Rekord und Rückblick

Spieltag der Fußball-Bundesliga in Stichworten: Volles Haus in der Hauptstadt trotz Corona

Taiwo Awoniyi.
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Stürmer von Union: Taiwo Awoniyi.

Das letzte Länderspiel des Jahres ist absolviert, die Fußball-Bundesliga hat nun freie Bahn – wäre da nicht diese Pandemie, die auch das Leben im Oberhaus weiter beeinträchtigt.

Hier volle Stadien, da geringe Auslastung. Höhepunkt am Samstagabend wird das Derby in der Hauptstadt, bei dem einer einen Rekord weiter ausbauen kann. Im Schwabenland wünscht man sich zurück in die vergangene Saison. Der Spieltag in Stichworten:

Coronavirus

Nach dem Bund-Länder-Gipfel am Donnerstagabend wird nicht nur im Fußball ein Thema ganz besonders diskutiert: Die Impfpflicht für Profisportler. Ins Gespräch gebracht hatte das Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst. Ein Argument: Spieler wie Joshua Kimmich, die nicht geimpft sind, dürften in Stadien, in denen die 2G-Regel herrscht, nicht mehr spielen. Kritiker halten dem entgegen, dass es für Zuschauer ein Freizeitvergnügen sei, für die Fußballer Arbeit. So oder so: Juristisch wird eine Impfpflicht wohl kaum umzusetzen sein. Gestern Abend fehlte Kimmich dem FC Bayern beim Auswärtsspiel in Augsburg aber dennoch: Nachdem er Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatte, ist er erneut in Quarantäne. Bereits die Länderspiele hatte der 26-Jährige verpasst.

Ansonsten ist wieder einmal vieles unterschiedlich, was die Zuschauerregelungen betrifft. In Berlin wird das Stadion heute Abend voll sein, wenn Union ab 18.30 Uhr (Sky) die Hertha empfängt. In Bayern gilt dagegen ab kommender Woche, dass nur noch eine Auslastung von 25 Prozent zulässig ist. Über 2G oder 3G entscheidet nun die Hospitalisierungsrate des Bundeslandes.

Auswechsel-Rekord

Zurück zum Berliner Derby: Mit einem Sieg könnte die Hertha bis auf einen Zähler an die Eisernen heranrücken. Fraglich ist allerdings, ob Angreifer Stevan Jovetic bei dieser Aufgabe mithelfen kann. Der 32 Jahre alte Montenegriner hatte sich mit dem Coronavirus infiziert. Ob er heute schon wieder spielberechtigt ist, stand bis gestern nicht fest. Jovetic kommt in sechs Spielen auf zwei Tore für Hertha BSC. Über 90 Minuten stand er bislang noch nicht auf dem Feld.

Das trifft auch auf Taiwo Awoniyi zu. Der 24 Jahre alte Nigerianer von Union wirkte zwar in allen elf Saisonspielen mit – wurde aber auch jedes Mal ausgewechselt. Das ist Rekord zu Beginn einer Spielzeit. Sollte Awoniyi heute wieder vorzeitig dem Platz verlassen, würde er diese Bestmarke noch ausbauen. Dennoch: Der 24-Jährige ist mit sieben Treffern der beste Torschütze der Eisernen. Das will er vor vollem Haus in der Hauptstadt heute Abend wieder unter Beweis stellen.

Rückblick

Der VfB Stuttgart war eine der positiven Überraschungen der vergangenen Saison. Einer der Höhepunkte damals: der 5:1-Sieg in Dortmund am 11. Spieltag. In diesem Jahr sieht es allerdings ganz anders aus. Im Schwabenland blickt man sehnsüchtig auf die begeisternden Auftritte der Vorsaison und mit Schrecken auf die Verletztenliste. Heute in Dortmund (15.30 Uhr/Sky) rechnet wohl kaum jemand mit einem deutlichen Erfolg der Stuttgarter. (Maximilian Bülau und Werner Welsch)

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