Torwart-Streit um ter Stegen und Neuer

Ex-BVB-Star ätzt gegen Hoeneß: „Da ist Uli wieder mal ...“

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Einst zusammen in Dortmund (v. l.): Heiko Herrlich, Andreas Möller, Matthias Sammer und Steffen Freund.

Uli Hoeneß hat mit seinen Aussagen zu Manuel Neuer für Wirbel gesorgt. Nun hat ein ehemaliger BVB-Star dazu Stellung bezogen. Er hat eine klare Meinung.

  • Manuel Neuer ist die Nummer eins im Tor der deutschen Nationalmannschaft.
  • Ersatzkeeper Marc-André ter Stegen bekam gegen die Niederlande als auch gegen Nordirland keine Minuten und ist verärgert. 
  • Manuel Neuer hat auf die Aussagen seines Konkurrenten reagiert - der ehemalige Gladbacher hat sich nun erneut gemeldet.
  • Uli Hoeneß hat sich eingeschaltet und extrem aufgeregt - die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten.
  • Alle bisherigen Entwicklungen rund um den Torwart-Streit beim DFB finden Sie auf tz.de*
  • Update vom 25. September 2019, 9.18 Uhr: Dieser Ticker ist beendet. Alle weiteren Entwicklungen zum Torwart-Zoff und Uli Hoeneß finden Sie hier.

    Update vom 24. September 2019, 9.54 Uhr: Es waren deutliche Worte, die Bayern-Präsident Uli Hoeneß zur Torwart-Debatte rund um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen gefunden hat. Am Bundesliga-Spieltag wollte er sich nun nicht mehr äußern - andere dafür aber umso mehr.

    Im Rahmen des Montagsspiels zwischen Wolfsburg und Hoffenheim sagte TV-Experte Steffen Freund bei „100% Bundesliga – Fußball bei Nitro“ über Hoeneß: „Überhaupt keine Frage – da ist Uli wieder mal übers Ziel hinausgeschossen und das eben nicht zum ersten Mal in den letzten zwei, drei Jahren.“ Freund gewann mit Dortmund einst die Champions League, spielte dann unter anderem bei Tottenham in der Premier League.

    Lutz Pfannenstiel, Sportvorstand von Fortuna Düsseldorf, fügte hinzu: „Er wird ja nicht mehr so lange beim FC Bayern sein, aber man muss sagen, Uli Hoeneß hat so viel für den deutschen Fußball und für den FC Bayern getan, da darf er auch mal rundum schlagen. Aber man muss nicht alles akzeptieren und ernst nehmen. Jeder darf seine Meinung haben.“

    In der Weltauswahl stand übrigens keiner der beiden deutschen Torhüter. Ein ehemaliger Bundesliga-Trainer durfte sich über die Auszeichnung zum Trainer des Jahres freuen. Ist ein anderer beim FC Bayern auf dem Radar?

    Hitziger Brief an Uli Hoeneß: EU-Politiker will FCB-Präsidenten „einen rechtlichen Betreuer bestellen“

    Update vom 21. September 2019, 18.15 Uhr: Klarer Sieg für den FC Bayern München: Mit 4:0 setzte man sich gegen Köln durch. Hier gibt es den Ticker zum Nachlesen. Welcher Bayern-Spieler hat Ihnen am besten gefallen? Auf tz.de* können Sie abstimmen. Dort finden Sie auch eine kuriose Geschichte mit einer Taube in der Hauptrolle, die Stimmen zum Spiel und die Noten der FCB-Stars.

    Update vom 21. September 2019, 15.21 Uhr: Nach dem offenen Brief von Martin Sonneborn (Siehe weiter unten im Artikel) hat sich auch FCB-Sportdirektor Hasan Salihamidzic geäußert. Er sagte vor dem Köln-Spiel im Sky-Interview: „Das Thema wurde hochgespielt.“ Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß hätten reagiert. „Aber jetzt wurde genug darüber gesprochen. Ich habe mit Oliver Bierhoff ein sehr gutes Gespräch gehabt. Die Inhalte bleiben unter uns.“ 

    Für Brazzo ist klar: Die Bayern-Bosse wollten Manuel Neuer schützen. Zwischen dem FCB und dem DFB brauche „keiner mehr vermitteln, ich glaube, dass jetzt alles okay ist. Jetzt sollen sie gut Fußball spielen“.

