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Und sie siegen einfach weiter: Aufsteiger Elversberg mischt die 3. Liga auf

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Von: Maximilian Bülau

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Eros Dacaj (links) und Valdrin Mustafa.
Aufstiegsspieler: die Elversberger Eros Dacaj und Valdrin Mustafa. © Imago/Jan Hubener

Auch nach dem 9. Spieltag in der 3. deutschen Fußball-Liga standen wieder einmal Spieler der SV Elversberg in der Kicker-Elf des Spieltags. Gleich vier waren es nach dem 3:1-Sieg der Saarländer beim Halleschen FC.

Mit Mittelfeldspieler Thore Jacobsen und Angreifer Luca Schnellbacher waren zwei davon schon zum dritten Mal in dieser Saison in der Auswahl. Ein Zufall ist das nicht.

Elversberg mischt als Aufsteiger aus der Regionalliga Südwest derzeit die dritthöchste deutsche Spielklasse auf. Neun Spiele, sieben Siege, ein Remis und nur eine Niederlage hat das Team von Aufstiegstrainer Horst Steffen auf dem Konto. 22 Punkte, Tabellenführer, bester Angriff, viertbeste Abwehr – so liest sich das Zwischenfazit. Erwartet hat das sicher kaum jemand, befindet sich die dritte Liga doch nun auch nicht mehr in der Anfangsphase der Saison, sondern mitten in der Hinrunde. Noch bemerkenswerter ist das beim Blick auf die Mitaufsteiger. Bayreuth steht auf dem vorletzten Rang, das hochgehandelte Essen aus der Regionalliga West hat durch den Sieg am Montagabend gegen Saarbrücken (1:0) gerade so die Abstiegsplätze verlassen und Oldenburg rangiert auf Rang zwölf.

Ohnehin präsentieren sich die Südwest-Aufsteiger aus der Gruppe des KSV Hessen Kassel enorm stark in der höheren Spielklasse. Unter den ersten sechs Teams stehen die vier Meister der vergangenen Jahre: Elversberg ist Erster, Freiburg II Dritter, Saarbrücken Vierter und Mannheim Sechster. Weil Wiesbaden als Siebter folgt, deutet sich schon jetzt an, dass es keinen Absteiger in die Südwest-Gruppe geben könnte. Was wiederum weniger Absteiger für die Liga der Kasseler bedeuten würde.

Was aber genau macht den Erfolg der Elversberger aus? Trainer Steffen begründete diesen gegenüber dem Kicker unlängst mit dem „tollen Mannschaftsgefüge“. Der Teamgedanke sei sehr ausgeprägt, die Integration der Neuzugänge einfach. So viele gibt es nach dem Ligawechsel davon aber gar nicht. Gerade einmal fünf Spieler haben den Verein verlassen, acht sind dazugekommen, die Leistungsträger geblieben. Und die Neuen, die gekommen sind, sind dann auch noch direkt eingeschlagen. Wie Jacobsen, Jannik Rochelt und vor allem der erfahrene Marcel Correia.

Ein Grund für den Höhenflug, der ja schon mit dem Erfolg gegen Bayer Leverkusen in der ersten Runde des DFB-Pokals begonnen hatte, ist aber sicher die Konstanz. Woche für Woche stehen sieben, acht, neun Akteure bei Elversberg in der Startelf, die in der vergangenen Saison bereits am Aufstieg beteiligt waren. Mit Schnellbacher hat einer der prägendsten Spieler der vergangenen Südwest-Saison bereits sieben Treffer erzielt, dazu drei Vorlagen gegeben. Schnellbacher hatte im vergangenen Jahr im Dezember das Tor des Monats erzielt, ein Seitfallzieher gegen Kickers Offenbach. Überhaupt ist die Offensive das Prunkstück mit bereits 24 Treffern – allein vier davon beim beeindruckenden 4:1-Erfolg gegen das punktgleiche 1860 München.

Mit Eros Dacaj hat übrigens auch ein Spieler aus der Region seinen Anteil am Elversberger Erfolg. Der 26 Jahre alte Mittelfeldspieler stammt aus dem südniedersächsischen Northeim. Zwar reichte es für Dacaj bislang nur zu fünf Einwechslungen. Aber auch er ist Teil dieser furiosen Aufstiegsmannschaft. (Maximilian Bülau)

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