Fans sind enttäuscht 

Vor Saisonauftakt: Neymar nicht spielberechtigt

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Neymar wechselte für eine Rekord-Ablöse von Barcelona nach Paris. 

Die Hoffnungen von Superstar Neymar auf ein Debüt beim französischen Fußball-Pokalsieger Paris St. Germain schon am Samstag haben sich zerschlagen - dennoch soll er den Fans am Samstag offiziell vorgestellt werden.

Paris - Der brasilianische Fußball-Nationalspieler Neymar ist nach seinem Rekordwechsel zu Paris Saint-Germain an diesem Samstag noch nicht spielberechtigt. Das berichtete die Agentur AFP in der Nacht unter Berufung auf Angaben des Fußballverbands, der die notwendigen Unterlagen aus Spanien nicht bis Mitternacht erhalten hatte. 

Entsprechend sei die Frist für eine Spielberechtigung schon an diesem Samstag im ersten Ligaspiel des PSG gegen Aufsteiger Amiens SC verpasst worden. Der 222-Millionen-Euro-Einkauf Neymar wird vor dem Spiel offiziell den Fans des französischen Clubs präsentiert. Paris plant im Vorfeld des Anpfiffs eine größere Begrüßungsshow für den Brasilianer.

Pressestimmen:  „Ein Monster-Einkauf, der tiefe Gräben durch das Fairplay zieht“

Neymar-Mania in Paris

Tausende Anhänger stehen vor dem Fanshop in Paris an, um ein Neymar-Trikot zu ergattern. 

Bereits bei Neymars Ankunft in der französischen Hauptstadt brach bei den Fans des letztjährigen Pokalsiegers eine regelrechte Naymar-Mania aus. Anhänger hatten sich bereits am frühen Morgen vor dem Fanshop an der berühmten Avenue des Champs Élysées in Nähe des Arc de Triomphe versammelt.

Um sechs Uhr standen die ersten dort, später bildete sich einen Schlange von über 100 Meter Länge. Das Ziel der Begierde: eines des ersten St.-Germain-Trikots mit der Nummer 10 und dem Schriftzug "NEYMAR JR.", wahlweise in Blau oder Gelb. Ein Mann berichtete, dass er über 600 Euro für vier Trikots bezahlt habe. Auch das war Teil des Irrsinns um den "König in Paris", wie die renommierte L'Equipe am Freitag titelte.

Insgesamt sorgten rund 15.000 Kunden in den beiden PSG-Fanshops auf den Champs-Elysees und im Prinzenparkstadion für einen Rekordtagesbesuch und spülten dem Klub so schon vor Neymars erster Ballaktion die erste Millionen-Einnahme durch den Stürmerstar in die Kasse. Zur Refinanzierung der Weltrekordablöse von 222 Millionen Euro und von Neymars mutmaßlichem Gehalt von jährlich 30 Millionen Euro allerdings fehlt natürlich noch einiges.

Die Rekord-Ablöse ist auch der Grund, warum die Spielergewerkschaft FIFPro die EU-Kommission zur Überprüfung der Transferregeln aufgefordert hat. FIFPro-Generalsekretär Theo van Seggelen bezeichnete den Transfer am Freitag in einem Statement als "Spitze des Eisbergs" und forderte die Wettbewerbshüter auf, "den Geldfluss von Transfergebühren in der EU zu untersuchen und ihren Einfluss" zu bewerten. 

Neymar-Deal für EU-Kommissar Oettinger „Wettbewerbsverzerung“

Kritik am Wechsel des Brasilianers kommt dabei auch vom deutschen EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger. "Eine Zahlung von 222 Millionen Euro durch einen Investor für einen Fußballer verzerrt den Wettbewerb im europäischen Fußball massiv", sagte der frühere CDU-Ministerpräsident von Baden-Württemberg der Bild-Zeitung.

dpa/SID

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