    Update vom 21. September 2019, 14.19 Uhr: Die „Abteilung Attacke“ ist wieder da: Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat mit seinen Aussagen zu Manuel Neuer für Aufsehen gesorgt. Darauf gab es natürlich eine Menge Reaktionen. Nun hat sich sogar ein Politiker eingemischt.

    Martin Sonneborn sitzt für „Die Partei“ im EU-Parlament. Gleichzeitig ist er - und das ist enorm wichtig in diesem Fall - Satiriker. Der 54-Jährige postete auf Facebook nun einen offenen Brief an „Ulrich Hoeneß (vorbestraft)“. Und der hat es in sich.

    Uli Hoeneß: EU-Politiker Martin Sonneborn schreibt Satire-Brief

    Sonneborn beginnt sein Schreiben mit den Worten: „Als Vertreter des auch für Sportpolitik zuständigen Ausschusses für Kultur und Bildung im Europaparlament untersage ich Ihnen jegliche Äußerungen, die geeignet sind, das Ansehen des großartigen deutschen Fußballtorwächters Manuel Neuer zu untergraben.“

    Der EU-Politiker erklärt weiter, dass Hoeneß dem Nationalkeeper einen „großen Schaden“ zufüge. Denn die Äußerungen erwecken den „Eindruck, er, Neuer, sei im Konkurrenzkampf mit Marc-André ter Stegen auf die Protektion eines seiner Sinne immer weniger mächtigen, sich nach einer Strafverbüßung nur mühsam resozialisierenden älteren Herrn angewiesen“. 

    Harte Äußerungen. Aber Sonneborn geht noch weiter: „Sie, Herr Ulrich Hoeneß, sind derzeit - mag sein, dass diese Information Sie überrascht - nicht DFB-Bundestrainer.“ Er solle sogar dem Beispiel des Politiker Bernd Höcke folgen und Interviews rechtzeitig abbrechen oder gar ganz vermeiden. Sonneborn endet mit: „Bei fortgesetzter Zuwiderhandlung sehe ich mich gezwungen, bei dem für Sie zuständigen Amtsgericht Miesbach einen rechtlichen Betreuer bestellen zu lassen. Wollen Sie das?“

    Sonneborn ist für solche Satire-Momente bekannt, wirkte unter anderem bei der „ZDF heute-show“ mit. Ob Hoeneß auf den Brief reagiert? Erstmal steht das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln an. Hier gibt es den Live-Ticker.

    Matthäus rät Bayern-Präsident indirekt zu einer Entschuldigung: „Er sollte ...“

    Update vom 20. September 2019, 22.20 Uhr: Nun hat sich auch Ex-Bayern-Spieler Lothar Matthäus in der Debatte zu Wort gemeldet und dabei Verständnis für Uli Hoeneß aufgebracht. „Es war ein typischer Uli Hoeneß. Vieles von den Aussagen war überflüssig. Uli Hoeneß ist Uli Hoeneß, er verteidigt seine Spieler. In diesem Fall hätte Manuel das aber nicht gebraucht“, erklärte er gegenüber bild.de.

    „Uli Hoeneß sagt häufig in den Emotionen Dinge, die ihm vielleicht nachher schon wieder leid tun. Auch das, was er vor 20 Jahren über mich als Greenkeeper gesagt hat, war unnötig. Ich habe mich damals geärgert. Uli hat sich danach entschuldigt. Damit war das Thema erledigt“, erklärte Matthäus. Der heutige Sky-Experte äußert die Vermutung, dass sich Hoeneß auch in diesem Fall entschuldigen könnte: „Er sollte seine Worte zumindest nicht so stehen lassen. Vielleicht ruft er ihn an, er wird sich das überlegen.“

    Zu der Auseinandersetzung der beiden DFB-Torhüter positioniert sich Matthäus bei bild.de so: „Ter Stegen hat meiner Meinung nach keinen Fehler gemacht. Er hat sein Ventil etwas geöffnet, aber nichts gegen Manuel gesagt. Wir erwarten doch immer mündige Profis, von daher habe ich da eine ganz andere Meinung als Uli.“ 

    Matthäus ist davon vermutet, dass es bald zu einem Wechsel im Tor der Nationalmannschaft kommen könnte. „Vielleicht wäre der Zeitpunkt 2020 perfekt, wenn er Europameister mit Deutschland wird.“

    Für Erstaunen sorgt Uli Hoeneß auch mit seiner These zum besten, jemals vom FC Bayern getätigten Transfer.

