Sportdirektor

Völler: "Videobeweis ein Stimmungskiller"

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Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. Foto: Rolf Vennenbernd

Leverkusen (dpa) - Bayer Leverkusens Sportchef Rudi Völler kann sich nur schwer mit dem Videobeweis in der Fußball-Bundesliga anfreunden.

"Vielleicht haben wir uns in fünf Jahren daran gewöhnt, aber es ist oft schwer zu ertragen. Mittlerweile traue ich mich ja gar nicht mehr, nach einem Tor zu jubeln, damit musst du mindestens bis zum Anstoß warten", sagte Völler im Interview der "Süddeutschen Zeitung" und betonte: "Für die Beteiligten und für die Zuschauer im Stadion ist der Videobeweis ein Stimmungskiller."

Völler glaubt, dass es auch in zehn Jahren noch Diskussionen um den Videobeweis geben werde. Es sei ein "grundlegender Irrtum", dass der Video-Assistent in Köln alles richtig machen werde. "Die Fehler, die der Mann in Köln bei Foulspiel, Handspiel, Elfmeter macht, die tun viel mehr weh als die Fehler, die der Schiri auf dem Platz macht", ergänzte der Weltmeister von 1990, der aber nicht damit rechnet, dass die Entwicklung noch umkehrbar sei.

An die hohen Ablösesummen im Fußball hat sich Völler indes gewöhnt, auch wenn es ihm nicht gefällt. Das bringe nun einmal der Markt, wenngleich der frühere DFB-Teamchef meint, "dass es nur einen gibt, der mehr als 100 Millionen wert sein dürfte, und das ist natürlich Lionel Messi".

Das Videobeweis-Projekt

Rudi Völler bei Bayer Leverkusen

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