das „Retter“-Spiel erinnert man sich am Millerntor bis heute.

Spiel gegen den FC Bayern brachte dem 1. FC Kaiserlautern 700.000 Euro ein

Ein anderer Traditionsklub profitierte ebenfalls von den Münchnern: „Ich freue mich auch wahnsinnig über den Erfolg des 1. FC Kaiserslautern. Ich kann mich entsinnen, dass sie dort vor drei Jahren am Saisonende 700.000 Euro eingenommen haben, weil ich mich unglaublich dafür eingesetzt habe, dass wir dort fast komplett noch mal angetreten sind, was nicht alle Spieler verstanden haben.“

Im Video: Kroos stichelt gegen Hoeneß

Nicht ganz verstanden - das trifft auch auf Toni Kroos zu. Der Weltmeister äußerte sich jüngst kritisch über eine Aussage von Uli Hoeneß. (akl)

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