Heißer Aufstiegskandidat

VfB Stuttgart erstklassig, aber nicht fahrlässig

+
Der VfB Stuttgart hat gute Chancen, wieder in die Bundesliga aufzusteigen. Foto: Daniel Maurer

Der VfB Stuttgart steht dicht vor der Rückkehr in die Bundesliga. Dennoch mahnt der Coach des Tabellenführers nach dem Sieg gegen Union Berlin zu Besonnenheit. Die Berliner geben ihre Hoffnungen nicht auf.

Stuttgart (dpa) - Die Form ist schon jetzt erstklassig, dennoch warnt Trainer Hannes Wolf die Profis des VfB Stuttgart vor vorschneller Aufstiegseuphorie.

Vier Spiele vor Saisonende und so dicht vor der ersehnten Rückkehr in die Fußball-Bundesliga solle sein Team lieber "normal bleiben", sagte Wolf nach dem verdienten 3:1 im Topspiel gegen Union Berlin: "Wir tun gut daran, uns darauf einzustellen, dass es noch ein ganz heißer Ritt wird." Doch der Tabellenführer besitzt im Endspurt des Aufstiegskrimis mindestens zwei Asse: einen Drei-Punkte-Vorsprung vor den Verfolgern Eintracht Braunschweig und Hannover 96 einerseits, andererseits die mit Abstand beste Offensive der 2. Liga.

Selbst die in dieser Saison bisher starke Abwehrreihe der Berliner bekam die Angriffswucht der Schwaben zu keiner Zeit in den Griff. Vor dem Spiel hatte Union noch die drittbeste Defensive der Liga gestellt. Dann kamen Alexandru Maxim, Simon Terodde und ihre Kollegen. Die Mannschaft von Union-Coach Jens Keller wirkte von der Schnelligkeit des VfB phasenweise überrumpelt. Dass die Stuttgarter einen Angreifer wie Daniel Ginczek dann noch von der Bank bringen konnten, gab Union den Rest. Der 26-Jährige entschied die Partie mit seinem Tor rund 20 Minuten vor dem Abpfiff.

"Das ist Effizienz und das zeichnet eine Topmannschaft aus", sagte Berlins Stürmer Sebastian Polter, dem in der 57. Minute der zwischenzeitliche Anschlusstreffer gelungen war. Für mehr reichte es aber nicht. Sechs Punkte trennen die Berliner nun vom Tabellenführer, die Meisterschaft hakte Keller noch am späten Montagabend praktisch ab. Soll die große Hoffnung auf den ersten Bundesliga-Aufstieg noch Realität werden, muss sich Union vor allem im Spielaufbau steigern.

Doch das Restprogramm der Berliner hat es in sich. Nach der Partie am Freitag gegen den SV Sandhausen geht es nach Braunschweig. Am letzen Spieltag treten die Köpenicker dann bei der wiedererstarkten SpVgg Greuther Fürth an. Die schwache Leistung in Stuttgart spornt den Traditionsclub aber jetzt erst recht an. "Wir haben immer noch Tuchfühlung zu Platz drei und zwei - und das wollen wir mit aller Macht probieren zu erreichen", sagte Keller.

Der VfB hat dagegen alles in der eigenen Hand. Wie der 1. FC Nürnberg die VfB-Offensive am Samstag stoppen will, bleibt abzuwarten. Laut Trainer Wolf drängt es seine Angreifer zu noch mehr. "Wir wollen immer besser werden", sagte der 36-Jährige. Dabei steht Toptorjäger Terodde nach seinem Treffer zum 2:0 am Montag schon jetzt bei 20 Saisontoren. Maxim scheint nicht erst seit seinem Freistoßtor (29.) gegen Berlin in Topform. Und auf der Bank saß neben Ginczek unter anderem noch der ehemalige Bayern-Profi Julian Green. Nicht nur Nürnberg dürfte da gewarnt sein.

Infos zum VfB

Infos zu Union

Tabelle der 2. Liga

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.