1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball

Ein gutes Wochenende für die Kellerkinder: Wenn die Schlusslichter siegen

Erstellt:

Von: Maximilian Bülau

Kommentare

Cristian Gamboa (links) und Philipp Förster.
Haben sich lieb: die Bochumer Cristian Gamboa (links) und Philipp Förster. © Friso Gentsch/dpa

Freilich, es gab Ausnahmen. Aber in vielen Fußball-Ligen war dieses Wochenende eines für die Schlusslichter. Im Oberhaus gelang dem VfL Bochum der erste Saisonsieg.

In der 3. Liga jubelten Erzgebirge Aue und Bayreuth. Und in den fünf Regionalligen war nicht nur der KSV Hessen Kassel als Tabellenletzter erfolgreich. Ein Blick auf die Schlusslichter der ersten vier Spielklassen.

Bundesliga

Am neunten Spieltag haben es auch die Bochumer geschafft: Der 3:0-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt war nicht unbedingt verdient, und in dieser Höhe gab er sicher auch nicht den Spielverlauf wieder. Dem VfL mit dem noch recht neuen Trainer Thomas Letsch wird es egal sein. Nachdem Letsch zum Debüt der erste Punktgewinn mit einem 1:1 gegen Köln geglückt war, es anschließend einen 0:4-Dämpfer in Leipzig gab, sorgten Philipp Hofmann und Philipp Förster sowie ein Eigentor von Frankfurts Evan N’Dicka nun für den ersten Dreier der Saison.

Dieses 3:0 war ganz nebenbei der höchste Bochumer Bundesliga-Sieg seit einem 3:0 gegen Hoffenheim im April 2009. Zwar verließ der VfL nicht den letzten Tabellenplatz. Doch die Mannschaften davor sind nun wieder in Reichweite. Überragender Mann war Förster, der das 1:0 durch Hofmann vorbereitete, das Eigentor zum 2:0 per scharfer Freistoßhereingabe ebenfalls und das 3:0 schließlich selbst erzielte.

2. Bundesliga

Die erste Ausnahme. In Liga zwei gelangen den Absteigern aus Bielefeld und Fürth nicht die erhofften Befreiungsschläge am Freitagabend. Bielefeld verlor zuhause gegen den Karlsruher SC 1:2, Fürth kam nach Führung und Rückstand nur zu einem 2:2 in Regensburg. Bielefeld bleibt so Letzter, Fürth Vorletzter.

3. Liga

Ganz anders sieht das in Liga drei aus. Erzgebirge Aue gelang durch ein 3:1 in Oldenburg der dritte Sieg in Folge. Stand der Absteiger aus Ostdeutschland nach acht Spieltagen noch völlig ohne Punkte da, ist nun der Anschluss an den ersten Nichtabstiegsplatz geschafft. Und auch Schlusslicht und Aufsteiger Bayreuth hatte Grund zum Jubeln. In Meppen und gegen den Ex-Kasseler Mike Feigenspan, der in der 58. Minute eingewechselt wurde, holte die Spielvereinigung den zweiten Saisonsieg und verließ vorerst den letzten Platz. Letzter ist nun die Reserve von Dortmund, davor steht Halle. Beide Teams treffen heute Abend direkt aufeinander. Sollte die Partie nicht mit einem Remis enden, gibt es ein neues Schlusslicht.

Regionalligen

Zum Abschluss noch ein Blick in die fünf vierten Ligen. In der Südwest-Staffel ist dem KSV Hessen Kassel am elften Spieltag mit einem 2:0-Heimsieg gegen Stuttgarts Reserve der erste Erfolg gelungen. Die Kasseler verließen dadurch den letzten Platz und gaben die Rote Laterne an Rot-Weiß Koblenz mit Oliver Reck auf der Trainerbank weiter.

Auch Heimstetten siegte in der Regionalliga Bayern gegen eine Reserve, die des 1. FC Nürnberg. Durch das 5:3 ist der VfB Eichstätt (1:3 gegen Illertissen) nun neues Schlusslicht.

In der Nord-Staffel war Kickers Emden als abgeschlagener Tabellenletzter (drei Zähler) an diesem Wochenende spielfrei. Im Nordosten gab es dann die zweite Ausnahme, was erfolgreiche Schlusslichter angeht. Das noch sieglose Tennis Borussia Berlin (ein Punkt nach acht Spielen) unterlag dem BFC Dynamo 1:4, auch der punktgleiche Vorletzte Halberstadt war Viktoria Berlin unterlegen (0:1).

Im Westen war am Sonntagnachmittag dann das letzte Schlusslicht aktiv. Wattenscheid 09 hatte Lippstadt 08 zu Gast – und hielt zumindest bis zur Pause das 0:0. Am Ende unterlag der ehemalige Bundesligist aber 0:2 und bleibt somit Letzter. (Maximilian Bülau)

Auch interessant

Kommentare