0:3 bei Hertha BSC

Neuer Trainer, nächste Niederlage: Bald ist es ein Jahr für den FC Schalke 04

Mark Uth.
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Frustriert: Schalkes Angreifer Mark Uth beschwert sich während der Partie gegen Hertha BSC.

Hoffenheim und Frankfurt. Und dann? Vielleicht hat der Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 dann dafür gesorgt, dass Tasmania Berlin in Vergessenheit gerät.

Kassel – Die Königsblauen wollen unbedingt das verhindern, was dem Berliner Fünftligisten so wichtig ist: Einen Rekord für die Ewigkeit aufzustellen. Doch die Schalker rütteln an dieser Ewigkeit, sind kurz davor, sie zum Einsturz zu bringen. 31 Spiele ohne Sieg haben die tapferen Tasmanen geschafft. Bei den Königsblauen sind es nach dem 0:3 (0:1) bei Hertha BSC zum Start ins neue Jahr 30.

Und dabei waren doch extra einige Anhänger von Tasmania Berlin, diesem bis heute schlechtesten Bundesligisten aller Zeiten, zum Olympiastadion aufgebrochen, um zu demonstrieren. Nicht gegen Corona, wie man es in der Hauptstadt ja gut kennt. Sondern für einen Sieg. Einen Sieg der Schalker. „Schalke, ihr schafft das!“ und „Das ist unser Rekord!“, stand auf den Demo-Mitbringseln. Gut, das sind jetzt nicht die allergrößten Mutmacher. Und genutzt hat es auch nichts.

Es war wie so oft in dieser Saison, wenn das Team aus Gelsenkirchen auf dem Rasen steht. Ganz guter Beginn. Amine Harit wuselt. Einer lässt sogar mal den Ball durch die Beine zum freistehenden Mark Uth passieren. Das sieht ja richtig nach Fußball aus. Aber Uth hat dann eben Platz und schießt direkt, statt Richtung Tor zu laufen. Harit wuselt irgendwann nicht mehr, sondern verliert die Bälle und läuft nicht hinterher. Und dann passiert das, was immer passiert. Mattéo Guendouzi springt das Spielgerät vor die Füße. Und der 21 Jahre alte Franzose schlenzt es ins Netz. Schalke liegt hinten. Wieder einmal.

Es folgt eben das, was in einer zweiten Hälfte mit Beteiligung eines Schalker Teams zuletzt immer folgte. Die guten Ansätze sind futsch, Torchancen für S04 gibt es kaum noch. Die Lücken in der Abwehr werden immer größer. Die nächsten Gegentreffer sind nur folgerichtig. In Berlin erledigten das Jhon Cordoba und Krzysztof Piatek.

Irgendwie also alles wie immer bei den Knappen – auch mit dem vierten Trainer der Saison, dem Schweizer Christian Gross. Der ja – wie wir jetzt wissen – für harte Arbeit und unermüdliches Training steht. Der damit aber eben auch nicht viel mehr bewirkt hat als seine Vorgänger David Wagner, Manuel Baum und Huub Stevens.

Am kommenden Samstag ist nun die TSG Hoffenheim beim FC Schalke 04 zu Gast. Und egal, wie es ausgeht, eigentlich ist schon jetzt klar, dass dieses königsblaue Jahr eines für die Ewigkeit war. Denn diese Schalker, sie hatten ja ganz andere, viel bessere Voraussetzungen als die Tasmanen in den 1960er-Jahren. Und dennoch: Sollte das Team aus Gelsenkirchen nicht gewinnen, ist der Rekord eingestellt. 31 Spiele ohne Sieg. Weniger Punkte als die Tasmania damals nach 14 Spielen hat S04. Eine Woche später, am 17. Januar, treten die Knappen dann in Frankfurt an. Am 17. Januar 2020 gelang der letzte Ligasieg gegen Mönchengladbach. Ein Jahr später könnte der Negativrekord fallen. 32 Spiele ohne Sieg. (Maximilian Bülau)

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