Ex-Bundestrainer übt Kritik

Berti Vogts: "Viele haben nicht verdient, für die Nationalmannschaft zu spielen"

Nach dem heftigen WM-Aus der deutschen Elf, äußert der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts harte Kritik an der Mannschaft. Er fordert den Umbruch zu einem komplett neuen Team. 

Köln - Der frühere Bundestrainer Berti Vogts hat nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland Konsequenzen gefordert. "Ich gehe davon aus, dass sich der Deutsche Fußball-Bund von vielen Spielern trennen wird. Sie haben es nicht verdient, weiter für unsere Nationalmannschaft zu spielen", sagte der Coach der deutschen Europameister-Elf von 1996 beim Business Viewing im Kölner Rheinloft.

Die Nationalmannschaft habe in keinem der drei Vorrundenspiele ihre gewohnte Leistung abrufen können. "Das war einer deutschen Elf nicht würdig", erklärte der Weltmeister von 1974. Ihm habe zudem auch missfallen, dass "Deutschland keinen Willen gezeigt hat. Das war alles viel zu langsam".

Für die Zukunft fordert Vogts einen Umbruch innerhalb der Mannschaft. "Wir müssen ein neues Team aufbauen", sagte der 71-Jährige, der dem Trainerteam um Joachim Löw diese Aufgabe zutraut: "Die Verantwortlichen kennen sich aus im Fußball. Sie haben hoffentlich gesehen, wer nicht mehr dazu dazugehören darf." Vogts empfahl, noch verstärkter auf junge Spieler zu setzen. Der Ex-Bundestrainer verwies in diesem Zusammenhang auf die deutschen U21-Europameister.

Video: Fußballexperten diskutieren über Jogi Löw

Auf das frühe WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft folgt die Suche nach Fehlern und Gründen für das Scheitern. Nicht nur der Rücktritt einiger Spieler wird gefordert, sondern auch Trainer Jochim Löw rückt in den Fokus der Kritik. 

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SID 

Ankunft der Mannschaft in Deutschland

Schon am Donnerstag kehrt die DFB-Auswahl nach Deutschland zurück. Bei tz.de erfahren Sie, wie Sie die Ankunft der Nationalmannschaft in Frankfurt live im TV oder im Live-Stream verfolgen können. Es werden erste Statements der Mannschaft erwartet.

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Rubriklistenbild: © dpa / Henning Kaiser (Archivbild)

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