    Torwart-Zoff um Neuer und ter Stegen: Nun schaltet sich der FC Barcelona ein - mit klarer Botschaft

    Update vom 20. September 2019, 20.51 Uhr: Spätestens seit den Äußerungen von Bayern-Präsident Uli Hoeneß wird der Torwart-Streit zwischen FC-Bayern-Keeper Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona auch auf Vereinsebene ausgetragen. Die Katalanen posteten ihrerseits am Freitag in den sozialen Netzwerken ein Bild, das Neuers Rivale im DFB-Tor beim Schuhe binden zeigt. „Auch der weltbeste Torhüter muss seine Schuhe binden“, schrieb der spanische Meister dazu - ob man das in München auch so sieht?

    Weltmeister über FCB-Präsident: „Ganz klar im Ton vergriffen“

    Update vom 20. September 2019, 16.51 Uhr: Die Torwart-Debatte im DFB-Tor wird derzeit heftig diskutiert, sie veranlasste Uli Hoeneß zu einem Rundumschlag gegen DFB, Medien und Marc-André ter Stegen. Die Aussagen des Bayern-Präsidenten schlugen hohe Wellen - für diese zeigt ein Weltmeister von 2014 kein Verständnis.

    Ex-BVB-Keeper Roman Weidenfeller hält die Kritik für übertrieben, ihm stört insbesondere die Art und Weise, wie Hoeneß seine Aussagen kundgab: „Ich finde, dass er sich ganz klar im Ton vergriffen hat. Er setzt damit auch den DFB sehr stark unter Druck, und ich glaube da ist er einfach übers Ziel hinausgeschossen“, sagte der 39 Jahre alte Fußballexperte der RTL/n-tv-Redaktion.

    Torwart-Debatte beim DFB: Neuer oder ter Stegen? Weidenfeller mit klarer Meinung

    In der Frage, wer im Tor der Nationalmannschaft stehen soll, favorisiert Weidenfeller Manuel Neuer: „Ich weiß, wie er die Mannschaft mitreißen kann. Er war auch ein sehr großer Garant dafür, dass wir 2014 Weltmeister wurden.“ Zudem habe der Bayern-Kapitän nach langer Verletzungspause mittlerweile wieder zurück zu alter Klasse gefunden. „Von daher ist, glaube ich, auch klar, dass er immer noch die klare Nummer eins ist“, ergänzte der frühere Nationalspieler. Bei der WM 2014 bildete Weidenfeller zusammen mit Neuer und Ron-Robert Zieler das Torwarttrio, kam während des Turniers allerdings nicht zum Einsatz.

    Nach Hoeneß-Beben im Torwart-Zoff: Sven Ulreich nennt Neuer-Details - „Manchmal muss man ...“

    Update vom 20. September 2019, 8.10 Uhr: Der Torwart-Streit rund um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen beschäftigt weiterhin die Fußball-Nation. Jetzt hat sich einer zur Thematik geäußert, der es wissen muss: Sven Ulreich. Der 31-Jährige ist Ersatzkeeper beim FC Bayern und somit Neuers Stellvertreter.

    In einem Interview mit Sport1 sagte er nun: „Die Diskussion über ihn gibt es zu Unrecht, Manuel ist für mich die Nummer eins.“ In Richtung ter Stegen meinte Ulreich: „Ich verstehe, dass er angefressen ist, aber so ist es nun mal im Sportleben. Manchmal muss man sich hinten anstellen und warten, bis die eigene Chance kommt.“ 

    Für ter Stegen, der beim FC Barcelona derzeit in starker Form ist, sei die Lage bei der Nationalelf zwar „bitter“. „In Deutschland hat er mit Manu aber einen anderen herausragenden Torwart vor sich, der sogar einen Tick besser ist“, so Ulreich. Neuer sei nach einigen Verletzungsproblemen wieder „ganz der Alte“, versicherte die Nummer zwei des FCB. „Für die DFB-Trainer wird es auch nicht zur Diskussion stehen, wer die Nummer eins ist“, fügte Ulreich hinzu. Bayern-Hoeneß hatte außerdem noch die Basketball-Nationalmannschaft kritisiert. Der Präsident des FC Bayern München hat zum Rundumschlag ausgeholt. Seine scharfen Aussagen wurden von den Fans im Netz teils stark kritisiert. Wir haben die Reaktionen zusammengefasst.

