Bayern-Präsident respektiert Entscheidung

Hoeneß über Lahm-Rückzug: "Tür bleibt offen"

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Uli Hoeneß kann sich eine Rückkehr von Philipp Lahm zum FC Bayern vorstellen. 

München - Der Rücktritt von Philipp Lahm schlägt weiter Wellen. Jetzt hat sich der Präsident des FC Bayern, Uli Hoeneß, geäußert. Die Tür stehe immer offen, so der 65-Jährige. 

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß sieht für Philipp Lahm trotz dessen Rückzugs im Sommer nach wie vor eine Zukunft beim deutschen Fußball-Rekordmeister. "Für Philipp Lahm bleibt die Tür bei uns offen. Ich kann mir vorstellen, dass er eines Tages beim FC Bayern arbeitet", sagte Hoeneß am Mittwoch der Funke Mediengruppe.

Hoeneß und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wussten über die Pläne des 33-Jährigen zwar Bescheid, waren am Dienstagabend aber von der Bekanntgabe überrascht worden. Für Hoeneß ist dies aber nur eine "Marginalie. Da verändert sich nichts. Philipp Lahm hat unseren größten Respekt verdient".

„Kein Interesse, das so früh bekanntzugeben“

Er wollte bei den TV-Interviews nach dem 1:0 im Pokal-Achtelfinale gegen den VfL Wolfsburg "die Regeln des Miteinanders einhalten und in aller Ruhe besprechen, wie wir an die Öffentlichkeit gehen", sagte Hoeneß und fügte an: "Wir hatten kein Interesse, das so früh bekanntzugeben."

Lahm hatte Rummenigge laut Hoeneß am vergangenen Freitag abgesagt. "Aber es ist nicht üblich, mit diesen Dingen vor wichtigen Spielen an die Öffentlichkeit zu gehen. Samstag hatten wir das Schalke-Spiel. Montag war die Aufsichtsratssitzung. Und Dienstag war das nächste Spiel. Also wollten wir das ab Mittwoch bereden, wie wir verfahren", so Hoeneß. Allerdings hatte die Sport Bild am Dienstagabend bereits die Zukunftspläne von Lahm publik gemacht.

Enttäuscht sei er nicht von Lahm, sagte Hoeneß weiter, "nur überrascht. Wir sahen ja keine Eile. Die Aufgabe als Sportdirektor hätte ja so oder so erst am 1. Januar 2018 begonnen. Er hatte von Karl-Heinz Rummenigge ein Arbeitspapier, wie die Aufgabe beschrieben ist. Es gab insgesamt vier Sitzungen."

Sofortiger Einstieg in den Vorstand wurde ausgeschlossen

Schon im November hatte der Aufsichtsrat darüber allerdings "kontrovers diskutiert". Ein sofortiger Einstieg in den Vorstand wurde dabei ausgeschlossen. "Bei uns im Aufsichtsrat sitzen Dax-Vorstände. Für die kommt nicht infrage, dass jemand ohne Berufserfahrung im Vorstand anfängt. Auch Christian Nerlinger war Sportdirektor und nicht Vorstand. Bei Matthias Sammer war das anders. Er war vorher beim DFB", sagte Hoeneß. Ohnehin sei "der Titel nicht wichtig. Wichtig ist, dass die Arbeit getan wird". Als Favorit für den Sportdirektor-Posten gilt nun Sportdirektor Max Eberl vom Münchner Ligarivalen Borussia Mönchengladbach.

SID

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