Trotz Trump

USA, Mexiko und Kanada wollen gemeinsam die WM 2026

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Victor Montagliani ist der Chef des Fußball-Kontinentalverbands für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF).

New York - Drei Gastgeber für ein Turnier gab es bei einer Fußball-WM noch nie. Für das Mammut-Turnier 2026 mit erstmals 48 Teams schließen sich nun USA, Mexiko und Kanada zusammen - trotz Bedenken nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten.

Die USA, Mexiko und Kanada wollen ihre gemeinsame Bewerbung für die Mammut-WM 2026 offiziell bekanntgeben.

Der Fußball-Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika (CONCACAF) hat zu einer Veranstaltung am Montag (20.00 Uhr MESZ) in New York eingeladen und kündigte eine "Historische Bekanntmachung" an, allerdings ohne die WM zu erwähnen. Bislang haben sich noch nie drei Länder gemeinsam um die Gastgeberrolle für eine Fußball-WM beworben. Der kanadische CONCACAF-Chef Victor Montagliani betonte beim Kongress in Aruba aber die "Notwendigkeit", die WM in seiner Konföderation auszurichten.

Das überübernächste Turnier ist die WM-Premiere mit 48 Mannschaften. Bestimmt wird der Ausrichter erstmals vom Kongress aller 211 FIFA-Mitglieder und nicht mehr von dem mittlerweile zum Council umgeformten FIFA-Exekutivkomitee. Eine Entscheidung soll vermutlich beim Kongress 2020 fallen. In den USA fand die WM 1994 statt. Mexiko war 1970 sowie 1986 Gastgeber und wäre das erste Land, das zum dritten Mal eine WM ausrichtet. Als bislang größtes Fußball-Event in Kanada fand 2015 die Frauen-WM statt.

Nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten waren Zweifel an dem Projekt geäußert worden. Die schwierigen Beziehungen der USA mit Mexiko galten als Hemmnis. Für Probleme könnten die von Trump vorgenommenen Einreisestopps für Menschen aus einigen muslimischen Ländern sorgen. Die FIFA hat klargemacht, dass es keine Restriktionen für Menschen aus ihren Mitgliedsländern geben dürfe.

Wurfgeschosse in Stadien: Bierbecher, Sellerie, eine Katze und Dildos

Das Trio hat dennoch große Chancen auf den Zuschlag, da laut der FIFA-Regeln nur Kandidaten aus Amerika, Afrika oder Ozeanien zugelassen sind. Anderen Ländern dieser Kontinentalverbände wird die Mammut-WM derzeit kaum zugetraut.

Bewerber aus Europa und Asien sind ausgeschlossen, da die Turniere 2018 in Russland und 2022 in Katar in deren Konföderationen stattfinden. Unklar ist noch, ob die FIFA dem Wunsch der Kandidaten nachkommen würde, dass alle drei Gastgeber automatisch bei der WM startberechtigt wären. Für die WM 2026 soll die CONCACAF-Zone durch die Aufstockung von 32 auf 48 Teams laut FIFA-Vorschlag sechs direkte statt bislang maximal vier Starter haben.

dpa

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