DFB-Pokal-Diskussion

Pfeif-Konzert gegen Helene Fischer: Jetzt lässt Waldi Hartmann Dampf ab

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Schlagersängerin Helene Fischer und Sportreporter Waldemar Hartmann.

Pfeifkonzert beim Halbzeit-Auftritt von Schlagersängerin Helene Fischer beim DFB-Pokalfinale. Jetzt meldet sich auch Sportreporter Waldemar Hartmann zu Wort.

Berlin - Am vergangenen Samstag ging es beim DFB-Pokalfinale ums Ganze zwischen dem BVB und Eintracht Frankfurt. Am Ende holten sich die Dortmunder den Sieg. Doch nicht nur für die Frankfurter verlief der Tag nicht so, wie es sich wohl gewünscht hätten.

Denn in der Halbzeitpause hatte Schlagersängern Helene Fischer ihren Auftritt. Der gefiel einigen Fans jedoch überhaupt nicht: Vor allem Fans der Eintracht begleiteten den Auftritt mit üblen Pfiffen und Buh-Rufen. Im Internet wurde der Auftritt dann noch weiter kritisiert: So etwas habe bei einem Pokalfinale nichts verloren.

Pfiffe gegen Helene Fischer: Gäste der Doppelpass-Runde waren geteilter Meinung

In der Doppelpass-Runde wurde nun der Auftritt der deutschen Schlagersängerin erneut diskutiert. In einem kurzen Ausschnitt zeigte Moderator Thomas Helmer seinen anwesenden Gästen die Situation im Stadion und kommentierte: „Ja so richtig schön ist das nicht. Muss das sein?“

Sportreporter Waldemar Hartmann hatte auch direkt seine Antwort parat: „N ein das muss wirklich nicht sein, weil es war eine Entscheidung des DFB und bei den Frankfurtern hing auch ein Plakat: Krieg dem DFB, so viel zur Friedlichkeit.“ Comedian Matze Knop pflichtete ihm bei: „Ich muss ehrlich sagen, wenn sie schon auftritt, ich meine es ist eine Frau und da sollte man als Mann einfach charmant sein. Ich weiß nicht ob man da wirklich pfeifen muss. Man kann ja geteilter Meinung sein, ob das Sinn macht, aber ich fand die Reaktion trotzdem unangemessen.“ 

Eine etwas andere Meinung vertrat dagegen der ehemalige Fußballspieler Thomas Berthold: Es geht darum, dass der Bogen vielleicht an diesem Punkt überspannt wird. Wir haben ein Pokalfinal in dem wir diesen Act eigentlich nicht brauchen.“ Eine solche Show sei eher für den Superbowl gedacht, so Thomas Berthold. Knop konterte direkt: „Wir reden hier über einen Act der fünf Minuten auf der Bühne steht und ein Lied singt.“ Wer den Auftritt nicht hätte hören wollen, hätte auch die Toilette aufsuchen können oder sich eine Wurst holen, so der Vorschlag von Knop.

Thomas Berthold blieb jedoch bei seiner Meinung: „Die Frage ist doch, brauchen wir beim deutschen Pokalfinale diesen Act? Der Superbowl hat einen anderer Grad der Kommerzialisierung. In Deutschland haben zwei Traditionsclubs aber genau darüber abgestimmt, dass sie das nicht wollen und vielleicht muss man das akzeptieren. Da muss man beim DFB auch ganz genau nachdenken, ob wir das so wollen.“

Der gleiche Meinung war auch der Vorstand bei Eintracht Frankfurt Freddy Bobic: „Wir spielen hier Fußball und die wahren Fans haben in der Halbzeitpause keine Lust auf Hollywood.“

Schlagersängerin Helene Fischer nahm den Vorfall gelassen

Richtig cool reagierte die Schlagersängerin Helen Fischer selbst auf die Pfiffe bei ihrem Konzert. In der RTL-Sendung „Mensch Gottschalk“ sagte sie: „Da muss ein Musiker vielleicht auch mal durch. Ich hab mir so ne dicke Haut in den letzten Jahren zugelegt und seit gestern sind auch noch Haare gewachsen.“

Die ARD stellte mittlerweile klar, dass bei dem Auftritt von Fischer nicht am Ton gedreht wurde, um die Pfiffe zu übertönen. Das hatten zuvor einige Stimmen behauptet, da das Pfeif-Konzert im Fernsehen wesentlich weniger laut zu hören war, als Fischers Auftritt.

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