U21 verspielt leichtfertig Sieg gegen Italien

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Lewis Holtby (2. v. r.) kämpft sich gegen die Italiener Marco d'Alessandro (l), Luca Marrone (2.v.l.) und Daniele Mori (r.) durch.

Kassel - Die deutsche U21-Nationalmannschaft hat den zweiten Sieg im zweiten Klassiker innerhalb von fünf Tagen leichtfertig verspielt.

Kapitän Lewis Holtby vom FSV Mainz 05 sorgte mit einem Doppelpack in der 14. und 59. Minute für eine scheinbar beruhigende Führung. Doch Manolo Gabbiadini (76.) und Fabio Borini (84.) bescherten den „Azzurrini“ in der hektischen Schlussphase innerhalb von neun Minuten doch noch ein Unentschieden. Ein halbes Jahr nach der verpassten Qualifikation für die EM 2011 blieb das verjüngte deutsche Team aber trotzdem zum siebten Mal in Folge ungeschlagen. Am vergangenen Freitag hatte der deutsche Nachwuchs mit 3:1 gegen die Niederlande gewonnen.

Im ersten Heimspiel des Jahres war die deutsche Mannschaft trotz mehrerer Umstellungen von Beginn an hellwach. Schon in der dritten Minute kam Holtby aus 15 Metern frei zum Schuss, zielte aber noch zu hoch. Adrion hatte seine Startelf im Vergleich zum Spiel gegen die Niederländer auf vier Positionen umgestellt, besonders die Defensive um Rückkehrer Konstantin Rausch (Hannover 96) präsentierte sich in neuem Gewand.

Die seltsamsten Fußballer-Namen

Hier sehen Sie eine Auswahl der merkwürdigsten Spielernamen. Entweder sie wecken seltsame Assoziazionen, oder aber sie sind schwierig auszusprechen. Auch die Fans stellen manche Namen auf eine harte Probe, hier sehen Sie ein Banner mit dem falsch geschriebenen "Kuraniy" auf diesem Foto aus seiner Schalke-Zeit. Zugegeben: Für ihre Namen können die Leute nichts, und deswegen sollte man sich auch nicht darüber lustig machen. Aber bemerkenswert finden darf man manche Namen allemal - klicken sie sich durch! © dpa
Bekim Kastrati: Der Klassiker unter den kuriosen Namen. Als der Spieler (damals bei Fortuna Düsseldorf) sich eine schmerzhafte Verletzung an den Genitalien zuzog, stand in den Zeitungen die seltsame Überschrift: "Hoden-Riss bei Kastrati" © Getty
Alain Junior Ollé Ollé: "Olleeeee Olleeeeee Olleeeeeeeee Olleeeeeeeee", schallt es regelmäßig durch Deutschlands Stadien. Der Youngster, ehemals SC Freiburg, ist aber in den seltensten Fällen gemeint. © Getty
Kees Kwakman: Da kann man durchaus mal Hunger bekommen © dpa
Julian Schieber: Hier ist der Fall umgekehrt. Wenn die VfB-Fans "Schieber" skandieren, dann wollen sie meist nicht dem Schiedsrichter eine Wettbewerbsverzerrung unterstellen. Sie fordern schlichtweg die Einwechslung des Publikumslieblings. © Getty
Demba Ba: Sein Nachname ist fast schon vorbei, bevor er überhaupt begonnen hat © Getty
Jörg Butt: Für Deutsche klingt sein Name ganz normal - aber fragen Sie mal einen Engländer oder Amerikaner! Im Englischen bedeutet sein Nachname "Ar**h". © Getty
Jan-Ingwer Callsen-Bracker: Viel Mut zum Doppelnamen bewiesen die Eltern des Innenverteidigers. © Getty
Eric Maxim Choupo-Moting: Am kniffligsten ist wohl der erste Teil seines Nachnamens - aber auch die anderen haben es in sich. © Getty
Christopher Gäng: Der Keeper ist vielen nur durch seinen kuriosen Namen ein Begriff. © Getty
Marc Gouiffe à Goufan: Bitte einmal laut vorlesen - für Zungenschäden übernehmen wir keine Haftung! © Getty
Grafite: Grafitsch? Grafitö? Grafitschi? Grafitt? Selbst als er Torschützenkönig wurde, wusste keiner so recht, wie man den Namen des Brasilianers ausspricht. Richtig ist: "Grafitt" - oder? © Getty
Léonard Kweuke: Erst wenn man die korrekte Aussprache kennt, wird sein Name kurios: "Quäke" © Getty
Zvjezdan Misimovic: Der Vorname des Spielmachers ist so schwierig auszusprechen, dass ihn alle nur "Zwetschge" nennen. © Getty
Kristian Nicht: Stolperfallen sind Vorprogrammiert, wenn Reporter über ihn sprechen oder schreiben. © Getty
Sebastian Schindzielorz: Der Mittelfeldspieler hat schon seit Jahren seinen Spitznamen weg: Sie nennen ihn "Schnitzelhorst". © Getty
Frank Fahrenhorst: Ein Horst kommt selten allein. Neben Schnitzelhorst (siehe vorheriges Bild) gibt es in Deutschland auch einen Fahrenhorst. Manche nennen den mitunter wackligen Innenverteidiger auch despektierlich "Gefahrenhorst". © Getty
Valdet Rama: Der Wirbelwind heißt nicht nur wie eine Margarine - die Kombination aus Vor- und Nachnamen bietet noch einen Extra-Kniff. Die ergibt nämlich "Valderrama" - und so heißt das kolumbianische Fußball-Idol mit der Mega-Lockenmähne. Kein Wunder, dass auch der Hannoveraner den Spitznamen "Carlos" verpasst bekam. © Getty
Franck Ribéry : Für die meisten ist es kein Problem, den Namen des französischen Megastars auszusprechen. Für manche aber doch. Vor allem Franz Beckenbauer glänzt immer wieder durch neue Ausspracheoptionen. © Getty
Bastian Schweinsteiger: Alle Deutschen haben sich längst an den Namen des Nationalspielers gewöhnt. Wer aber wissen will, wie seltsam sich "Schweinsteiger" anhören kann, sollte mal ausländisches Fernsehen schauen. © Getty
Albert Streit: Ganz klar etwas aus der Abteilung "Nomen est omen": Der streit-bare Fußball-Profi verscherzte es sich schon mit mehreren Trainern © Getty
Sandor Torghelle: Nomen est omen? Nichts anderes würde sich der Stürmer wünschen. © Getty
Patrick Milchraum: Achtung, Schenkelklopfer! Hier sehen Sie Milchraum im Strafraum © Getty
Christian Wetklo: Ohne Worte. © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Nejmeddin Daghfous © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Valerie Domovchiyski © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Davidson Drobo-Ampem © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Daniel Gygax © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Vasily Khomutovsky © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Dorge Kouemaha © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Pa Saikou Kujabi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Peniel Kokou Mlapa © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Seyi Olajengbesi  © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Herve Oussale © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Shervin Radjabali-Fardi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Niklas Tarvajärvi © Getty
Zum Abschluss noch ein paar Zungenbrecher: Anatoliy Tymoshchuk © Getty
Und Macchambes Younga-Mouhani. Es sind eben die Kleinigkeiten, die den Fußballfans Freude machen - und seien es nur seltsame Namen. © Getty
Steven Skrzybski: Chipski? Schrübski? Skripski? Das weiß vermutlich nur der junge Spieler von Union Berlin selbst. © getty

