Über Spieler, Schiris und Fans

Vorrunden-Bilanz der Bundesliga: Weniger Tore, weniger Karten

Ihm gelang einer von insgesamt drei Dreierpacks der Vorrunde: Klaas-Jan Huntelaar vom FC Schalke 04. Foto: dpa

Kassel. Die Hinrunde ist vorüber in der Fußball-Bundesliga. Zeit für einige Zahlen und Fakten über Spieler, Schiris und Fans: Der Statistiker zieht Bilanz.

DIE ÜBER-BAYERN

Die Münchner hatten letzte Saison nach der Vorrunde 15 Siege und zwei Unentschieden aufzuweisen. Ende 2014 ver-zeichneten sie 14 Erfolge, drei Unentschieden. Die Tordifferenz aus der vorletzten Spielzeit (37) stellten sie ein.

WENIGER TORE 

Mit 432 Toren fielen 57 weniger als in der Vorrunde 2013/14, das sind nur 2,9 pro Spiel (letztes Jahr: 3,2). Die Zeiten, in denen mehr als 1000 Tore in einer Saison fielen, scheinen längst vorbei: 1983/84 waren es 1097 (= 3,6 pro Spiel). 71-mal gewannen die Gastgeber (2013: 71), die Gäste siegten 39-mal (47). Es gab 43 Unentschieden (35).

WENIGER JOKER-TORE 

Nur 40 Tore von eingewechselten Spielern fielen, das sind 18 (!) weniger als im letzten Jahr, eine sehr niedrige Quote. Erfolgreichste Joker waren Tranquillo Barnetta (Schalke), Josip Drmic (Leverkusen) und Tim Matavz (Augsburg) mit je zwei Joker-Treffern. Die Vereine Augsburg, Leverkusen, Paderborn und Wolfsburg wechselten am geschicktesten ein: Ihre Joker erzielten vier Tore.

DREI DREIERPACKS

Eine mäßige Ausbeute: 36-mal trafen Torjäger doppelt, drei erzielten einen Dreierpack: Thomas Müller (FC Bayern in Frankfurt), Schalkes Klaas-Jan Huntelaar (gegen Mainz) und Eric Maxim Choupo-Moting (in Stuttgart). Am erfolgreichsten war Alexander Meier von der Frankfurter Eintracht mit drei Doppelpacks. Er ist auch Spitzenreiter in der Torjägerliste mit 13 Treffern.

DIE WECHSELSPIELE 

Nur der Hamburger SV spielte in dieser Vorrunde am ersten und letzten Vorrundespieltag mit den elf Akteuren der Startelf durch. Dagegen machten gleich drei Teams davon Gebrauch, in jedem Spiel drei Akteure einzuwechseln: Freiburg, Hoffenheim und Wolfsburg. Branimir Hrgota (Gladbach) stand in den ersten 52 Spielen seiner Bundesligakarriere nie 90 Minuten auf dem Platz. 8-mal wurde er aus- und 44-mal eingewechselt, ehe er am 16. Spieltag von Anfang an bis zum Ende mitmachen durfte.

DIE DAUERBRENNER 

Verpasste keine Minute: Kölns Jonas Hector.

Keine einzige Minute in den 17 Vorrundenspielen versäumten 15 Spieler, davon alleine zehn Torhüter. Die fünf Feldspieler (2013: 7) waren Johan Djourou (HSV), Ragnar Klavan (Augsburg), Marcelo (Hannover) sowie Jonas Hector und Kevin Wimmer vom Neuling Köln.

WENIGER ELFMETER 

Die Zahl der verhängten Elfmeter ging stark zurück: 37 gegenüber 52 in der Vorrunde 2013. 31 wurden verwandelt, vier von den Torhütern gehalten, zwei davon vom Mainzer Loris Karius. Zwei gingen an den Pfosten oder vorbei. Der treffsicherste Schütze war Paul Verhaegh (Augsburg). Er trat 5-mal an und verwandelte jedesmal sicher, während Vladimir Darida (Freiburg) erst beim letzten von fünf Versuchen scheiterte. Bei den Vereinen bekamen Freiburg mit sechs (4 verwandelt) und Augsburg mit fünf Elfmetern die meisten zugesprochen.

DIE SÜNDER 

Insgesamt wurden in der Hinserie 547 gelbe Karten (ohne die gelb-roten) und damit 20 weniger als in der vergangenen Spielzeit gezückt. Der Hamburger SV verzeichnete die meisten gelben Kartons (42) vor Bayer Leverkusen (39). Die wenigsten kassierte der FC Bayern mit nur zwölf in 17 Spielen. Eine niedrige Zahl, die seit 1995/96 noch nie erreicht wurde. Es gab bisher nur 21 Platzverweise: 11-mal Gelb-Rot, zehnmal Rot. Das ist ein absoluter Tiefstwert seit Einführung der gelb-roten Karte 1991/92.

DIE ENTLASSUNGEN 

In der Vorrunde traf es mit vier Trainern einen Übungsleiter mehr als im letzten Jahr: Mirko Slomka (HSV), Jens Keller (Schalke), Robin Dutt (Bremen) und Armin Veh (Stuttgart), der von sich aus ging.

DIE SCHIEDSRICHTER 

Schiedsrichter im Dauereinsatz: Felix Zwayer.

Der meistbeschäftigte Schiedsrichter war Felix Zwayer (Berlin) mit zehn geleiteten Spielen vor Felix Brych, Christian Dingert, Peter Gagelmann und Wolfgang Stark mit je neun Einsätzen. Stark hat jetzt insgesamt 301 Spiele gepfiffen.

WENIGER ZUSCHAUER 

6,648 Millionen Zuschauer besuchten die 153 Spiele der Vorrunde, das sind 53 000 weniger als im letzten Jahr und momentan 43 451 pro Spiel (Vorjahr 43 684). Die meisten Zuschauer pilgerten wie 2013 in folgende Stadien: Dortmund (80 875 pro Heimspiel), FC Bayern (71 000) und Schalke (61 880). Die Bayern bauen ständig einen Rekord aus: Sie haben in den sieben kompletten Spielzeiten seit 2007/08 und auch in der Hinrunde dieser Saison immer ein ausverkauftes Haus gehabt.

Von Werner Welsch

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