Umfrage zur Fußball-WM 

Waldhessen trauen Joachim Löws Mannschaft viel zu

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Wenn Schwarz, Rot und Gold dominieren: Auch die waldhessischen Fans würden beim Public Viewing, wie hier in Bebra, gerne wieder Siege von Neuer und Co. bejubeln. Viele heimische Fußballer sehen den kommenden Wochen zuversichtlich entgegen. Archivfoto:  Meyer/nh

Rotenburg. Wie stehen die Chancen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland? Vor dem Start der Elf von Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag um 17 Uhr gegen Mexiko haben wir uns in der  Kickerszene des Altkreises Rotenburg umgehört. Das Ergebnis: Die Zuversicht überwiegt deutlich.

Zum Beispiel bei Marius Zilch vom ESV Hönebach: „Ich bin ziemlich positiv gestimmt; einfach deshalb, weil Deutschland eine Turniermannschaft ist. Und dass die letzten Testspiele vor einer WM nicht so überzeugend waren, hat ja schon Tradition.“

Marius Zilch ist überzeugt: „Wenn wir die Gruppenphase überstehen und im Achtelfinale nicht gleich auf Brasilien treffen, dann kann es für uns weit gehen.“ Die Brasilianer sind für ihn der Topfavorit. „Sie werden der Welt beweisen wollen, dass sie mehr draufhaben als ein 1:7 gegen Deutschland.“

Die Stärke der deutschen Mannschaft sieht Marius Zilch in der Breite des Kaders. Jede Position sei doppelt gut besetzt. Das Thema Özil/Gündogan werde nicht weiter hochkochen: „Ich denke, dass die Spieler davon in Russland wenig mitkriegen werden.“

Jetzt zusammenhalten

Manuel Thalmann vom ESV Weiterode sieht das ganz ähnlich: „Güdogan und Özil haben einen Fehler gemacht, als sie sich mit Erdogan fotografieren ließen. Aber jetzt ist es auch mal gut. Jetzt müssen die Spieler und die Fans zusammenhalten.“

Der ESV-Kapitän sagt: „Ich bin Optimist und traue Löws Elf zu, dass sie Weltmeister wird. Sie ist zusammen mit Frankreich und Spanien die beste Mannschaft im Turnier.“

Als großen deutschen Trumpf sieht er das Mittelfeld mit Toni Kroos als Schaltzentrale. „Und auch wenn Manuel Neuer lange verletzt war - er wird uns helfen, den Titel zu verteidigen.“ Die Brasilianer würden das jedenfalls nicht verhindern. „Sie haben zwar auch andere gute Einzelspieler, aber sie sind zu abhängig von Neymar“, sagt Manuel Thalmann.

Benedikt Jaschinski von der FSG Bebra ist nicht euphorisch, aber doch optimistisch: „Ja, wir haben eine gute Truppe, die von ihrer Stärke her titelfähig ist. Sie muss aber gucken, dass sie ihr Potenzial jetzt auch abruft und Teamgeist entwickelt.“ Ein guter Start sei wichtig, um den nötigen Schwung ins weitere Turnier mitnehmen zu können.

Belgien - gut, aber erfolglos

„In der Gruppe halte ich Mexiko für den stärksten Gegner. Den Titel traue ich auch Brasilien und Argentinien zu, den Belgiern eher nicht“, legt sich Benedikt Jaschinski fest. „Sie haben eine gute Mannschaft, aber das hatten sie bei den letzten Turnieren auch schon - und da sind sie nicht weit gekommen.“

Alena Schögin vom SC Lispenhausen, Aufsteiger in die Frauen-Verbandsliga, ist eher pessimistisch gestimmt: „Ich schätze die Chancen für die Deutschen nicht ganz groß ein, ehrlich gesagt. Ich glaube, dass bei dieser WM im Viertelfinale Schluss sein wird.“

Ihre Begründung: „Es gibt durchaus bessere Mannschaften, Frankreich und Spanien zum Beispiel. In den letzten Spielen hat mich die deutsche Elf überhaupt nicht überzeugt.“ Sie weiß auch, wo der Hebel anzusetzen ist: „Im Angriff müssen das Zusammenspiel und die Chancenverwertung besser werden. Aber die Gruppenphase wird Deutschland schon überstehen, denke ich.“

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