     Die Torwart-Debatte im DFB-Tor nimmt unterdessen weiter Fahrt auf. Wer steht bei der EM im deutschen Kasten? Hinsichtlich der Rechtevergabe des Turniers bahnt sich unterdessen eine Revolution an. Ist die Euro ab sofort nicht mehr im Free-TV zu sehen?

    Bierhoff kontert Hoeneß-Attacke - Bayern-Präsident feuert nächste Pfeile ab

    Update vom 19. September 2019, 16.08 Uhr: Es wird nicht ruhig um Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen. Die Torhüter-Debatte wird weiterhin von allen möglichen Seiten geführt, nach dem Champions-League-Auftakt gegen Belgrad hatte sich Bayern-Präsident Uli Hoeneß bereits eindeutig positioniert.

    Die Antwort vom DFB folgte prompt, Oliver Bierhoff äußerte sich (siehe weiter unten im Artikel). Auch Ilkay Gündogan und Niko Kovac gaben Einschätzungen ab. Jetzt hat Hoeneß nochmal nachgelegt. Auf einem Basketball-Termin in München sagte er: „Von den handelnden Personen hätte ich schon erwartet, dass man den Herrn ter Stegen mal in die Ecke stellt und ihm mal klar sagt, dass es so nicht geht“, sagte Hoeneß.

    Vom DFB habe er seit Mittwochabend nichts gehört, sagte Hoeneß. Er rechne aber auch nicht damit. „Deren Stärke ist es ja immer, in den Wald zu gehen und zu pfeifen.“ Zu ter Stegen ergänzte er: „Der beschädigt hier einen völlig untadeligen Sportsmann wie den Manuel Neuer, der niemals jemandem etwas zuleide getan hat. Wenn das so weitergeht, spielt der in fünf Jahren noch - und dann hat der ter Stegen wahrscheinlich schon einen grauen Bart.“

    Torwart-Streit: Bierhoff kontert Hoeneß-Attacke - Gündogan mit kuriosem Vergleich

    Update vom 19. September 2019, 15.12 Uhr: Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen - die Diskussion rund um die Torhüter-Position bei der deutschen Nationalmannschaft nimmt kein Ende. Zuletzt schaltete sich auch Noch-Bayern-Präsident Uli Hoeneß in die Debatte ein und kündigte an, „den Leuten ein bisschen Feuer“ geben zu wollen (siehe weiter unten im Artikel).

    DFB-Manager Oliver Bierhoff bezog nun in einem Interview mit dem SID Stellung zu den Aussagen von Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge, der die fehlende Dankbarkeit gegenüber Neuer vermisse. Der Europameister von 1996 sagte: „Die Vorwürfe überraschen mich, und ich habe dafür auch kein Verständnis. Man muss sich da schon die Fakten anschauen.“

    Torhüter-Streit beim DFB: Oliver Bierhoff reagiert mit Unverständnis

    Auf höchstem Level gehe es laut Bierhoff in erster Linie um Leistung, da reiche Dankbarkeit allein als ausschlaggebendes Kriterium für eine Berufung in die Nationalmannschaft sicher nicht aus. „Aber gerade Jogi Löw bringt den Spielern immer wieder höchste Wertschätzung entgegen, dafür wurde er ja auch schon kritisiert. Da hieß es dann, er halte zu lange an verdienten Spielern fest“, meinte der 51-Jährige.

    Neuers Einsatz bei der WM 2018 war da sicher ein Thema. Löw habe vor dem Turnier in Russland „bis zur letzten Sekunde auf Manu gewartet“. Neuer war zuvor monatelang ausgefallen und wurde dann zur Nummer eins. „Entgegen einiger kritischer Stimmen“, merkte Bierhoff an. Dass der Bayern-Star nun DFB-Kapitän sei und seit der WM zehn von zwölf Länderspielen komplett absolviert habe, seien „doch eindeutige und ganz entscheidende Statements der Trainer“.

    Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen? Bierhoff, Gündogan und Kovac beziehen Stellung

    Für die Euro 2020 sieht Bierhoff kein Konfliktpotenzial in der Torwartfrage. „Beide sind menschlich wie fußballerisch absolute Bereicherungen unseres Teams“, macht er klar. Auch Nationalspieler Ilkay Gündogan hat sich in der Debatte zu Wort gemeldet. „Für mich sind beide auf demselben Weltklasse-Niveau. Das ist auf jeden Fall ein Luxusproblem, über das wir uns eher glücklich schätzen sollten, statt jetzt so hitzig zu debattieren“, sagte er gegenüber dem SID. „Ob Manu oder Marc besser ist, ist wahrscheinlich wie die Frage nach Messi oder Ronaldo im Moment“, ergänzte Gündogan. „Die einen sagen so, die anderen so.“

    Bayern-Trainer Niko Kovac wurde auf der Spieltags-Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Spiel gegen Köln ebenfalls - erneut - zum Thema befragt. Er sagte: „Derjenige, der die Nummer zwei ist, hat schon ein hartes Leben. Aber das muss man akzeptieren. Beide halten gut in ihren Klubs, das ist klar. Aber Manu ist die Nummer eins. Früher gab es Eins A und Eins B. Und jetzt? Was kann man da machen? Ich weiß nicht. Ich glaube, dass der Druck für beide förderlich ist.“

    Die komplette PK gibt es bei tz.de* zum Nachlesen. Währenddessen trauert man in den Niederlanden um einen ermorderten Ex-Fußballprofi.

    Was denken Sie über die Torwart-Frage beim DFB? Stimmen Sie ab.

    Torwart-Streit: Hoeneß explodiert wegen ter Stegen - Wutrede im Video

    Update vom 19. September 2019, 6.33 Uhr: Uli Hoeneß hat den DFB und Bundestrainer Joachim Löw für den Umgang mit Manuel Neuer heftig attackiert. „Wir werden uns das in Zukunft nicht mehr gefallen lassen, dass unsere Spieler hier beschädigt werden ohne Grund. Ter Stegen ist ein sehr guter Torwart, aber Manuel Neuer ist doch viel besser und viel erfahrener. Da gibt es doch gar keine Diskussion für irgendjemand auf der Welt, daran zu zweifeln, dass Manuel Neuer bei uns in Deutschland im Tor steht“, sagte der Präsident des FC Bayern nach dem 3:0 der Münchner in der Champions League am Mittwochabend gegen Roter Stern Belgrad.

    „Der kann so lange spielen, so lange er gesund ist. Der wird immer der Beste sein“, sagte Hoeneß. Neuer-Rivale Marc-André ter Stegen war in der EM-Qualifikation zuletzt nicht zum Einsatz gekommen. Danach hatten er und Neuer öffentlich einen Disput ausgetragen.

    Ter Stegen werde öffentlich unterstützt „als wenn er schon 17 Weltmeisterschaften gewonnen hätte“, wetterte Hoeneß. „Er hat überhaupt keinen Anspruch, da zu spielen. Bei den Torleuten ist es was anderes als im Feld. Die Hierarchie bedeutet, Manuel Neuer ist die Nummer eins. Er ist über viele Jahre der beste Torwart der Welt.“

    Hoeneß erinnerte bei seinem Rundumschlag an die Ausbootung von Thomas Müller, Jérôme Boateng und Mats Hummels aus dem Nationalteam in der vergangenen Saison durch Löw. Die Art und Weise, wie Spieler des FC Bayern behandelt würden, werde man sich nicht mehr gefallen lassen. „Wir werden den Leuten schon mal ein bisschen Feuer geben - das können wir“, sagte Hoeneß. Ob sich Trainer Niko Kovac bei der Presskonferenz vor dem Köln-Spiel, die tz.de* im Live-Ticker begleitet, auch nochmal zur Thematik äußert?

    Neuer oder ter Stegen? Rummenigge grantelt - und hat eine Forderung an den DFB

    Update vom 18. September 2019, 21.03 Uhr: Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen? Der Torwart-Streit beschäftigt ganz Fußball-Deutschland. Vor dem Champions-League-Auftakt des FC Bayern München gegen Roter Stern Belgrad fand Karl-Heinz Rummenigge deutliche Worte.

    Der FCB-Vorstandsboss sagte am Sky-Mikrofon, dass er sich ein klares Statement des DFB wünsche. „Was mir nicht gefällt in der Geschichte, ist das Verhalten des DFB. Da wird nie so richtig Klartext gesprochen. In der Öffentlichkeit lässt man das wabern, und es wird zum Teil auf dem Rücken von Manuel ausgetragen. Das finde ich nicht fair“, sagte er.

    Es sei an der Zeit, einem Spieler wie Neuer den Rücken zu stärken, sagte Rummenigge in Richtung Bundestrainer Joachim Löw und forderte „ein Stück Dankbarkeit einem Mann gegenüber, der 90 Mal für Deutschland gespielt und alles gewonnen hat“.

