Vor WM in Kanada

Fußball-Frauen müssen zum Geschlechtstest

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Weiblichkeitstest bestanden: Jetzt wollen unsere Europameisterinnen auch Weltmeisterinnen werden.

Frankfurt - Die Spielerinnen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben im Vorfeld der Weltmeisterschaften in Kanada ihre Weiblichkeit bewiesen. Die FIFA hatte zum Geschlechtstest gebeten.

Bevor die Spielerinnen von Bundestrainerin Silvia Neid am Sonntag zur Weltmeisterschaft nach Kanada (6. Juni bis 5. Juli) abfliegen, müssen sie auf Anweisung des Weltverbandes FIFA offiziell nachweisen, dass sie Frauen sind. DFB-Managerin Doris Fitschen bestätigte gegenüber "Bild": „Es ist richtig, diese Vorgabe gibt es. Die FIFA wird ihre Gründe dafür haben. Wir haben das gelassen zur Kenntnis genommen und sind froh bestätigen zu können: Unsere Spielerinnen sind alle weiblichen Geschlechts.“

Laut FIFA-Vorgabe hätte eine Erklärung von Mannschaftsarzt Bernd Lasarzewski für alle 23 Spielerinnen gereicht. Der DFB nahm es ganz genau, ließ sich von jeder Fußballerin eine Bestätigung ihres privaten Frauenarztes ausstellen. Nationalspielerin Lena Goeßling: „Wir haben uns alle sehr über den Test amüsiert und das Ganze nicht so ernst genommen.“

Anlass soll ein Fall vor der WM 2011 sein. Damals standen drei afrikanische Spielerinnen aus Äquatorialguinea unter dem Verdacht, Männer zu sein. Das Problem ist schon länger im Damensport präsent. Die südafrikanische 800-Meter-Läuferin Caster Semenya holte 2009 in Berlin WM-Gold, musste danach zum Geschlechtstest. Ergebnis: Semenya ist ein „Zwitter“, ein sogenannter Hermaphrodit (Mensch mit männlichen und weiblichen Geschlechtsorganen). Anfang der 60er-Jahre gab es Gerüchte um die sowjetischen Leichtathletik-Olympiasiegerinnen Tamara (Kugelstoßen) und Irina Press (Fünfkampf, Hürden). Spötter nannten sie die „Press-Brüder“.

Das Rätsel wurde nie gelöst...

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