Start der Bundesliga 

Vier Favoriten, funkelnde Fortuna: Erkenntnisse des ersten Bundesliga-Spieltags 

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Freudig: Die Dortmunder (von links) Jadon Sancho, Thorgan Hazard (verdeckt), Paco Alcácer, Julian Weigl, Lukasz Piszczek (verdeckt) und Mats Hummels. 

Der erste Spieltag der Fußball-Bundesliga lieferte neben torreichen Partien auch erste Erkenntnisse. Vorn könnte es in dieser Saison enger werden. 

Zwei Teams stehen bereits jetzt unter Druck.

Starke Spitze

Borussia Dortmund will Meister werden. Das wurde vor der Saison offensiv und selbstbewusst kommuniziert. Der erste Spieltag zeigte, dass die ambitionierten Ziele durchaus realistisch sind. Das Rennen um die Meisterschaft könnte eng werden. Souverän schlug der BVB den FC Augsburg zuhause 5:1. Und das trotz eines 0:1 Rückstandes. Neuzugang Florian Niederlechner hatte die Gäste bereits nach 31 Sekunden in Führung gebracht.

Spannend könnte es auch deswegen werden, weil der Motor des FC Bayern dagegen noch stottert. Beim 2:2 im Eröffnungsspiel gegen Hertha BSC wurden vor allem in der Defensive einige Schwächen deutlich. Dass die Münchner im eigenen Stadion eine Führung verspielen, ist jedenfalls äußerst ungewöhnlich.

Aber auch Bayer Leverkusen will in dieser Spielzeit vorn mitmischen und gilt für manche sogar als Geheimfavorit. Das Team von Trainer Peter Bosz zeigte beim 3:2-Erfolg gegen Aufsteiger Paderborn, welch Potenzial in der Offensive um Kevin Volland steckt. Gleichzeitig offenbarte Bayer in der Defensive aber auch große Lücken und Probleme mit den frech aufspielenden Paderbornern. Findet Leverkusen die Balance zwischen Offensivfeuerwerk und konsequenter Abwehrarbeit , können sie ganz vorn mispielen – und es eben noch enger machen.

Ambitionen auf die vordersten Plätze hat auch RB Leipzig. Das Team von Trainer Julian Nagelsmann überzeugte beim klaren 4:0 Sieg gegen Aufsteiger Union Berlin mit Schnelligkeit und Effektivität. Auch mit den Leipzigern ist also zu rechnen.

Starke Fortuna

Die Düsseldorfer machen einfach da weiter, wo sie am Ende der vergangenen Saison aufgehört haben – sie punkten. Nur noch mal zu Erinnerung: Nach 14 Spieltagen in der zurückliegenden Saison hatte die Fortuna gerade einmal neun Punkte geholt und war Letzter. Dann kam das Theater um Trainer Friedhelm Funkel, der am Ende bleiben durfte – und Düsseldorf landete auf Platz zehn.

Nun ging es zum Start zu den hochgehandelten Bremern. Benito Raman weg, Dodi Lukebakio weg, Marcin Kaminski weg. Ein Problem? Nein. Düsseldorf siegte 3:1. Unterschätze niemals Funkels Fortuna.

Erfolglose Aufsteiger

Der 1. FC Köln und der SC Paderborn zeigten am Samstag, dass die Aufsteiger kein Fallobst sind. Auch wenn sie am Ende ohne Punkte dastehen. Beide traten auswärts als Außenseiter an, schlugen sich aber ordentlich. Die Kölner zeigten sich vor allem in der ersten Hälfte auf Augenhöhe mit dem VfL Wolfsburg und erspielten sich Chancen. Nach 0:2 kam der Anschlusstreffer von Terrode in der Nachspielzeit aber zu spät.

Noch besser präsentierten sich die Paderborner bei Leverkusen: Die Ostwestfalen waren gefährlich, glichen zweimal einen Rückstand aus. Der Auftritt dürfte trotz der Niederlage Mut machen. Union Berlin dagegen erhielt von den Leipzigern bei der Bundesligapremiere eine Lehrstunde und verlor deutlich mit 0:4.

Schwaches Duo

Wie Absteiger präsentierten sich eher zwei gestandene Bundesligisten: Augsburg und Mainz. Das Bild, das beide Mannschaften in der ersten Runde des DFB-Pokals abgaben, verfestigte sich am Samstagnachmittag: Beiden steht eine schwierige Saison bevor.

Die Mainzer gerieten beim SC Freiburg spät unter die Räder und verloren durch drei Gegentreffer in der Schlusssphase noch 0:3. Trainer Sandro Schwarz ist früh in der Saison gefordert. Das Fehlen von Torjäger Jean-Philippe Mateta, der in der vergangenen Saison 14 Treffer erzielte, war deutlich.

Lange Gesichter gab es auch beim FC Augsburg: Erst das Aus im Pokal gegen den Regionalligisten SC Verl, nun die deutliche Pleite in Dortmund. Keine Frage, eine Niederlage gegen den starken BVB ist keine Schande. Allerdings zeigt das deutliche Ergebnis, dass sich die Augsburger auf den Abstiegskampf einstellen müssen.

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