    Die Partie der Bayern können Sie bei uns im Live-Ticker verfolgen. Thomas Müller steht nicht in der Startelf - wunderte sich aber über eine Änderung in der Allianz Arena. Außerdem gab es Ärger rund um die TV- und Radio-Übertragung. Dicke Luft bei vielen Fans gab es auch wegen einer massiven Störung bei Tipico. 

    DFB-Torwart-Streit: Macht Neuer nach der EM 2020 Schluss? Er sagt: „Ich weiß nicht...“

    Update vom 18. September 2019, 9.48 Uhr: Der Streit um Manuel Neuer und Marc-Andre ter Stegen sorgte für Aufsehen. Auf Nachfrage der Sport Bild nach dem Spiel gegen RB Leipzig, ob er denn wieder in Topform sei, antwortete Neuer ungewohnt scharf: „Ich bin IMMER NOCH in Topform. Nicht WIEDER. Ich bin schon das ganze Jahr in Topform.“ Wie es scheint, möchte Manuel Neuer sich in Hinblick auf die anstehende EM 2020 nun deutlicher positionieren, als er das bislang tat. Wie die Sport Bild berichtet (Ausgabe 38/2019), beschäftigt sich der Torwart wohl ernsthaft damit, nach der Europameisterschaft 2020 sein Nationalmannschaftstrikot an den Nagel zu hängen. Im Optimalfall wäre das der 12. Juli 2020 nach dem EM Finale in London. 

    Ganz verwunderlich ist es zumindest nicht, dass er sich mit diesem Thema beschäftigt. Schließlich wird Neuer bei der EM 2020 schon 34 Jahre alt sein. Über die WM 2022 sprach der Torwart bereits schon vor dem bittern WM-Aus 2018: „Ich weiß nicht, ob ich 2022 noch dabei sein werden, denn da spielen viele Faktoren eine Rolle: Ich muss sehen, wie es meinem Körper geht, wie leistungsfähig ich in diesem Alter noch sein werden. Nach der EM könnte Neuer seine „Nummer 1“ an ter Stegen weitergeben, um so mehr wird ihn deshalb wohl ter Stegens Kritik ärgern. Denn das letzte Turnier im Tor der Nationalmannschaft wird Neuer sicherlich nicht auf der Ersatzbank verbringen wollen. Schließlich ist es auch der einzige Titel, der ihm noch fehlt. 

    Mit dem FC Bayern trifft Manuel Neuer am Mittwochabend in der Champions League auf Roter Stern Belgrad.

    Update vom 18. September 2019, 8.49 Uhr: Ausgerechnet Marc-Andre ter Stegen ließ auf seine Worte die Taten folgen und zeigte eine formidable Leistung gegen Borussia Dortmund in der Champions League. Auch Mats Hummels war in Top-Form zu sehen. Die beiden werden von den Medien und den Fans gefeiert

    DFB-Torwart-Streit? Neuer glaubt nicht an Telefonat mit ter Stegen

    Update vom 17. September 2019, 21.44 Uhr: Fußball-Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer glaubt trotz der jüngsten Aufregung nicht, dass er in den kommenden Tagen mit seinem Konkurrenten Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona telefonieren werde. "Davon gehe ich nicht aus", sagte der 33-Jährige von Bayern München bei Sky Sport auf eine entsprechende Frage: "Ich gehe davon aus, dass wir uns beim nächsten Lehrgang sehen und ganz normal miteinander reden. Da ist alles in Ordnung."

    Neuer betonte, dass die Beziehung zum Ex-Gladbacher total in Ordnung sei. "Wir haben ein gutes Verhältnis", betonte die deutsche Nummer eins, "es geht um unsere Mannschaft. Um alles andere geht es nicht. Ich bin ein totaler Teamplayer."

    Ter Stegen hatte nach den vergangenen beiden Länderspielen als Bankdrücker gegen die Niederlande und in Nordirland seinen Status als Nummer zwei beklagt. Neuer reagierte nach dem Leipzig-Bundesligaspiel am vergangenen Samstag sichtlich allergisch auf die Ter-Stegen-Aussagen und verwies auf seine derzeitigen Top-Leistungen beim FC Bayern.

