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WM 2022: Streich kritisiert TV-Experten – „Schalte in Zukunft direkt nach dem Spiel ab“

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Von: Sascha Mehr

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Christian Streich, Trainer des SC Freiburg.
Christian Streich, Trainer des SC Freiburg. © IMAGO/Eibner-Pressefoto/Grant Hubbs

Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, hat die Äußerungen der TV-Experten bei der WM in Katar kritisiert.

Katar - Die deutsche Nationalmannschaft hat enttäuschende Tage hinter sich. Bei der WM 2022 in Katar schied die Truppe von Bundestrainer Hansi Flick bereits nach der Vorrunde aus und erntete Kritik von allen Seiten. Teammanager Oliver Bierhoff trat bereits von seinem Amt zurück und machte den Weg frei für einen Neuanfang. Flick soll Bundestrainer bleiben und die DFB-Auswahl auf die EM 2024 im eigenen Land vorbereiten.

WM 2022: Streich kann Flick nicht verstehen

„Deutschland hat wahnsinnig viele Torchancen gehabt, nur halt nicht gut genug verteidigt. Das war extrem ärgerlich. Wenn du schon so offensiv spielst, musst du auch extrem gut verteidigen – und zwar alle. Und das hat halt gefehlt“, sagte Christian Streich, Trainer des SC Freiburg, im Interview mit dem SWR.

Nicht verstehen kann er, dass seine zwei Freiburger Jungs im Kader der DFB-Elf, Christian Günter und Matthias Ginter, keine Rolle gespielt haben bei der WM. „Ginter war sicherlich der Verteidiger in der Vorrunde, der sich das Wort ‚Verteidiger‘ am meisten auf die Brust heften kann“, sagte Streich. „Aber ich weiß ja, wie das ist als Trainer: Manche Leute verstehen auch nicht, wen ich aufstelle“, so der 57-jährige weiter.

WM 2022: Streich ärgert sich über TV-Experten

Kritik an der deutschen Mannschaft gab es aus dem Ausland, den Menschen in Deutschland und auch zahlreichen Experten - oftmals ehemalige Bundesliga- und Nationalspieler. Christian Streich ärgerte sich über einige Äußerungen aktueller TV-Experten im deutschen Fernsehen. „Das ist teilweise völlig daneben gewesen. Das sind Leute, die teilweise vor ein paar Jahren selbst noch gekickt und sich über die Kritik von denen, die dort saßen, aufgeregt haben. Und jetzt hocken sie selber da und schwätzen teilweise Sachen, bei denen du dir denkst: Das kann nicht wahr sein“, so der Freiburg-Coach zum SWR.

Für die Zukunft zieht Christian Streich seine Konsequenzen bei Fußball-Übertragungen. „Normalerweise schalte ich nach dem Spiel immer sofort ab. Jetzt habe ich es einmal nicht gemacht. Zukünftig werde ich es wieder machen, denn ich brauch keine Werbung und unqualifizierte Kommentare hören.“

Unterdessen ist Luka Modric auch mit 37 Jahren noch die zentrale Figur, um die sich bei Kroatien vor dem Viertelfinale gegen Brasilien (fast) alles dreht. Frankreichs Mittelstürmer Olivier Giroud sorgt bei dieser WM nicht nur für Tore, sondern auch für die Balance im Team, das von zahlreichen Ausfällen betroffen ist. (smr)

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