Kommentar zum WM-Finale

Der Fußball-Weltmeister heißt Frankreich - und das ist logisch

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Samuel Umtiti aus Frankreich küsst den WM-Pokal - seine Mannschaft hat sich den Weltmeistertitel erkämpft.

Zum Abschluss gab es ein großes Spektakel. Was war das für ein Finale? Mit vielen Toren, schönen wie kuriosen. Mit tollen Szenen, hoher Intensität und einem tapferen Außenseiter.

Am Ende aber hieß es: Der Favorit ist am Ziel. Frankreich ist Weltmeister.

Damit setzte sich die Mannschaft durch, die am konstantesten, konsequentesten und konzentriertesten durch diese Endrunde zog. Trainer Didier Deschamps sorgte dafür, dass sein Team trotz geballter Offensivkraft die Defensive nie vergaß – und schuf so den perfekten Mix für den Titel.

Dass dem Sieg im Finale auch ein Makel anhaftet, schmälert nicht die Leistung der Franzosen. Trotzdem bleibt: Vor dem 1:0 hätte es keinen Freistoß für Frankreich geben dürfen. Und dazu dieser Elfmeter. Tut mir leid, aber dieses Handspiel ist nicht deutlich genug, um das wichtigsten Spiel des Fußballs in eine entscheidende Richtung zu lenken. Für die Kroaten war das ein harter Schlag. Trotzdem untermauerten sie ihren überraschenden Einzug in das Endspiel mit einem spielerisch überzeugenden Auftritt und leidenschaftlichem Kampf.

Der Weltmeister aber heißt Frankreich. Und das ist logisch, weil es einer Entwicklung folgt. Aus dem Debakel in Südafrika 2010 wurden die richtigen Lehren gezogen. Trainer Didier Deschamps hat das Team Schritt für Schritt stärker gemacht. Viertelfinale bei der WM in Brasilien, Finale bei der EM im eigenen Land und nun der Titel. Aus dem Land des Vorgängers bleibt da nur eins zu sagen: Nos félicitations, France. Unseren herzlichen Glückwunsch, Frankreich. 

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