Nach einer Viertelstunde wurde der DFB-Nachwuchs für seinen Anfangselan belohnt. Einen Ballverlust der Italiener nutzte Pierre-Michel Lasogga (Hertha BSC Berlin) zu einem klugen Pass auf Holtby, der den Ball aus sechs Metern unter die Latte wuchtete.

Bis zur Pause sahen die Fans im ausverkauften Auestadion, die für eine Bestmarke bei einem U21-Freundschaftsspiel sorgten, ein munteres Spiel beider Mannschaften. Das DFB-Team lud die Italiener mit Fehlpässen immer wieder zu Kontern ein, stand in der Abwehr aber sicher. Ganz anders die Gäste, deren Defensive häufig wackelte, Peniel Mlapa (Hoffenheim/39.) und Lasogga (45.) verpassten nur knapp.

Auch nach dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber die Begegnung meist im Griff. Nachdem der eingewechselte Boris Vukcevic (Hoffenheim/51.) und Lasogga (58.) noch verpassten, sorgte erneut Holtby für das 2:0. Nach einem Freistoß von Ilkay Gündogan (1. FC Nürnberg) stand der Mainzer goldrichtig und drückte den Ball über die Linie. Für den 20-Jährigen war es bereits das fünfte Tor für die U21. Dem kurz zuvor eingewechselten Gabbiadini gelang anschließend der Anschluss und Borini nach einer Ecke per Kopf der Ausgleich. Vor der Rekordkulisse von 16.368 Zuschauern im ausverkauften Auestadion Kassel kam die Auswahl von DFB-Trainer Rainer Adrion trotz einer 2:0-Führung nicht über ein 2:2 (1:0) gegen den fünfmaligen Europameister Italien hinaus.

Ihr letztes Vorbereitungsspiel auf die EM-Qualifikation bestreitet die U21 am 31. Mai in Portugal. Um Punkte für die EM 2013 in Israel geht es ab dem 10. August, erster Gegner ist Zypern.

Von Erik Roos

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