    Streit um DFB-Tor zwischen Neuer und ter Stegen? Kovac: „Gut gemacht“

    Update vom 17. September 2019, 15.22 Uhr: Der Zwist zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen beschäftigt auch Bayern-Trainer Niko Kovac. Er war am Dienstagnachmittag zum Pressetalk vor dem Champions-League-Auftakt gegen Roter Stern Belgrad erschienen.

    Dabei sagte er über die beiden Nationalkeeper: „Ich habe das registriert. Beide haben das gut gemacht. Es war eine ganz klare Aussage von Marc, aber auch von Manu. Das wird aber immer alles zu heiß gekocht. Ich glaube, man sollte sie arbeiten lassen. Sie machen einen guten Job. Manuel ist in einer Topform, hat in Leipzig und beim DFB gut gehalten. Für Marc ist es schwer, aber er ist auch ein Welt-Welt-Weltklasse-Torhüter. Leider gibt es nur einen Torhüter. Feldspieler gibt‘s zehn.“

    Neuer oder ter Stegen - Streit um das DFB-Tor

    Auch Neuer selbst gab nochmal einen Kommentar ab. Er erklärte: „Wir reden immer persönlich. Der direkte Weg ist der beste. Ich werde dazu nichts mehr sagen. Ich wurde öfter darauf angesprochen. Ich habe mein Statement abgegeben. Für mich geht es um die Spiele, um den Verein, um das, was auf dem Platz ist. Auch bei der Nationalmannschaft. Von mir wird es diesbezüglich keine Aussagen mehr geben.“

    Nach dem Leipzig-Spiel wurde Neuer gefragt, warum er wieder in Topform sei. Dabei entgegnete er: „Wieder? Ich bin immer noch in Topform.“ Auf diese Szene wurde er bei der PK angesprochen. Neuer meinte dazu: „Das ist eine ganz normale Frage gewesen und auch eine ganz normale Antwort. Was heißt ‚Wieder in Topform‘? Man muss einfach nur die letzten Spiele sehen, die ich gemacht habe. Nach der Verletzung, die ich an der Wade hatte, habe ich gut begonnen, habe die Länderspiele alle gut bestritten. Das hat sich jetzt so fortgesetzt.“ Ein Fingerzeig in Richtung ter Stegen, dass er nach diesen starken Leistungen - auch im DFB-Dress - überhaupt nicht dazu bereit ist, auch nur eine Sekunde über seinen Platz im deutschen Tor nachzudenken? Die komplette Bayern-PK gibt es bei tz.de* zum Nachlesen.

    DFB-Torhüter-Streit? Jetzt greift Bundestrainer Joachim Löw ein

    Update vom 17. September 2019, 14.04 Uhr: Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen gehören in ihrem Job zu den Besten auf dem ganzen Planeten. Für Bundestrainer Joachim Löw ist das auf der einen Seite natürlich ein Segen - gleichzeitig aber auch ein Fluch, schließlich muss er einen der beiden Torhüter immer auf die Bank setzen. 

    Im Streit zwischen den beiden Nationalspielern schaltete sich nun der DFB-Coach ein. Löw sagte gegenüber der Bild: „Wir alle können uns doch nur freuen, mit Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen zwei Weltklasse-Torhüter zu haben. Auch Kevin Trapp und Bernd Leno sind zu außergewöhnlichen Leistungen in der Lage.“

    Manuel Neuer oder Marc-André ter Stegen? Bundestrainer Löw mit klarer Meinung

    Dass alle vier ehrgeizig sind und auch spielen wollen, sei für Löw ganz klar. Er ergänzt: „In der Nationalmannschaft brauchen und wollen wir diesen Konkurrenzkampf.“ Löw und Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, selbst einst ein glänzender Schlussmann, wollen ter Stegen aber eine Chance im DFB-Trikot geben. „Wir können seine Enttäuschung verstehen, doch es ist nun mal so, dass nur einer spielen kann. Im Juni hatten wir ihn eingeplant, da war er leider angeschlagen. Manu hat bei uns zuletzt sehr gute Leistungen gezeigt. Er ist unser Kapitän“, führt Löw weiter aus.

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    Torwart-Streit beim DFB eskaliert: ter Stegen mit nächster Spitze - Kontert Neuer heute?

    Erstmeldung vom 17. September 2019, 10.43 Uhr: München - Sepp Maier, Toni Schumacher, Bodo Illgner, Andreas Köpke, Oliver Kahn - und jetzt eben Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen. Deutsche Torhüter, die in der absoluten Weltklasse fliegen, gibt es seit jeher. Und nicht selten hat ein Bundestrainer die Qual der Wahl und muss einen Spitzen-Keeper auf die Bank setzen. 

