Fußball-Bundesliga: 2:0 in Berlin war schon das sechste „Zu Null“

96 als Vierter in die Pause

Hannovers 2:0 ist unterwegs: 96-Neuzugang Hiroshi Kiyotake (rechts) trifft an Hertha-Torwart Thomas Kraft (Mitte) vorbei ins Berliner Tor. Foto: dpa

Hannover. Die Spieler von Hannover 96 konnten sich nach ihrem 2:0-Sieg am Freitagabend bei Hertha BSC am Samstag zurücklehnen und warten, was denn die Konkurrenz so machte. Und die spielte den Roten in die Karten, so dass das Team von Taifun Korkut vom Tabellenrang vier in der Fußball-Bundesliga nicht verdrängt wurde, weder von Hoffenheim (3:4 gegen Köln), noch von Leverkusen (0:0 gegen Mainz. Übrigens sind die Leverkusener nächster 96-Gast.

So recht ist das bei der derzeit nicht gerade attraktiven Spielweise der Hannoveraner nicht zu erklären, dass sie sich stiekum an das Spitzentrio herangepirscht haben. Gleichwohl scheint bei 96 der Minimal- und Ergebnisfußball Einzug gehalten zu haben. Sechsmal zu Null gespielt, in elf Punktspielen jedoch erst neun Treffer erzielt.

Nach dem siebten Spieltag standen die 96er in der Auswärtstabelle an letzter Stelle mit einem Punkt. Nach zwei Auswärtssiegen kletterten die Niedersachsen nunmehr in dieser Tabelle auf Rang sechs. Und wann haben die Roten schon einmal drei Spiele in Folge gewonnen? Da ist das desaströse 0:2 beim VfR Aalen im DFB-Pokal fast wieder vergessen.

Kiyotake im Aufwärtstrend

In Berlin spielte sich endlich ein Akteur in den Vordergrund, den viele schon als Fehleinkauf gesehen hatten. Der Japaner Hiroshi Kiyotake legte nicht nur das 1:0 (44. Minute) per Eckball für Jimmy Briand vor – nach tollem Zuspiel von Leonardo Bittencourt war es Kiyotake, der mit dem 2:0 (76.) für die Entscheidung sorgte. Keine Frage, es war ein verdienter Sieg bei Hertha, die die 96er nie ins Spiel kommen ließen und endlich auch einmal mutiger nach vorn spielten.

„Wir haben von der ersten Sekunde an klar gemacht, dass wir die bessere Mannschaft sind. Das war der Schlüssel zum Sieg“, freute sich 96-Sportdirektor Dirk Dufner über diesen zweiten Auswärtssieg. Einen weiteren Schlüssel zu diesem Dreier sah 96-Coach Korkut in der erneut starken Defensivleistung: „Defensiv haben wir eine unheimliche Solidarität gezeigt“, so Korkut. In der Innenverteidigung lassen Marcelo und Christian Schulz derzeit kaum einmal etwas zu.

Zu seinem Debüt für 96 in der Startformation kam der Ex-Hoffenheimer Stefan Thesker, der den privat verhinderten Edgar Prib auf der linken Verteidigerposition vertrat – durchaus solide. (wg/gsd)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.