    So geht es aktuell auch Joachim Löw. Der DFB-Coach hat mit Neuer und ter Stegen zwei Ausnahmekönner zur Verfügung, Neuer erhält seit Jahren den Vorzug. Klar, dass ter Stegen, Stammtorhüter beim FC Barcelona, mit seiner Reservistenrolle nicht zufrieden ist. Bei den EM-Qualifikationsspielen der DFB-Auswahl gegen die Niederlande und Nordirland musste der ehemalige Gladbacher 180 Minuten zuschauen.

    Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen: Streit um das DFB-Tor?

    „Ich gebe in jedem Spiel mein Bestes, um die Entscheidung schwerer zu machen. Ich versuche alles, um im Tor zu stehen. Aber diese Reise mit der Nationalelf war für mich ein schwerer Schlag“, erklärte ter Stegen zuletzt bei einer Werbeveranstaltung in Barcelona. 

    Löw meinte, dass er nach der Pleite gegen die Niederlande nicht vor dem Nordirland-Spiel auf der Torhüter-Position wechseln wollte. Er betonte: „Marc haben wir zugesagt, dass er auch seine Spiele kriegt. Das wird auch so sein.“

    Manuel Neuer spricht über ter-Stegen-Aussage - Barca-Keeper legt nochmal nach

    In der Folge reagierte Neuer auf die ter-Stegen-Aussage. Er sagte nach dem Spitzenspiel in Leipzig: „Ich habe es natürlich mitbekommen. Ich weiß jetzt nicht, ob uns das hilft. Wir sind eine Mannschaft und müssen zusammenhalten, auch die Torhüter.“ 

    Im Rahmen des Champions-League-Spiels der Katalanen in Dortmund gab es nun die Antwort von ter Stegen. Er sagte auf der Pressekonferenz vor der Partie: „Natürlich habe ich etwas dazu zu sagen. Du kannst keinen Konkurrenzkampf ausrufen und erwarten, dass Spieler, die nicht spielen, glücklich darüber sind.“

    Torwart-Streit zwischen Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen beim DFB? Andreas Köpke bleibt gelassen

    Damit aber noch nicht genug. Der 27-Jährige ergänzte: „Manu muss nichts zu meinen Gefühlen sagen. Das ist meine persönliche Meinung. Wenn man die letzten Jahre sieht, wie ich mich verhalten habe, dann sind solche Aussagen unpassend.“

    Beim DFB bleibt man indes gelassen. Bundestorwarttrainer Andreas Köpke sagte zum Torwart-Streit: „Ich kann die Unzufriedenheit von Marc-André verstehen. Aber es ist nun mal eine Position, auf der wir stark besetzt sind und man leider nicht jedem Torhüter gerecht werden kann.“

    Champions League: Manuel Neuer und Marc-André ter Stegen mit FC Bayern und FC Barcelona gefordert

    Währenddessen haben sich viele ehemalige Nationalspieler oder Torhüter geäußert. Der einstige DFB-Kapitän Lothar Matthäus sagte im Interview mit der tz: „Generell ist es doch gut, wenn ter Stegen unzufrieden ist – alles andere wäre nicht normal.“

    In der Champions League wird es dagegen für Neuer und ter Stegen ernst: Der FC Bayern muss am Mittwoch gegen Belgrad ran - auf tz.de* gibt es am Dienstagnachmittag den Live-Ticker zur Pressekonferenz mit Trainer Niko Kovac und eben Manuel Neuer. Wird er sich zu ter Stegens Aussagen äußern? Und wie geht der FCB seine Aufgabe an? Wir haben uns Gedanken zur Aufstellung gemacht, während Serge Gnabry wohl schon an die Wiesn denkt. Hier finden Sie den Live-Ticker.

    Barcelona ist am Dienstag zu Gast beim BVB. Hier gibt es den Live-Ticker, bei wa.de* spekuliert man über den Einsatz von Lionel Messi, die BVB-Aufstellung und wirft einen Blick auf den ehemaligen Katalanen Paco Alcacer.

    Der FC Bayern mühte sich in Paderborn zum Sieg. Am Samstag in der Benteler Arena fehlte dabei überraschend Uli Hoeneß - der Präsident hatte es aus einem bitteren Grund nicht geschafft.

    *tz.de und wa.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

    akl

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